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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Griechisch



Am Beginn Europas steht Griechenland. Das Ziel des Griechischunterrichts ist nicht, Faktenwissen anzuhäufen, sondern Antworten der alten Griechen auf die Fragen zu betrachten, welche Stellung der Mensch in der Welt hat, welchen Einflüssen er ausgesetzt ist, welche Erkenntnismöglichkeiten er besitzt und wie er mit seinem Handeln Einfluss auf die Welt nehmen kann.

 

Das erste Wort der europäischen Literatur lautet „menis“, „Groll“. So beginnt die „Ilias“, das Epos, das vordergründig zwar von Troia handelt, in dem aber diese Stadt vor allem als Kulisse dient, um zu zeigen, welche Auswirkungen menschliches Verhalten haben kann.

 

Die Beschäftigung mit der griechischen Literatur hat nicht das Ziel, möglichst viel in kürzester Zeit zu lesen. Weniges, aber dafür umso Aussagekräftigeres soll im Original genau untersucht werden. Denn eine Übersetzung ist immer schon der erste Schritt zu einer Interpretation, da der Übersetzer versucht, eine bestimmte Stimmung und Aussageabsicht, die er im Text spürt, mit geeigneten Worten wiederzugeben. Das führt dazu, dass man, wenn man zehn Übersetzungen gerade der zentralen Textstellen eines Autors vergleicht, auch zehn verschiedene Lösungen angeboten bekommt.

Eine Übersetzung ist ein Nachdenken über die eigene Sprache. Man muss manchmal lange überlegen, um einen geeigneten Ausdruck im Deutschen zu finden, der das im Griechischen Gemeinte wiedergibt. Das verlangt ein langsames Lesen und Genauigkeit. Man kann nicht über den Text hinwegreden. Man muss über die Struktur und den Sinn eines Textes nachdenken. Die erste Frage lautet deshalb: Was will der Text uns sagen? Man darf nichts in den Text hineinlegen.

 

Ein weiteres Problem ist, dass Dichtung eigentlich unübersetzbar ist. Ein Versmaß in der deutschen Übersetzung wiederzugeben, hat oft schon etwas Qualvolles an sich. Hat man diesen Schritt dennoch gemeistert, sind Original und Übersetzung trotzdem unvergleichbar, da man aufgrund der Unterschiede der beiden Sprachen die gesamte Struktur des Originals, die für die Aussageabsicht des Textes wichtig ist, nicht wiedergeben kann.




Die Beschäftigung mit dem scheinbar so Vertrauten, man denke z.B. an den Begriff „Demokratie“, steigert unser Gespür und vertieft unser Verständnis für unsere eigene Lebenswirklichkeit. Die Griechen haben zwar den Begriff Demokratie geprägt, ihre Demokratie ist aber recht unterschiedlich von unserer heutigen. So hatten Frauen kein Stimmrecht und lebten eher zurückgezogen. Gerade an dieser Stelle zeigt sich ein Widerspruch in der griechischen Kultur. Eine amerikanische Altertumswissenschaftlerin formuliert das so: „Was Frauen in den Augen der Griechen reizvoll und gefährlich zugleich macht, ist nicht ihre Schönheit, sondern ihre Klugheit.“ So sind in der Tragödie die Frauen die Trägerinnen der großen seelischen Konflikte.

 

Griechisch ist nicht tot. Eine Sprache ist erst dann tot, wenn ihre Inhalte uns nichts mehr bedeuteten. Die Griechen jedoch und ihre Literatur stehen am Beginn Europas. Sie prägen das europäische Denken bis heute. Ziel des Griechischunterrichts ist es nicht, verstaubtes Wissen anzuhäufen. Obwohl zum Beispiel Ilias und Odyssee, die beiden ersten und immer noch zwei der bedeutendsten Werke der europäischen Literatur, mittlerweise älter als 2700 Jahre sind, sind ihre Fragestellungen immer noch aktuell. Im Mittelpunkt der griechischen Literatur steht der Mensch. Dieser Mensch ist aber nicht eine erhabene Lichtgestalt, die Vorbild für uns alle ist. Es ist der Mensch mit allen seinen Stärken und Schwächen, es sind die Abgründe unserer Seele, die die Griechen in meisterhafter Form deutlich gemacht haben. Es ist keine einheitliche Welt, die uns da vor Augen geführt wird. Griechisch ist Literatur, Theater, Philosophie, Theologie, Geschichtsschreibung, Rhetorik, Naturwissenschaft und Kunst.


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BELF Marienstatt

Herzliche Einladung zum nächsten "lokalen Treffen" des Benediktinischen Elternforums am 29.01.2019 im Katholischen Pfarrhof, Hachenburg.





Sozialfonds

Der Förderverein unterstützt alljährlich Schüler und Schülerinnen, deren Eltern Schwierigkeiten bei der Finanzierung außerunterrichtlicher Aktivitäten, z.B. Schulfahrten, Wandertage, etc., haben.

Der Ansprechpartner für diesen Fonds ist Herr Pulfrich, den sie gerne mit marienstatt[a]pulfrich.com kontaktieren können.

Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt.

 



Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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