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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Vom Kirchenschiff zur Marine





Lisa Marie Rosinski (10b)

Zisterziensermönche, viel Natur, ein großes Kirchenschiff unserer Abteibasilika - vom engen Nistertal im oberen Westerwald zu den unbegrenzten Weiten des Meeres. Auf diese Reise machte ich mich für den 140. Jugendpressekongress, welcher in Flensburg unter dem Thema „Marine und Technik – Chancen für junge Leute“ stattgefunden hat. 125 Nachwuchsredakteure hatten die Möglichkeit, ein Wochenende lang in der Marineschule Mürwik unter Anleitung von Profijournalisten zu arbeiten und dabei ihre Fähigkeiten zu verbessern.

Als ich im Herbst schon einmal eine Veranstaltung der „young leaders“ besuchte, nahm ich von diesem arbeitsintensiven Wochenende viele Erfahrungen mit und hoffte jetzt, daran anknüpfen zu können. Zehn Stunden Zugfahrt standen mir diesmal bevor, als ich mich aus meinen Klostertal auf den Weg nach Flensburg machte; genug Zeit, um mir Gedanken über das bevorstehende Wochenende zu machen. Bei Stillstand des Zuges an seiner Endstation, welche ich bisher nur im Bezug auf chaotische Autofahrer und aus dem Erdkundeunterricht als Beispiel der Infrastruktur einer Stadt am Meer kannte, strömte eine Flut Jugendlicher im Alter von 15 bis 19 Jahren auf den Bahnsteig. Sofort wurden Kontakte geknüpft und wir machten uns mit dem Bus auf den Weg zur Marineschule Mürwik. Als diese im Blickfeld erschien, verstummten alle Stimmen im Bus, denn das Bild, welches sich uns bot, war schlichtweg atemberaubend. Die verschiedenen Gebäude ragten imposant in den Himmel und es war sofort klar, dass sie die verschiedensten Geschichten erzählen konnten. Vergleichbar mit „Hogwarts“ aus Harry Potter oder „meinem“ Kloster im Nichts der Westerwälder Weiten.

Nach der Zimmerverteilung erwartete uns ein nächtlicher Spaziergang, denn die Mädchen waren in Kasernen untergebracht, welche sich auf der weitläufigen Anlage, ein gutes Stück vom Hauptgebäude entfernt, befanden. Schon nach wenigen Schritten im Dunkeln passierten wir ein Schild „Militärischer Sicherheitsbereich; Unbefugtes Betreten verboten! Vorsicht Schusswaffengebrauch!“, welches uns alle ein wenig zum Zögern brachte, doch als unsere Teamerin uns versicherte, dass momentan nicht geschossen wird, setzten wir unsere kleine Wanderung fort, wobei wir die Betonung von „momentan“ zur Kenntnis nahmen. Wir passierten die verschiedensten Funkionsgebäude, wie beispielsweise die Lehrwerkstatt für die Ausbildung der Waffenoffiziere oder Sportstätten, bis wir an dem Haus ankamen, in welchem wir schlafen durften. Beim Betreten der Zimmer wunderten wir uns alle, dass die Einrichtung so karg gehalten war. Es gab ein Hochbett, einen Tisch mit zwei Stühlen, zwei Spinde und ein Waschbecken mit Spiegel. Alles in einem Raum, welcher zwei Meter Breite und vier Meter Länge maß. Für unser Wochenende reichte das natürlich völlig aus, wir hielten uns nur zum Schlafen in den Zimmern auf, aber wenn man sich bewusst machte, dass die Kadetten der Marineschule über einen langen Zeitraum so beengt zusammenlebten, konnte man sich vorstellen, dass der Zusammenhalt entsprechend stark sein muss. „Wenn man sich mit dem Schiff auf hoher See befindet, hat man viel weniger Platz, dagegen sind diese Zimmer schon Luxus!“, berichtete uns ein Offizier. Dadurch, dass wir alle eine lange Reise hinter uns hatten und die Wecker für den nächsten Morgen auf sechs Uhr gestellt waren, kehrte schnell Ruhe in unserer Etage ein.

Am folgenden Tag machten wir uns in der Dämmerung, alle noch etwas verschlafen, auf den Weg zurück zum Hauptgebäude und nahmen dabei die wundervolle Lage der Marineschule direkt am Meer zum ersten Mal so richtig wahr: Direkt am Meer gelegen, wie eine Trutzburg in einer Bucht. Begrüßt wurden wir vom Nikolaus – also nicht persönlich, sondern in Schokoladenform, schließlich gedachten an diesem Tag Menschen in aller Welt des Bischofs von Myra. Beim Betreten des mit Holz getäfelten Essenssaals fiel der Blick zuerst auf ein riesiges Gemälde, welches die eine Seite der Wand zierte und Schiffe auf hoher See zeigte, außerdem standen im ganzen Raum verteilt große Schiffsmodelle: Marienschule live – welch Faszination! Zum Meer hin offenbarte eine riesige Fensterfront, mit angeschlossenem Wintergarten, einen wunderschönen Blick auf das Meer, welchen man beim Essen genießen durfte. Auch konnte man zur frühen Stunde schon erahnen, dass das Wetter es freundlich mit uns meinte und uns ein Tag mit blauem Himmel und kräftigem Sonnenschein erwartete – nur der Wind war fast westerwäldisch. Gestärkt vom reichhaltigen Frühstück wurden wir in der beeindruckenden Aula von Flottenadmiral Stawitzki „dem Dumbledore von Mürwik“ willkommen geheißen und er erzählte uns einige interessante Fakten zur Geschichte der Marineschule, welche 1907 ihren Anfang findet. Nach diesem kurzen ersten Plenum machten wir uns alle auf den Weg in die jeweiligen Gruppen. Ich war in einem der zwei „Printteams“, unsere Aufgabe war es, zusammen mit „Welt-Redakteurin“ Julika Meinert, das andere Team mit überzeugenderen Artikeln auszustechen und den eigenen Text in der Kongresszeitung zu platzieren. Doch damit all dies gelingen konnte, haben wir mit einigen Grundlagen, wie dem richtigen Recherchieren und den verschiedenen Formen des Journalismus, begonnen. Im Anschluss daran wurden die einzelnen Artikel verteilt und in der Zeit bis zum Mittagessen hörten wir einen Vortrag von Diplom-Psychologe Reinhard Werner, gleichzeitig Geschäftsführer der „young leaders GMBH“, über Zukunftsstrategien für das 21. Jahrhundert.

Beim anschließenden Mittagessen wurde fleißig über die bereits verteilten Themen diskutiert und viele haben die Chance genutzt, um ein Foto der Marineschule bei strahlend blauem Himmel und einer kräftigen Dezembersonne zu machen. Nach dieser stärkenden Pause haben alle Teams etwas anderes erlebt. Eine Gruppe hörte einen Vortrag mit kurzer Präsentation von Minentauchern, eine andere durfte einen Schiffssimulator, welcher auch zur nautischen Ausbildung der Kadetten benutzt wird, bedienen und wir besichtigten das hauseigenen Museum, welches in der alten Kommandeurvilla liebevoll eingerichtet einen passenden Platz findet. Es war sehr interessant, Sachen, welche man im Geschichtsunterricht vermittelt bekommt, auch in der Realität zu sehen: Fotos von Einsätzen, Uniformen und Waffen sowie Schiffsmodelle. Definitiv ein Highlight war für mich an diesem Tag der Vortrag von Flottenadmiral Carsten Stawitzki über die Zukunft der Marine und Karriere-/Ausbildungsoptionen. Vor diesem Wochenende dachte ich, dass Bund und Marine für mich auf keinen Fall in Frage kommen, doch nach dem Referat habe ich viele Ansichten geändert und mein Blickfeld erweitert.

Nun aber begann die wirkliche Arbeit: In der sogenannten „Medienbörse“ hatten wir die Möglichkeit, uns über die diversen Berufsfelder zu informieren und mit Marineangestellten ins Gespräch zu kommen. Uns standen knappe Zeitfenster zur Verfügung, um eine Person zu interviewen – „richtigen“ Journalisten wird es in ihrem Alltag kaum besser gehen: In kurzer Zeit müssen über ein Thema, von dem man zuvor wenig gehört hat, viele Informationen gesammelt, eingeordnet und bewertet werden. Ich hatte mir den 33-jährigen Minentaucher Rene Kollmann „geangelt“, der von sich sagt, dass „er fürs Wasser geboren“ sei und es in seinem Leben nie lange ohne Wasser ausgehalten habe, weshalb er auch von den Fallschirmjägern zu den Minentauchern wechselte. „Für mich ist es ein Anreiz, mich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen – und über mich hinauszuwachsen“, diese Einstellung sei überlebenswichtig bei der Suche nach versteckten Gefahrengütern auf dem Meeresboden. Es machte großen Spaß, mit jemandem, der so viel für unser Land tut, direkt in Kontakt zu treten und ihn mit Fragen zu löchern. Fertig mit dem Interview begann die Schreibarbeit, wir lernten am eigenen Leib, wie stressig es sein kann, unter Druck zu arbeiten und die Pflicht zu haben, innerhalb von 90 Minuten einen qualitativ hochwertigen Artikel abzuliefern. Unsere beiden „Teamer“ redeten sich den Mund fusselig „Leute, die Zeit wird immer knapper“ und wir arbeiteten, was das Zeug hielt. Ein Wunder, dass die Tastauren überhaupt noch funktionieren nach dem wilden Draufherumgetippe. Wie zur Belohnung konnten wir die Premiere eines der beiden Filmteams genießen: Dieser Beitrag war der erste von einem anderen Team, welchen wir zu Gesicht bekamen und es war interessant zu sehen, wie die „Fernsehmacher“ im Vergleich zu uns „Blattmachern“ den Tag erlebt und journalistisch aufgearbeitet haben. Als Tagesabschluss wartete der nächste Höhepunkt des Wochenendes: ein Presseabend auf einem Schiff. Im ersten Moment war ich nicht so sehr begeistert, weil ich auf Schiffen Angst vor dem Untergehen habe, aber als unser Boot dann sogar an einem Steg der Marineschule anlegen durfte – was angesichts des militärischen Sperrgebiets eine Ausnahme darstellte - und sehr vertrauenswürdig aussah, wuchs auch mein Vertrauen. Uns bot sich ein wunderschöner Blick auf die angestrahlte Marineschule mit dem Vollmond im Hintergrund. Auf dem Presseabend tauschten wir uns alle über bisherige Erlebnisse im noch jungen Journalistenleben aus und stellten auf einmal durch unser wechselndes Handynetz fest, dass wir in Dänemark angekommen waren. Nach einer zweistündigen Rundfahrt legten wir sicher in Flensburg am Zivilhafen an und 125 „young leaders“ machten sich auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Aufgrund der eisigen Temperaturen und dem vergangenen anstrengendem Tag, der uns doch irgendwie alle in den Knochen steckte, suchten wir relativ schnell nach einer Bushaltestelle und konnten uns ein Lachen verkneifen, als der ankommende Bus vollgequetscht mit anderen Kongressteilnehmern war – Journalist zu sein ist ganz schön anstrengend. Um dann jedoch wieder auf das Gelände der Marineschule zu kommen, mussten alle ihren Ausweis zeigen um identifiziert zu werden und sicherzustellen, dass wir wirklich befugt waren uns auf dem Gebiet auszuhalten. Auch das war einer dieser Schlüssselmomente, an dem ich mich fragte, wie ich hier hingekommen bin und diese großartige Chance bekommen habe, etwas so ungewöhnliches und gleichzeitig Beeindruckendes zu erleben.

Die aufgehende Sonne über dem Meer begrüßte uns an unserem letzten Tag und mit Julika Meinert zogen wir ein Resümee über das erlebte Wochenende, machten noch einige Übungen, außerdem gab sie uns viele hilfreiche Tipps mit auf den Weg: Sichere Informationen und überprüfbare Faken seien die wichtigste Arbeitsgrundlage. Während wir arbeiteten, kam auch die druckfrische Kongresszeitung herein und sofort suchten alle, ob es denn der eigene Artikel in die Zeitung geschafft hat. In unserem Fall war es eine Mischung aus unserem Text und dem Text aus der anderen Print-Gruppe, damit waren wir zufrieden. Abschließend versammelten sich alle Teilnehmer ein letzte Mal in der Aula und wir hatten die Möglichkeit, den anwesenden Journalisten (Christian Friedewals-BILD.de/Andreas Hain-SWR3, ARD Hörfunk/Staphan Mayer-Studioleitung Bayrisches Fernsehen/Julika Meinert-Die Welt/Cornelia Stenzel-Zenner-Freiberuflerin) Fragen über Ihren persönlichen Werdegang und Qualifikationen zu stellen. Alle diese fünf Journalisten hatten völlig verschiedene Berufswege hinter sich, haben Grundlegend verschiedene Tätigkeiten und arbeiten trotzdem im gleichen Beruf. Im Anschluss daran wurden von der zweiten Fernsehgruppe und dem Webmag-Team ihre Ergebnisse vorgestellt und wieder war ich fasziniert von den verschiedenen Herangehensweisen und damit sehr unterschiedlichen Verwendungen des gleichen Rohmaterials. Bei den Verabschiedungen von den verschiedenen Personen wurde einem bewusst, dass das Ende des Wochenendes naht.

Mit dem Zug ging es schließlich für die Kongressteilnehmer gen Süden: Zu Beginn hörte man noch überall Stimmengewirr, doch dieses wurde auch immer leiser, je mehr Haltestellen wir passierten und ich begann nochmal alles Erlebte zu reflektieren: Angefangen hatte mein verlängertes Wochenende in der Schule tief unten im Nistertal, in Flensburg traf ich Gleichgesinnte, erlebte ein Wochenende voller neuer Eindrücke in einem wunderschönen Ambiente, fuhr mit einem Boot hinaus aufs offene Meer, fragte mich dabei, ob man auf der Nister auch Boot fahren könnte, und lernte viel Neues hinzu. Und dann war ich wieder auf dem Weg nach Hause. Der Schulbesuch am nächsten Morgen fiel mir schwer, denn ich hatte die Weiten des Meeres genossen, das Wissen alle Kontinente per Boot erreichen zu können und fühlte mich in unserem kleinen Tal im Westerwald plötzlich eingeengt - jetzt verstehe ich das Motto unserer Schule erst richtig: „Über die Grenzen reinen Wissens hinaus“.



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Adventskonzert 2018

Schülerinnen und Schüler tragen musikalisch Besinnliches zur Vorweihnachtszeit vor - herzliche Einladung in die Basilika am kommenden Montag, 17.12., um 19.00 Uhr!





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Jahresterminplan

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Anleitung_meal-o_2018_06.pdf
Anmeldung_Mensa-Halbtagsschule.pdf
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Aktueller Speiseplan
und weitere Infos zur Schulmensa

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BELF Marienstatt

Herzliche Einladung zum nächsten "lokalen Treffen" des Benediktinischen Elternforums am 29.01.2019 im Katholischen Pfarrhof, Hachenburg.





Sozialfonds

Der Förderverein unterstützt alljährlich Schüler und Schülerinnen, deren Eltern Schwierigkeiten bei der Finanzierung außerunterrichtlicher Aktivitäten, z.B. Schulfahrten, Wandertage, etc., haben.

Der Ansprechpartner für diesen Fonds ist Herr Pulfrich, den sie gerne mit marienstatt[a]pulfrich.com kontaktieren können.

Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt.

 



Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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