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Abi-Aktion 2018

Die Abi-Aktion 2018 möchte die Diakonie im Westerwald sowie die Familien von zwei Mitschülern unterstützen - nähere Informationen finden Sie hier.

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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Biographie mit Werther-Effekt



Quelle: new-video.de

Rezension zu Philipp Stölzls Kinofilm „Goethe!“

Katja Grimm (MSS 12)

 

Anno Domini 1772. In Straßburg fällt ein junger Jurastudent kläglich durchs Staatsexamen; kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe – mit „oe“, wie er immer wieder betont. Dieser wird nach seinem Scheitern vom Herrn Papa nach Frankfurt zitiert und kurz darauf ans Reichskammergericht in Wetzlar geschickt, um seine Ausbildung zum Juristen fortzusetzen. Die Flausen von Gefühlsduselei und Gedichten sollen ihm so endgültig ausgetrieben werden. Goethe (Alexander Fehling) lernt auf einem Ball die 19-jährige Charlotte Buff (Miriam Stein) kennen und verliebt sich unsterblich in sie – der Beginn einer tragischen Liebe, die der Dichterfürst später in seinem Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ verarbeiten wird.

Regisseur Philipp Stölzl vermischt in der Kinoproduktion die tatsächliche Biographie Goethes mit „Werthers“ Handlung. So trägt Johann Christian Kestner, Goethes Vorgesetzter und Charlottes Verlobter, im Film den Namen Albert, der aus dem Briefroman stammt. Das Verhältnis der beiden Männer wird kinotauglich aufbereitet und nahezu während der gesamten Handlung als bloße Konkurrenz dargestellt. Dabei wird das Freundschaftliche, Herzliche zwischen Kestner (Moritz Bleibtreu) und Goethe nur in wenigen Szenen deutlich herausgearbeitet, so beispielsweise in einem gemeinsamen Jagdausflug. Lotte, die sich schweren Herzens zugunsten der Verlobung mit Kestner von Goethe trennen muss, um die finanzielle Sicherheit der Großfamilie zu gewährleisten, ist tatsächlich bereits versprochen, bevor sie Goethe kennenlernt.

Was Goethe wesentlich bei der Erstellung seines Briefromans inspiriert hat, ist neben seinen Erfahrungen die tragische Geschichte seines Freundes und Kollegen Karl Wilhelm Jerusalem, der sich aus unerfüllter Liebe zu einer verheirateten Frau erschießt. Goethe ist im Film bei der Tat anwesend, was tatsächlich nicht der Fall war, aber den Bezug zwischen Goethes eigenen Erfahrungen, der Tragik seines Freundes und dem Briefroman anschaulich erklärt.

Verschiedene Elemente des Streifens sind rein fiktiv, so zum Beispiel ein Duell mit Kestner und ein darauffolgender Gefängnisaufenthalt. „Werther“ entsteht dementsprechend nicht dort und wird auch nicht wie im Film gezeigt von Lotte verlegt. Goethe hatte außerdem keine sexuelle Begegnung mit der Dame seines Herzens. Dass er als Student durchs Staatsexamen fällt, bietet zwar eine wunderbare Vorlage für die Anwendung des Zitats „Lecket mich!“ aus dem Drama „Götz von Berlichingen“, ist aber unhistorisch.

Neben diesem Zitat stecken im Drehbuch mal mehr und mal weniger offensichtlich zahlreiche weitere bekannte aus Goethes Schriften und Werken, die sich geschickt in die Filmhandlung einfügen.

Stölzl gelingt es mit „Goethe!“ mehrere Zielgruppen anzusprechen und für den Dichter zu begeistern. Goethes Weg zum Schriftsteller wird gut skizziert. Die Kinoproduktion ist spannend und unterhaltsam gestaltet, die Sprache an die damalige angelehnt, aber an die heutige angepasst, Filmmusik emotional eingesetzt und Schauspieler gekonnt gewählt. Der Regisseur vereint historische Begebenheiten mit dem zu diesem Lebensabschnitt Goethes passenden „Werther“ und schafft es dabei, die starken Emotionen des Werkes auf die Leinwand zu bringen und das Kinopublikum zu bewegen.

„Goethe!“ kann nicht als ein reiner biographischer Ausschnitt und auch nicht als historisch einwandfrei angesehen werden, sondern als ein künstlerisch umgesetzter Auszug aus Goethes Leben und Schaffen gleichermaßen. Ein Film, der aus anspruchsvoller Thematik leichten Stoff macht und so ein breites Publikum dafür begeistert. Sehenswert, nicht nur für Deutsch-Leistungskurse!

 


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Schriftliches Abitur

Abiturienten, die wegen der angekündigten Schneefälle unsicher sind, ob sie die Schule an den Prüfungstagen pünktlich von ihrem Wohnort aus erreichen können, bietet das Gästehaus des Kloster (Telefon 02662/9535-255 oder 9535-0) eine Übernachtungsmöglichkeit an.



Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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