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Abi-Aktion 2018

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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


PID - eine Entscheidung, die das Gewissen der Nation berührt






v.o.l.n.u.r.: Josef Winkler, Peter Liese, Dr. Christina Zulauf, René Röspel


von Laura Witzenhausen und Leon Schuchmann, MSS 12

 

Selektieren wir mit der PID gezielt menschliches Leben oder geben wir die Chance auf gesundes Leben trotz hohem genetischen Risiko? Das sind die extremen Positionen in der Diskussion um die Präimplantationsdiagnostik, besser bekannt als PID. Vor kurzem stand im Ethikrat dieses kontroverse Thema zur Abstimmung. Auch der Bundestag wird über einen Gesetzesentwurf entscheiden müssen. Doch was genau ist die PID und was sind die Argumente dafür oder dagegen?

 

Die beiden Panoptikumreporter Laura Witzenhausen und Leon Schuchmann, beide MSS 12, sprachen mit Mitgliedern des Bundestages, des Europaparlaments und einer Gynäkologin, um sich sowohl über die medizinischen als auch die ethischen Hintergründe zu informieren. Im Rahmen dessen, waren sie in der Lage, sich eine eigene Meinung zu bilden. Nachfolgend sind eine medizinische Erklärung über die Praxis der PID und die Interviews zu finden.

 

„Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit[...]“(GG Art.2 §2). Einer der ersten Artikel des deutschen Grundgesetzes stellt ganz klar das Recht auf Leben in den Vordergrund. Viele der PID-Gegner bauen ihre Argumentation auf diesem Grundsatz auf. Doch wie ist „jeder“ zu definieren? Und wann beginnt das zu schützende Leben? Hat eine extrakorporal befruchtete Eizelle dasselbe Recht wie du und ich?<

 

Die Frage nach dem Beginn des Lebens ist ganz klar im ESchG (Embryonen Schutz Gesetz) geregelt. Es sagt aus, dass der Beginn des Lebens auf die Befruchtung zu datieren ist. Aus diesem Grund hat auch eine extrakorporal befruchtete Eizelle das Recht auf Leben, selbst wenn sie nicht eingepflanzt wird. Diese Auffassung wird von allen uns befragten Politikern geteilt. Auch die Gynäkologin Dr. Christina Zulauf stellte dies nicht in Frage, jedoch sollte man nach ihren Worten keinen „Embryo im Reagenzglas“ höher stellen und damit mehr schützen als einen eingepflanzten Embryo. Jede werdende Mutter in Deutschland kann sich unter bestimmten Umständen sich dazu entscheiden, ihr Kind straffrei abtreiben zu lassen. Geregelt wird diese Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs in §218a StGB. Warum ist es dann laut §2 Absatz 1 ESchG Tötung, einen extrakorporalen Embryo auszusortieren, was mit Freiheitsstrafen geahndet wird, obwohl es auch genau genommen „nur“ eine straffreie Abtreibung in einem sehr frühen Stadium ist? Sicher ist, dass das ESchG die PID momentan weder erlaubt noch verbietet. In jedem Falle muss nach der Abstimmung des Bundestages ein Gesetz verabschiedet werden, das die PID klar regelt. Eine Änderung des ESchG ist hierbei unumgänglich.

 

Inwiefern sollte der Wille der Eltern bei dieser Diskussion berücksichtigt werden?

 

Es ist nicht zu bestreiten, dass ein Kind mit schwerer Erkrankung und/oder geringer Lebenserwartung eine hohe physische und vor allem psychische Belastung für jede Familie darstellt. Genau da greift die PID. Paaren, bei denen ein Gendefekt in der Familie bekannt ist und die eventuell schon Kinder auf Grund von dieser Anomalie sterben sehen mussten, wird durch die PID eine Möglichkeit eröffnet, ein Kind ohne diese Erbkrankheit zu bekommen. Für Josef Winkler, MdB, Kirchenpolitischer Sprecher der Bündnisgrünen und Gegner der PiD, ist es „eine unethische Herangehensweise“, dies von den Interessen der möglichen Eltern aus zu betrachten und zu sagen, dem Elternrecht habe sich das Lebensrecht des Embryos oder mehrerer Embryonen absolut unterzuordnen. Weil „es ungerecht sei“ oder „irgendetwas Unzumutbares“, ein behindertes Kind zu bekommen, dürfe als Argument in seinen Augen nicht anerkannt werden, denn niemand habe das Recht auf „eine Garantie ein gesundes Kind zu kriegen“. Dr. Christina Zulauf dagegen gesteht „jeder Frau oder jedem Paar zu, dass sie für sich entscheiden dürfen, ob sie ein Leben mit einem behinderten Kind bewältigen können oder nicht.“ Dies wirft die Frage auf, in wie weit der Staat in die persönliche Entscheidung der werdenden Eltern per Gesetz eingreifen darf. Für den Europaparlamentarier und PID-Kritiker Peter Liese, CDU, ist die Notlage durchaus verständlich, jedoch „heilige der Zweck nicht die Mittel“. Umgekehrt müsse den Eltern aber auch das Recht garantiert werden, sich für das behinderte Kind zu entscheiden. Denn die Diskriminierung von Behinderten durch die Gesellschaft dürfe nicht durch Gesetze angeregt werden. Liese bezweifelt, dass sich die gesamte Gesellschaft an hohe moralische Maßstäbe hält und sieht bei einer liberalen Handhabung der PID die Gefahr eines allzu leichtfertigen Umgangs mit dem werdenden Leben.

 

Ist die Gefahr der „Designerbabys“ in einer aufgeklärten Gesellschaft wie unserer wirklich akut?

 

Generell ist es Ziel der PID, Genanomalien zu erkennen und nicht äußerliche Merkmale der Kinder zu manipulieren. Es kann nicht Sinn und Zweck der Diskussion sein, einen Streit über angeblich machbare Aussehensmodifikationen auszutragen, da diese in naher Zukunft technisch gar nicht umsetzbar sind. Es geht nur um die Legalisierung einer Untersuchungsmethode, die es ermöglicht, schwere Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus ist der Schritt zu sagen: „Wir wollen eine IVF.“ (In-vitro-fertilisation) schon belastend genug, als dass man dann noch wählerisch wäre. Dennoch sind sich auch die Befürworter der PID einig, dass eine unbeschränkte Anwendung nicht verantwortbar ist.

 

Welche Einschränkungen sollte es bei der PID geben?

 

„Der Gesetzgeber muss eben sehen, was aus der Vielzahl der berechtigten individuellen Fälle entstehen kann. So wie bei einer Gauß’schen Verteilung das, was am Rande ausfranst“, so beschreibt MdB Rene Röspel, SPD, die Pflicht des Gesetzgebers klare Grenzen bei der Legalisierung der PID zu schaffen. Ein Gesetzesentwurf des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) sieht daher beispielsweise eine „Verpflichtung zu einer medizinischen und psychosozialen Beratung vor der Untersuchung“, „ein positives Votum einer Ethikkommission“ und „strenge Dokumentations- und Berichtspflichten“ vor. Außerdem dürfe eine PID nur in „bestimmten lizensierten Zentren“ durchgeführt werden. Generell soll die PID aber verboten werden. Die zulässigen Ausnahmefälle seien nur Ausnahmeregelungen. Desweiteren müsse hierfür ein Katalog entwickelt werden, der klar festlege, welche Erkrankungen schwerwiegend genug seien, um sie „auszusortieren“. In diesem Zusammenhang zitiert Dr. Christina Zulauf einen Offenen Brief der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und des Berufsverbandes der Frauenärzte: „Es müssen ganz enge Richtlinien sein. Es dürfen nur wenige autorisierte Institute in Deutschland die PID durchführen. Es muss dazu einen offiziellen Katalog dazu geben, was als schwere Erkrankung gilt. Das ist natürlich der große Knackpunkt“. Mit diesem „großen Knackpunkt“ meint sie die Schwierigkeit in der Frage, welche Krankheit ein Menschenleben derart einschränkt oder es so massiv verkürzt, dass man die „Erlaubnis“ zur Abtreibung geben darf. Außerdem kann es kein „Allroundscreening“ geben, das es ermöglicht, jede in diesem Katalog ausgeführte Krankheit auf einmal zu testen. Daneben gibt es neuerdings auch das „Recht auf Unwissenheit“, das es einem Mediziner erlaubt, nach einem Gentest nur eine Aussage über die zu testende Genanomalie zu machen. So darf ein Mediziner dann dem Paar eine andere vielleicht festgestellte Krankheit vorenthalten. Dadurch wird das fragwürdige Recht auf ein gesundes Kind völlig irrelevant.

 

Der größte Streitpunkt ist und bleibt aber die Frage, ob man ethisch korrekt handelt, wenn man eine PID durchführt oder durchführen lässt.

 

Auf der einen Seite stehen da die Grundsätze, die sich aus den christlichen Geboten herleiten: Du sollst nicht töten, aber auf der anderen Seite versucht eine Gesellschaft immer Leid zu verhindern. Und die eigenen Kinder eventuell sogar sterben zu sehen, ist eindeutig das größte Leid, das Eltern widerfahren kann, auch wenn es sich dabei „nur“ um Einzelschicksale handelt. Ist es daher ethisch korrekter, dies zu vermeiden oder eine „Aussortierung“ vor der Einpflanzung ganz zu verbieten?

Wenn wir auf unsere europäischen Nachbarländer schauen, sehen wir, dass diese bereits eine Entscheidung gefällt haben. Sie haben die PID als moralisch und ethisch vertretbare Praktik anerkannt.

Der Gesetzgeber befindet sich hier in einem Zwiespalt, da er die PID gesetzlich regeln und dabei auf die individuellen moralischen Grenzen der Bevölkerung eingehen muss. Dieses Gesetz kann somit nur ein Kompromiss aus dem „Mix der Meinungen“ werden.

 

Nachdem wir uns die Meinungen unsere gewählten Vertreter und einer medizinischen Expertin angehört haben und uns intensiv mit der Thematik beschäftigt haben, sehen wir uns nun in der Lage, ein Fazit zu ziehen: Wir sehen in der Präimplantationsdiagnostik keine zu verbietende medizinische Möglichkeit. Sie ist definitiv mit Einschränkungen zu legalisieren. Paare, die überhaupt dafür in Frage kommen, sollten die Möglichkeit haben, sich für körperlich unversehrte und lebensfähige Kinder zu entscheiden. Denn auch wenn das Lebensrecht von Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen auf keinen Fall zu bestreiten oder einzuschränken ist, sollte man auch die Lage der Eltern berücksichtigen und deren Entscheidungen respektieren, egal ob sie sich für oder gegen ein Kind mit starken Erkrankungen entscheiden.

Wir reden hier nicht von einem Massenphänomen, sondern nur von einem winzigen Bruchteil aller Schwangerschaften, und somit ist es auch völlig legitim, mit Einzelschicksalen zu argumentieren. Die PID betrifft schließlich nur die IVF-Patientinnen und von denen auch nur diejenigen Paare, bei denen ein genetischer Defekt im Stammbaum bekannt ist. Die Frage nach Designerbabys ist unserer Meinung nach indiskutabel, da die Realisierbarkeit gar nicht gewährleistet ist und selbst wenn, kann der Gesetzgeber dies schlicht und ergreifend verbieten. Außerdem ist die PID die „sicherste“ Methode eine Krankheit zu 100% festzustellen, da andere Untersuchungsmethoden, wie zum Beispiel die Fruchtwasseruntersuchung, ein Risiko für Fötus und Mutter darstellen. Darüber hinaus ist es um einiges weniger traumatisch, eine befruchtete Eizelle nicht einzupflanzen, als später eine Abtreibung vorzunehmen, wenn die Eltern sich aufgrund einer schwerwiegenden Krankheit gegen das Kind entscheiden.


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Schriftliches Abitur

Abiturienten, die wegen der angekündigten Schneefälle unsicher sind, ob sie die Schule an den Prüfungstagen pünktlich von ihrem Wohnort aus erreichen können, bietet das Gästehaus des Kloster (Telefon 02662/9535-255 oder 9535-0) eine Übernachtungsmöglichkeit an.



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