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Sozialfonds

Der Förderverein unterstützt alljährlich Schüler und Schülerinnen, deren Eltern Schwierigkeiten bei der Finanzierung außerunterrichtlicher Aktivitäten, z.B. Schulfahrten, Wandertage etc., haben.

Der Ansprechpartner für diesen Fonds ist Herr Pulfrich, den sie gerne mit marienstatt[a]pulfrich.com kontaktieren können.

Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt.




Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


„Die Nordsee ist ein Mehr“

„Gymnasium im Dialog“ in Marienstatt zu Chancen und Risiken von Wikipedia















„Die Nordsee ist ein Mehr, ein teil der Atlant, zwischen Grossbritannien, Skandinavien, und Friesland.“ Wortwörtlich so sah der allererste Eintrag zum Stichwort „Nordsee“ in der Online-Enzyklopädie Wikipedia aus. Als der Schreiber mit dem Namen „LA2“, der wohl aus Dänemark stammt, dies am 17. Mai 2001 um 4.55 Uhr eingetragen hatte, hatte noch niemand ahnen können, welchen „Siegeszug“ das werbefreie Onlinelexikon einmal antreten würde. Heute gehört Wikipedia weltweit zu den „Top 10“ der meistangeklickten Seiten – zusammen mit Weltkonzernen wie Google, Facebook und Twitter. Für Schüler, aber auch für viele erwachsene Online-User ist Wikipedia die erste Anlauflaufstelle, wenn es um Online-Recherche geht. Trotz der vielen Möglichkeiten der Wissensbeschaffung sollte aber auch immer ein kritischer Blick auf die Gefahren im Hinterkopf erhalten bleiben. Dies war auch das Ergebnis der zwölften Veranstaltung in der Reihe „Gymnasium im Dialog“, die in der Annakapelle des Privaten Gymnasiums Marienstatt stattfand.

Referent des Abends war der aus Neu-Isenburg stammende Jurist Dr. Jürgen Fenn, der seit 2005 als mit dem Synonym „Aschmidt“ selbst ehrenamtlich als Autor bei Wikipedia tätig ist. Sein Ziel ist es aber auch, die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrenden zu verbessern, und deshalb arbeitet er seit Sommer 2010 als Referent im Schulprojekt „Wikimedia“ mit. Das Projekt möchte keine Werbung machen – das hat Wikipedia bei seinem hohen Bekanntheitsgrad gar nicht nötig –, sondern vielmehr Schülern, Lehrern und Eltern den kritischen Umgang mit Wikipedia näher bringen.

Bereits am Vormittag

Wikipedia wurde 2001 von Jimmy Wales und Larry Sanger in den USA gegründet. Die deutschsprachige Version der „freien Enzyklopädie“ gibt es seit März 2001 und umfasst heute 1,2 Millionen Artikel – gedruckt wären das über 620 dicke Bände im Brockhaus-Format. Seit dem Zeitpunkt der Gründung befinden sich bis heute etwa 17 Millionen Artikel in knapp 270 Sprachen auf dieser Website. Zudem wird Wikipedia als „Leitmedium“ angesehen, da viele Benutzer, besonders häufig Jugendliche, dieses vorrangig oder sogar ausschließlich als Informationsquelle nutzen.

Der Dialog-Abend in Marienstatt begann mit einem interessanten und lehrreichen Vortrag von Dr. Fenn zur Arbeitsweise von Wikipedia. Er verwies unter anderem darauf, dass die Website keine feste Redaktion habe und die Schreiber ehrenamtlich tätig seien – übrigens zu 90 Prozent Männer: „Diese Zahl muss man sich vergegenwärtigen: Bei Wikipedia fehlt der ‚weibliche Blick‘ nahezu komplett“, erklärte der Jurist. Während die technischen Artikel eine hohe Qualität aufwiesen, gebe es beispielsweise im Bereich der Kunst viele mangelhafte Texte. Insgesamt sind es etwa 100.000 angemeldete Benutzer mit steigender Tendenz, die sich als „Wikipedianer“ daran beteiligen, eine freie Universal-Enzyklopädie aufzubauen.

Die Internetseite ist inzwischen selbst für andere Medien eine unerlässliche Informationsquelle geworden, was bei unreflektierter Übernahme bestimmter Sachverhalte auch zu Problemen führt: „Die Journalisten zitieren aus Wikipedia, die Wikipedia-Autoren wiederum aus der Zeitung – es entsteht ein medialer ‚Wischwasch‘, bei dem völlig unklar ist, ob erst die Henne oder erst das Ei vorhanden war.“ Fenn nannte beispielhaft den Artikel zum Verteidigungsminister a. D. zu Guttenberg: „Irgendein Spaßvogel hatte ihm über Nacht einen zehnten Vornamen angedichtet. Bereits am nächsten Tag titelte die Bildzeitung: ‚Müssen wir uns diesen Namen merken?` Neben den neun richtigen Vornamen stand auch die Wikipedia-Erfindung ‚Wilhelm‘ auf der Titelseite.“ Damit machte Fenn deutlich, dass jeder Internet-User Artikel verändern kann – oft zum Richtigen, manchmal aber eben auch zum Falschen: „Glauben Sie nicht alles, was bei Wikipedia steht!“ Die Autoren von historischen Texten seien „nahezu nie Historiker“ oder die Schreiber von Artikeln zum Thema Jura meist Studenten in den Anfangssemestern: „Das merkt man leider überdeutlich.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Deutschlehrer Christian Pulfrich moderiert wurde, tauschten sich zehn Schüler, Lehrer und Eltern des Privaten Gymnasiums Marienstatt sowie der Referent kontrovers über ihre Erfahrungen mit Wikipedia aus. Im Anschluss an die Eingangsstatements der Teilnehmenden entstand eine rege Diskussion, in die auch das Publikum einbezogen wurde. Die Schüler Leon Schuchmann (MSS 12) und Malena Todt (MSS 11) waren sich darin einig, dass Wikipedia nur als Erstquelle akzeptabel sei, um sich einen Überblick zu einem bestimmten Thema zu verschaffen. Katja Grimm (MSS 12) steht der Website eher kritisch gegenüber: „Ich bin der Ansicht, dass man Wikipedia nicht zur Recherche für Referate verwenden sollte und dass die Website nicht die eigene Denkleistung ersetzen kann.“ Dieser Meinung schloss sich die Studienreferendarin Eva Höchst an, die Wikipedia nur als „Starterpaket“ empfehlen wollte. Informatiklehrer David Brungs hingegen hält die Internetseite für „unverzichtbar“ im schulischen Alltag: „Ich empfehle meinen Schülern, diese zu nutzen.“ Auch der 1. stellvertretende Schulleiter Stephan von den Benken meldete sich aus dem Publikum zu Wort und schloss sich dieser Meinung an: „Wikipedia muss im Unterricht vorkommen, man kann das gar nicht mehr vermeiden.“ Dies begründete er damit, dass durch Wikipedia eine schnelle Verfügbarkeit von Informationen bestehe: „Jedes Stichwort ist ein Treffer.“ Schulleiter Klemens Schlimm, selbst Deutsch- und Geschichtslehrer, war hingegen der Ansicht, dass Wikipedia eine seriöse Printform nicht ersetzen könne. Dieser Meinung schloss sich Ulrich Persch, Fachbereichsleiter Deutsch, an: „Meine Schüler dürfen Wikipedia nutzen, müssen aber immer auch eine Printquelle angeben.“ David Brungs gab hingegen zu bedenken, dass auch Schulbücher keineswegs fehlerfrei seien. Reiner Rühmann, Schulelternsprecher und im Hauptberuf Richter am Landgericht Montabaur, warf ein, dass ihm in Wikipedia „die individuelle Verantwortlichkeit“ der Autoren fehle, was die Elternvertreterin Dr. Julia Uwira, selbst promovierte Physikerin, bestätigte. Auch der 2. stellvertretende Schulleiter, Pater Jakob Schwinde, meldete sich aus dem Publikum zu Wort und stellte die Anonymität von Wikipedia-Autoren und damit ihrer Artikel in Frage. „In Schulbüchern stehen auch keine Autoren“, konterte David Brungs. Referent Jürgen Fenn schloss mit dem Appell, die Vielfalt der Quellen zu nutzen und den Schülerinnen und Schülern einen verantwortlichen Umgang mit den Medien unserer Zeit näherzubringen. „Wikipedia kann eine von mehreren Quellen sein, man muss sich aber über die Fallstricke bewusst sein.“

Dr. Frank Grieß, Vorsitzender des Marienstatter Fördervereins, der die Veranstaltungsreihe seit 2002 trägt, bedankte sich nach dem über zwei Stunden andauernden, abwechslungsreichen Abend für die muntere Podiumsdiskussion. Auch er unterstützte abschließend die in der Diskussion dominierende Position, Wikipedia als „sinnvolles Ergänzungswerk“ zu nutzen: „Das eine tun, ohne das andere zu lassen, also einen kritischen Umgang mit allen zur Verfügung stehenden Medien unserer Zeit einüben, so könnte das Fazit des Abends lauten.“

Tatjana Tropp und Lena Dörner (beide MSS 12) bereicherten den Abend in musikalischen Beiträgen mit Klavier und Gesang. Podiumsmitglieder, die vom Förderverein noch ein kleines Präsent erhielten, und Gäste ließen den interessanten Abend bei „Brot & Wein“ ausklingen.

Schon am Morgen hatte Dr. Fenn den Schülerinnen und Schülern beider Deutsch-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 11 einen vierstündigen Blick „hinter“ die Artikel von Wikipedia gegeben. Dabei zeigte er spektakuläre Fehler auf: „Der Naturfilmer Horst Stern wurde auf Grund einer Falschinformation einer Wikipedia-Autorin am 06. Mai 2010 für tot erklärt.“ Dieser Fehler habe fast einen ganzen Tag lang online gestanden: „Stellen Sie sich vor, Sie müssten ein Referat über Horst Stern halten und greifen nur auf Wikipedia als Quelle zurück“, öffnete Dr. Fenn den Schülern die Augen. Der Referent machte auf sogenannte „Exzellent-Artikel“ aufmerksam, die mit einem kleinen grünen Stern gekennzeichnet seien und bei denen man sich „einigermaßen auf die Richtigkeit“ verlassen könne. Die Schüler der beiden Deutsch-Leistungskurse werden nun als „Multiplikatoren“ in den Deutsch-Grundkurse ihres Jahrgangs aktiv werden und dort die neu gewonnenen kritischen Einblicke in Wikipedia an ihre Mitschüler weitergeben.

 

Janine Weinbrenner (MSS 12)




07.06.11

Fenn: "Glauben Sie nicht alles, was auf Wikipedia steht

Rege Diskussion bei "Gymnasium im Dialog"




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Die MSS 11 + 12 fahren nach Taizé



Die diesjährige Reise nach Taizé findet vom 10. bis 18. August 2019, also am Ende bzw. nach den Sommerferien statt.

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Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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