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Abi-Aktion 2018

Die Abi-Aktion 2018 möchte die Diakonie im Westerwald sowie die Familien von zwei Mitschülern unterstützen - nähere Informationen finden Sie hier.

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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Martin Hellenthal

* 22. Januar 1997
† 26. März 2012















„Im Dunkel unsrer Nacht …“

 

Mehr als 300 Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Eltern versammelten sich zum Gedenkgottesdienst in der Basilika, um als Schulgemeinschaft Abschied zu nehmen von Martin Hellenthal (Klasse 9b), für ihn und seine Familie zu beten und Trost zu finden im gemeinsamen Singen von der größeren Hoffnung in Christus. Der Mittel- und Oberstufenchor, in dem Martin in den letzten Jahren mit Begeisterung gesungen hatte, gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Im Anschluss an die Emmausgeschichte (Lk 24, 13-35) hielt P. Jakob Schwinde folgende Ansprache:

 

Es war Ostern. Aber für die Jünger Jesu war es das erste Ostern ohne ihren Freund. Plötzlich tot – nicht mehr da – nie mehr bei ihnen. Die Jünger sind allesamt verstört, kommen damit nicht klar. Lukas berichtet in dieser Episode von zweien, die unterwegs sind. „Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte“, steht da ganz schlicht. Was sie gesprochen haben, wird nicht überliefert, aber wir können uns denken, dass es kein normales Gespräch gewesen ist. Über was spricht man nach dem Tod eines Freundes? Vielleicht haben sie Jesus Vorwürfe gemacht: „Mensch, du wusstest doch, was kommt. Warum bist du trotzdem nach Jerusalem gegangen – sehenden Auges in den Tod? Warum hast du das getan?“ Vielleicht haben sie sich selbst Vorwürfe gemacht: „Hätten wir ihn nicht davon abhalten können? Hätten wir nicht noch mehr tun können für ihn?“ Vielleicht haben sie anderen die Schuld gegeben: „Die Römer sind schuld. Und die Führer unseres eigenen Volkes auch. Die haben ihn doch gemeinsam ans Kreuz gebracht.“ Vielleicht haben sie die Schuld auch in ihrer eigenen Jüngerschar gesucht: „Weißt du noch, was der ihm letztens gesagt hat? Und der andere hat ihn verraten!“

 

Was die Jünger gesprochen haben? Wir wissen es nicht. Aber dies alles und noch anderes wäre nicht abwegig, ja sogar menschlich. Wenn ein Mensch plötzlich stirbt, wenn ihm das Leben genommen wird, und besonders, wenn sich ein Mensch selbst das Leben nimmt, sind mit einem Mal so viele Fragen da. Fragen ohne Antworten. Warum nur? Und es ist ein menschlicher Reflex, die Schuld zu suchen, Schuldige auszumachen, Schuld zuzuweisen: sich selbst oder anderen. Man hat das, und man tut das – und man kann nichts dagegen machen. Aber man spürt auch: Das hilft nicht weiter. Das macht uns kaputt. Und damit machen wir, die wir zurückbleiben, uns kaputt.


Nach dem selbstgewählten Tod unseres Schülers und Mitschülers Martin Hellenthal haben wir auch so viele Fragen. Jeder von uns wird sie sich mehr oder weniger stark und je anders gefärbt stellen. Unsere Fragen bleiben offen, und dennoch müssen wir sie stellen – ihm und uns.



Es ist schwer, mit ungelösten Fragen leben zu müssen, aber das gehört jetzt noch stärker zu uns und unserem Leben hier – ohne Martin. Was wir jetzt nicht tun dürfen, ist: uns den Schuldgefühlen überlassen. Und womöglich zu versuchen, sie auflösen zu wollen, indem wir sie von uns abwenden, ja auf andere werfen. Die Frage nach der Schuld kommt hoch, aber sie ist die falsche Frage nach deinem Tod, Martin. Die falsche Frage an dich, die falsche Frage an jeden von uns, die falsche Frage an uns selber. Das Nicht-Verstehen-Können bleibt. Und es muss so stehen bleiben, so unerträglich das ist. „Vielleicht sollten wir uns von dem Aberglauben lossagen, alles verstehen zu müssen, und uns zu der Einsicht bekehren, im Höchstfall imstande zu sein, mit unserem Unverständnis verständnisvoll umgehen zu können.“ Dieses Zitat hat jemand in das Trauerbuch für Martin geschrieben.

 

Während die Jünger miteinander reden – traurig, aufgewühlt, wütend, ratlos – kommt Jesus dazu und geht mit ihnen. Sie erkennen ihn nicht und sie können schon gar nicht kapieren, dass dieser Unbekannte keine Ahnung hat, was da ein paar Tage zuvor passiert war. „Hast du denn gar keine Ahnung?“ – „Begreift ihr denn immer noch nicht? … Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?“ Das ist die Antwort des zum neuen Leben auferstandenen Jesus. Und er meint damit: Mein Vater hat mich nicht im Tod gelassen, damit auch ihr nicht im Tod verharrt. Damit ihr nicht trauert wie die, die keine Hoffnung haben. Damit ihr nicht im Schmerz zerfließt, weil ihr denkt, der Tod ist das Ende. Damit ihr vielmehr glaubt, dass meine Herrlichkeit, in der ich jetzt nach meiner Auferstehung lebe, auch eure Herrlichkeit wird – schon jetzt, wo ihr weiterleben müsst, ohne mich sicht- und greifbar bei euch zu haben. Und erst recht einmal, wenn ihr selbst aus diesem Leben geht. Ihr sollt wissen: Durch meinen Tod habe ich euren Tod schon jetzt besiegt. Ihr werdet dahin gehen, wohin ich nun gegangen bin. Ich werde euch entgegengehen und mit offenen Armen empfangen. Denn auch ihr werdet auferstehen, wie ich auferstanden bin.



Als er das Brot bricht und es ihnen gibt, erkennen ihn die Jünger endlich. Sie erkennen den Auferstandenen: Mensch, wir haben´s doch gespürt, schon als er mit uns redete. Aber wir wollten es nicht wahrhaben, nicht glauben. Wir haben uns immer tiefer darin verstrickt, unsere unerträglichen Fragen, die wir haben, selbst lösen zu wollen – und wir können es doch nicht. Und dann bist du nicht weggegangen, als wir dich gebeten haben: Bleib doch bei uns, denn es wird bald Abend! Es ist so finster in uns. Hilf uns auf! Hilf uns, dir zu trauen. Tröste uns! Halte das Hoffnungslicht in uns wach, dass der Tod für keinen von uns das letzte Wort hat, so wie er es für dich auch nicht hatte. Verwandle unsere Fragen, dass sie Fragen nach dem Leben werden!

 

Was ist Leben für uns? Was ist Leben für mich? Und wie kann ich den Tod überleben? Anne Morrow Lindbergh, die 2001 mit 95 Jahren starb, hat ihren Mann, den berühmten amerikanischen Piloten Charles Lindbergh, dem 1927 der erste Alleinflug über den Atlantik von New York nach Paris gelang, um 27 Jahre überlebt. Diese starke Frau, die nicht nur im Leben, sondern auch im Flugzeug seine Co-Pilotin war, hat einen wunderbaren Satz hinterlassen: „Drei Dinge überleben den Tod: Es sind Mut, Erinnerung und Liebe.“ Diese drei Dinge überleben auch deinen Tod, Martin. Der Mut, dass wir die Fragen aushalten und dass wir sie stehen lassen. Der Mut, deinen Namen auszusprechen und unter uns lebendig zu halten. Der Mut, unserer Trauer Raum zu geben. – Die Erinnerung an das Geschenk deines Lebens. Die Erinnerung an die glücklichen Zeiten und an die schweren Stunden. Die Erinnerung an Abschied und Trauer. – Die Liebe im Denken an dich. Die Liebe, die mit dem Tod nicht endet. Die Liebe, die keine Grenze kennt.

 

Im Trauerbuch, das dort liegt, stehen viele persönliche Worte an Martin. Und genauso wird es in den verschlossenen Briefen an ihn sein, die einige von euch geschrieben haben und die jetzt dort bei seinem Bild liegen. Mutzusagen für ihn nach seinem Tod. Und auch für uns, die wir zurückbleiben. Erinnerungen, Zeichen von Zuneigung, ja Liebe zu ihm und zu seiner Art, so wie er war. Auch wenn wir nicht verstehen können, warum, so dürfen wir fest glauben: Martin ist uns jetzt schon einen Schritt voraus dem auferstandenen Herrn entgegen.

 

Ich lade euch ein, dass wir am Osterlicht unsere kleinen Lichter des tastenden Glaubens entzünden für Martin. Dass er auflebt beim Auferstandenen. Denn es ist Ostern. Und es wird Ostern sein. Und bleiben. Für uns und für ihn.



Aus dem Kondolenzbuch der Schulgemeinschaft

 

Ich hoffe für dich, dass jetzt alles gut ist und dass du von deinem Leid befreit bist.

Du warst ein toller Klassenkamerad.

 

Ich kannte dich nicht so gut, und ich denke, dass keiner von uns versteht, warum du das getan hast. Aber es wird einen Grund gehabt haben, und ich hoffe, dass es dir da, wo du jetzt bist, besser geht als hier unten.

 

Ich hoffe, dass du bei Gott den Frieden findest, den du gesucht hast.

 

Danke für die letzten Monate, in denen du uns ein Freund geworden bist.

Wir werden dich nie vergessen.

 

Dein Humor und deine Art, mit Dingen umzugehen, waren einzigartig.

Mach´s gut!

 

Danke, dass du ein guter Klassenkamerad für mich warst,

und für die guten, aber auch für die schlechten Zeiten!

 

Deine Freude an der Musik hat es deinen Mitmusikern leicht gemacht, dich zu akzeptieren. Unverständnis, Leid und Hilflosigkeit sind jetzt der Kern meiner Gedanken. Mir fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden, um deinen Verlust zu beschreiben.

Ich bitte dich, Gott, Martin in dein ewiges Reich aufzunehmen und ihm deine Güte zu schenken.

 

Vielleicht sollten wir uns von dem Aberglauben lossagen,

alles verstehen zu müssen,

und uns zu der Einsicht bekehren,

im Höchstfall imstande zu sein,

mit unserem Unverständnis

verständnisvoll umgehen zu können.

(Margot Bickel)


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Der Ansprechpartner für diesen Fonds ist Herr Pulfrich, den sie gerne mit marienstatt[a]pulfrich.com kontaktieren können.

Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt.

 



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Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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