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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Einladung statt Flucht


Von Rick Kröker (7a)

 

Heutzutage redet jeder in Deutschland nur noch über eins - und zwar über die momentane Flüchtlingslage, wobei Deutschland schon mal einen gewaltigen Schub an „Neuankömmlinge“ bekam: Die Aussiedler bzw. Spätaussiedler. Aber was sind denn Aus- bzw. Spätaussiedler und was ist der Unterschied zu den heutigen Flüchtlingen? (Spät-)Aussiedler sind Leute mit deutschen Vorfahren oder mit deutscher Staatsangehörigkeit, die in osteuropäischen oder auch in westasiatischen Ländern gelebt haben und dann nach dem 2. Weltkrieg ausgesiedelt sind; wenn man aber nach dem 1. Januar 1993 ausgesiedelt ist, zählt man zu den Spätaussiedlern. Mein Vater gehörte 1990 mit seiner Familie auch zu den Aussiedlern. Er wurde 1976 in Leninpol (Kirgisistan) geboren und er kam mit sechs Jahren in eine Schule, auf der man die mittlere Reife erlangen konnte, diese Schule ging bis zur 10. Klasse. Dort waren die Lehrer sehr streng - viel strenger als in Deutschland. Das Leben fand wie bei den Meisten auf dem Feld statt. Einen Monat lang mussten alle Schüler auf dem Tabakfeld arbeiten. Im Alter von 13 Jahren wanderte er mit seiner Familie nach Deutschland aus, weil seine Familie eine Einladung von seiner Tante, die zuvor schon nach Deutschland gewandert war, bekommen hatte. Erst sind sie mit dem Flugzeug nach Jambul und dann nach Moskau geflogen, darauf erst kamen sie nach Deutschland. Sie sind in Hannover angekommen und dann direkt mit dem Bus nach Holm gebracht worden. Dort lebten sie zwei Wochen lang, worauf sie dann mit dem Zug in Richtung Nistertal gefahren sind. Ihr erstes richtiges Zuhause war in Bad Marienberg. Nicht lange nach der Ankunft in Bad Marienberg ging mein Vater schon zur Schule. Er hatte es mit der Sprache nicht so schwer, weil er mit seiner Familie in Kirgisien daheim schon Deutsch gesprochen hatte, aber die Grammatik macht ihm heute noch zu schaffen. Er hatte manchmal mit Vorurteilen zu kämpfen. Manche Leute waren sehr nett und einige von diesen halfen meiner Familie auch; wiederum andere beleidigten sie. Trotz seinem Migrationshintergrund konnte er in Deutschland schnell Fuß fassen. Ohne die Flucht meiner Vorfahren würde ich jetzt wahrscheinlich auch irgendwo in Kirgisien auf dem Feld arbeiten.


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Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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