HomepageG8GTSInfos für den SchulalltagEreignisse im SchuljahrSchulgemeinschaftSchulträgerSchulleitungKollegiumVerbindungslehrer und SVKlassen / StammkurseSchulaquariumMitarbeiterGedenkenWolfgang Schuth (1952-2017)Horst Duda (1939 - 2016)Philipp Weyer-Menkhoff (1986-2016)Martin Limbach (1982-2015)Erhard Mörsdorf (1952-2015)Angelika Miller (1961-2015)Julia Peters (1994-2014)Martin Hellenthal (1997-2012)P. Johannes Geibig (1915-2011)P. Dr. Gabriel Hammer (1934-2011)Peter Benner (1954-2009)Jonas Amelung (1989-2008)Gernot Reichert (1948-2010)Johannes R. Albert (1953-2002)SchulprofilUnterrichtsfächerArbeitsgemeinschaftenSchülerzeitung "Panoptikum"SchülervertretungSchulelternbeiratBenediktin. SchulnetzwerkFördervereinEhemalige MarienstatterPresseFotogalerienArchiv der Schuljahre


Abi-Aktion 2018

Die Abi-Aktion 2018 möchte die Diakonie im Westerwald sowie die Familien von zwei Mitschülern unterstützen - nähere Informationen finden Sie hier.

Falls Sie die Aktion durch Spenden unterstützen möchten, können Sie folgende Bankverbindung nutzen:

Kontoinhaber/in:

Christina Schwuchow

IBAN:

DE79573918000013460108

BIC:

GENODE51WW1

 

 





Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Martin Limbach

* 5. Januar 1982
† 5. November 2015


Martin Limbach war von 2010 bis 2012 Referendar im zweiten Ausbildungsjahrgang unserer Schule. Seit 2012 war er dann als Lehrer für Englisch und Sozialkunde in Marienstatt. Nach dieser viel zu kurzen Zeit in unserer Schulgemeinschaft ist er im Alter von nur 33 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben.

 

Unsere Schulgemeinschaft ist sehr traurig über den Verlust unseres Kollegen und Lehrers.


Je schöner und voller die Erinnerung,

desto schwerer ist die Trennung.

Aber die Dankbarkeit

verwandelt die Qual der Erinnerung

in eine stille Freude.

Man trägt das vergangene Schöne

nicht wie einen Stachel,

sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

 

Dietrich Bonhoeffer

 

Ruhe in Frieden!

Und lebe auf in Gottes Leben ohne Ende!

 

















Dankanzeige von Familie Limbach




Aus dem Kondolenzbuch der Schulgemeinschaft

 

Wir wissen nicht den Grund, warum Sie gegangen sind, aber wir sind sicher, dass Gott ihn weiß. Sie waren ein ziemlich cooler Lehrer und viele schöne kleine Erinnerungen bleiben zurück: die gelben Zettelchen, ihr guter Geschmack für Cookie-Kekse, die etwa 100 "Ähms" pro Unterrichtsstunde - und schon allein Ihre Ausstrahlung hat einen fröhlich gemacht.

 

Und wenn du in den Himmel schaust, dann siehst du den Stern, auf dem ich wohne und lache. Und dann musst auch du lachen!

 

Sie haben mir sehr viel beigebracht und dabei Witze gerissen und mit uns gelacht. Es ist sehr schade, dass Sie so früh gegangen sind.

 

Danke, dass Sie mit uns Ihre "Last lecture" gehalten haben. Ihnen eine gute Reise - bis wir uns wiedersehen ...

 

Hammer Lehrer - bester Mann - coolster Ziegenbart ...

 

Sie waren ein wirkliches Vorbild - waren immer für jeden Schüler da, egal bei welchen Problemen, und sie haben jeden Schüler geschätzt, egal welchen Weg er wählte. Gerade Ihr Lächeln werden wir vermissen.

 

Teach us to number our days,

that we may gain a heart of wisdom ...

 

Danke für dein Lachen, deine Fröhlichkeit, deine Ehrlichkeit - und für unsere guten Gespräche. Danke dafür, dass sich unsere Wege hier in Marienstatt gekreuzt haben. Du fehlst!

 

Danke für all die Moment, in denen dein Lächeln mich zum Lächeln brachte,

für die vielen Gespräche, in denen deine gute Laune mich ansteckte.

Ich werde dich vermissen!

 

Ich will Ihnen danken für die drei Jahre Klassenleitung, die mit uns echt nicht einfach war. Ich habe so sehr an Ihnen bewundert, dass Sie uns immer in Schutz genommen haben - eine Eigenart, die ich sehr schätze und danach auch mein eigenes Leben richten möchte! Das ganze Buch hier würde nicht reichen für alle Geschichten der letzten drei Jahre. Damals in Hellenthal, wo wir "An Tagen wie diesen" mit Ihnen gemeinsam gesungen haben, das war eines der schönsten Gefühle meines Lebens. Warum? Es hat mir mein Herz sehr erwärmt. Wir sehen uns im Himmel wieder!

 

In sprachloser Trauer erinnere ich mich an dich als so lebendigen, fröhlichen und engagierten Menschen mit vielen Ideen und Plänen. Du wirst fehlen - aber nicht vergessen werden.

 


Predigt bei der Trauerfeier für Martin Limbach
am 13. November 2015 in der Friedhofskapelle Westerburg
im Anschluss an 1 Kor 12, 31.13, 1-13


Liebe Frau und Herr Limbach, lieber Uwe, liebe Simona,

liebe Anverwandte und Freunde, liebe Band-Musiker von NOISIC,

liebe Marienstatter Kollegen, Schüler und Eltern,

liebe Schwestern und Brüder!

 

Vielleicht wird sich mancher von uns gewundert haben, dass wir gerade in dieser Trauerfeier die Lesung aus dem 1. Brief an die Korinther – das Hohelied der Liebe – gehört haben. In der Regel wird dieser wunderschöne Text bei Trauungen und nicht bei Begräbnissen vorgelesen. Er ist ein Text für euch, Simona und Martin – ihr wolltet ja bald heiraten. Nun erklingt der paulinische Hymnus auf die Liebe ganz bewusst als ein Teil unserer Feier heute. Denn er drückt wohl treffend das aus, was Sie, liebe trauernde Angehörige, und was gleichfalls wir alle für Martin Limbach empfunden haben und was Sie und wir für ihn auch künftig empfinden werden: Liebe.

 

Paulus versichert uns: „Die Liebe hört niemals auf.“ Und wenn er „niemals“ sagt, dann meint er doch nicht nur die Zeit unseres irdischen Lebens, sondern auch unsere Wirklichkeit nach dem Tode. Im Gegensatz zu allem Reden und zu aller Erkenntnis hat die Liebe eben kein Ende, sie vergeht nie. Auch wenn einmal das menschliche Wissen und überhaupt alles, was jeder Mensch geleistet hat, ein Ende nimmt, wird die Liebe bleiben. Sie kann nicht begrenzt werden.



„Der Tod ist die Grenze des Lebens, aber nicht der Liebe.“ Dieser tiefe Satz beschreibt, so denke und fühle ich, sowohl die Situation unseres lieben Verstorbenen Martin Limbach als auch das emotionale Verhältnis von uns allen, die wir ohne ihn zurückbleiben, zu ihm, sehr gut. Für Martin Limbach ist der Tod die Grenze des Lebens, eine Trennungslinie, die er bereits überschritt, als er von jetzt auf gleich vom irdischen Leben in das ganz andere, in das ewige Leben hinübergegangen ist. Seitdem er diese Grenze passiert hat, lebt er in dieser anderen Wirklichkeit. Das können wir nur im Glauben annehmen, aber wir dürfen es auch annehmen. Für unsere Gefühle zu ihm, die Gefühle aller seiner Hinterbliebenen, bedeutet dagegen sein Tod keine Grenze, keine trennende Schranke, weil wir ihn weiterhin lieben werden. Er war und bleibt ein von uns geliebter Mensch. Der Tod ist nicht die Grenze der Liebe. Obwohl Martin Limbach uns verlassen hat, um in eine andere Lebenswirklichkeit zu gehen, hört unsere Liebe zu ihm nicht auf. Ja, wir wollen ihm auch jetzt und weiterhin Zeichen unserer je eigenen Liebe zu ihm geben.

 

Die Art und Weise, wie wir Menschen oft mit ihren Verstorbenen umgehen, zeigt, dass die Liebe zu ihnen tatsächlich über den Tod hinaus reicht. Wie sollen wir denn sonst diese Beziehung nennen, die ihren Ausdruck im sorgfältigen Aufbewahren der Fotografien, im Besuchen der Gräber und nicht zuletzt auch im Beten für unsere Verstorbenen findet? Ist das nicht die Liebe? Mancher wird vielleicht dazu sagen: Es ist nur ein Gedenken, es sind nur Erinnerungen. Doch scheint mir das, was wir erleben, wenn wir uns im Denken, Sprechen, Fühlen, Beten … jedem Verstorbenen zuwenden, mehr die Sache des liebenden Herzens als die des denkenden Verstandes zu sein.

 

Sein liebendes Herz war in den nur 33 Jahren seines Lebens Martin Limbachs wunderbar klare Botschaft an so viele Menschen, mit denen er verbunden war. Und es bleibt sein Auftrag auch jetzt, gerade heute, an jeden von uns: „Life is more than just waitin´ for the coffin …“ – „´Cos life´s depending on what you´re making out of it …“

 



Uwe, du hast gestern Abend noch gesagt, dass Martins 33 Lebensjahre gar nicht ausdrücken können, was er in dieser seiner Lebenszeit alles angepackt, gestaltet, erlebt hat. „Das hätte locker auch für 99 Jahre gereicht.“ Und du hast uns, als du uns eben die vier „Erinnerungs-Inseln“ an Martin vorgestellt hast, im Ansatz daran teilhaben lassen, wie gefüllt und erfüllt Martins Leben gewesen ist. Von Herzen Dank dir dafür! Die Musik an sich und seine Band NOICIC im Speziellen – der Sport, vor allem der Handball, der Fußball und die Leichtathletik – sein Lehrersein, sein Brennen für Englisch und Politik, und seine liebende Verbundenheit zu unseren Schülern und seinen Kollegen, und darüber hinaus seine so vielfältigen weiteren Interessen – und sein Leben für die Bühne und auf der Bühne, im Theater und als Jongleur. Jeder von uns wird seine ganz eigenen Erinnerungen mit Martin Limbach, mit Martin, mit Limbo verbinden. Ja, lassen wir sie jetzt hochkommen in uns und uns erfüllen – dankbar erfüllen. Woran denken Sie, woran denkst du zusammen mit Martin jetzt gerade? – Pause – … Mir kommt wieder wie so oft in den letzten Tagen die wirklich ziemlich abgefahrene Geschichte unserer ersten Begegnung mit Martin in den Sinn, die ich auch im Gedenkgottesdienst unserer Schulgemeinschaft erzählt habe: Martin und ich haben sie erst Jahre später entdeckt haben, als er 2010 gerade bei uns in der Schule in Marienstatt angefangen hatte: 1997 bei einem vorentscheidenden Handballspiel in Trier, wo Martin mit 15 in der C-Jugend-Mannschaft des TuS Westerburg gegen Saarburg um den Finaleinzug kämpfte und ich – während meiner Referendarzeit – als Schiedsrichter das Spiel zu leiten hatte. Martin und seine Handball-Kumpel – mit Ihnen, seinem Onkel Matthias, als Trainer – kamen haarscharf weiter – und wurden anschließend Rheinlandmeister. An diesen bis heute größten Vereinserfolg erinnern Sie Westerburger Handballer sich bis heute gern.

 



Ja, es ist so: Martin ist viel zu früh gegangen. Und wir hätten gespannt sein können, was ihm noch alles einfallen würde, würde er noch weiter hier mit uns leben können. Welche wunderbaren Liedtexte von Leben und Tod und von der Liebe wären ihm sicher noch eingefallen – zugefallen … Welch tief empfundene Melodien würde er dazu singen … Sebastian, du hast uns eben teilhaben lassen an Martins so inniger Verbindung mit der Musik, mit seinen und euren Liedern, die ihr mit NOISIC seit 1997 spielt und singt. Danke sehr! Und ihr habt Martin mit eurem ersten Lied ganz sicher aus dem Herzen gesungen:

 

Ich will keine Trauerreden,

Ich will keine Tränen sehen,

Kein Chor, der Halleluja singt.

Ich will, dass ihr feiert,

Ich will, dass ihr tanzt,

Mit nem Lächeln im Blick

Und nem Drink in der Hand.

’N Heißluftballon,

Auf dem riesengroß steht:

Das Leben ist schön, auch wenn es vergeht.

Und wenn ihr schon weint, dann bitte für Glück.

Dann bin ich da oben

Und ich sing mit euch mit …

 



Aus dem Herzen und in seine Weite wird Martin gleich auch das zweite Lied „Tag am Meer“ singen:

 

Du lebst

Du bist am Leben

und das wird Dir bewusst

ohne nachzudenken …

 

Ans Meer ist Martin so gern gefahren – zuletzt im Sommer nach Juist. In der grenzenlosen Weite eines ganz neuen Meers ist er jetzt angekommen …

Auch wenn´s uns schwerfällt: Wir sollen nicht traurig sein. Das will Martin auch nicht – das haben Sie, Herr Limbach, in den letzten Tagen so oft gesagt – und Sie leben das gerade jetzt als Familie in wunderbarer Art miteinander, was Sie auch in Ihrer Traueranzeige schreiben: Traut euch ruhig zu lachen! Martin Limbach hat uns so oft zum Lachen gebracht, das ist ungezählte Male auch in unserem Marienstatter Kondolenzbuch zu lesen, weil viele Schüler, Kollegen und Mitarbeiter ihn genauso erlebt haben, wie er hier auf dem Bild zu sehen sein wollte: „auf dem Sprung ins Leben“. Warum bitte sollte er uns nicht auch weiterhin lachen lassen? Er würde jetzt wahrscheinlich die 24. Tageslosung aus „Limbos Fußball-Adventskalender 2015, den er schon fertig gemacht hat, zitieren und die Worte des großen Philosophen Lothar Matthäus bemühen: „Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken!“

 

„Martin war Gottes reicher Segen – nur nicht an Jahren.“, so haben Sie, Frau Limbach, es ausgedrückt. Und ich möchte ergänzen: Er bleibt es für uns, auch über diese Jahre hinaus. Wie könnten wir ihm jetzt anders bleibend begegnen als mit dankbarer Liebe? Dass wir fähig sind, so intensiv, nachhaltig und dankbar lieben zu können, verdanken wir dem uns liebenden Gott, der selber die Liebe ist. Er hat uns Menschen zuerst geliebt. Er hat uns als liebende Wesen geschaffen, uns zur Liebe befähigt, und er trägt jede menschliche Liebe, auch die Liebe zwischen den Lebenden und den Toten, zwischen den noch zu Erlösenden und den bereits Erlösten. Weil wir dieses Geschenk haben, kann die Liebe, wie Paulus es eben gesagt hat, wirklich alles ertragen, alles glauben, alles hoffen und allem standhalten. Dies gilt auch für die schmerzhaften Erfahrungen, die wir beim Abschied von Martin Limbach machen müssen. Als Ursprung, Träger und endgültiges Ziel unserer Liebe geht Gott alle unsere und gerade auch diese schweren Wege mit und lässt uns nicht allein. Er will uns die nötige Kraft geben und Trost spenden.



Seine Liebe zu uns Menschen hat Gott am deutlichsten in seinem Sohn Jesus Christus gezeigt, den er sogar für unser Heil hingegeben hat: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ Mit seiner Auferstehung hat Jesus Christus die Lebensgrenze, die der Tod markiert, zum Tor zum Himmel gemacht für alle mit ihm durch Glauben und Liebe Verbundenen. Durch dieses Tor wird er jetzt Martin Limbach und einmal auch uns in eine neue, glückliche Wirklichkeit sicher führen. Hier müssen wir jeden Tag neu üben, wie die Liebe wachsen und bleiben kann; dort werden wir die Fülle der Liebe erfahren und noch stärker als jetzt schon spüren, dass der Tod zwar wirklich die Grenze des Lebens, aber niemals die Grenze der Liebe ist. – Martins „Last Lecture“, die uns weiter begleiten und prägen mag: „We cannot change the cards we are dealt, just how we Play the hand.“ – Und hören wir nicht Martin im Sprung ergänzen? “Yes, let´s play our hand – full of love!”

 

P. Jakob Schwinde


Ansprache beim Gedenkgottesdienst der Schulgemeinschaft für Martin Lmbach
am 11. November 2015 in der Abteikirche Marienstatt


Liebe Frau und Herr Limbach, liebe Anverwandte, liebe Simona,

liebe Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen,

liebe ehemalige und dennoch bis heute mit uns verbundene Marienstatter,

 

eben zu Beginn haben wir Martin Limbach Gitarre spielen und singen hören. Eines seiner eigenen Lieder, die er als „Brother Canadian“ auf seiner CD im letzten Jahr eingespielt und veröffentlicht hat. „Songs about life“ … Es war ihm ganz wichtig, dass er über´s Leben singt – und dass die Menschen um ihn herum, denen er die CD geschenkt hat, genau das hören.

 

„Precautionary Love Song“ – Er singt für uns sein „Vorsorgliches Liebeslied“.

Jetzt, wo er nicht mehr bei uns sein kann, bekommt das eine umso tiefere Bedeutung. Ja, er hat für uns vorgesorgt – und er hat uns viel mehr als nur seine Lieder und dieses Lied hinterlassen. Einen Auftrag, dass wir uns mit Liebe weiter umeinander kümmern – mit einer Liebe, die er zum Leben und zu den Menschen gehabt hat.

 



Martin hat heute Namenstag. Die bekannteste Geschichte zum hl. Martin von Tours ist sicher die, wo er mit dem armen Bettler seinen Mantel teilt. Der hl. Martin war ein Mensch der Barmherzigkeit, der Mitmenschlichkeit. Und Martin Limbach durften wir in so vielen Begegnungen und Zeichen ebenso kennenlernen – als einen Lehrer und Kollegen, der ein wirkliches Interesse an uns gehabt hat, der sich gekümmert hat um die Sorgen anderer, und der vor allem uns in seiner ihm eigenen Art immer wieder zum Lachen gebracht hat. Martin Limbach war von 2010 bis 2012 Referendar im zweiten Ausbildungsjahrgang unserer Schule. Seit 2012 war er dann als Lehrer für Englisch und Sozialkunde in Marienstatt. Nach dieser viel zu kurzen Zeit in unserer Schulgemeinschaft ist er im Alter von nur 33 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben.

 

Das Kondolenzbuch, das wir in der Schule am Gedenkort ausgelegt haben, erzählt in ganz vielen Facetten von dem Schönen, an das sich unsere Schüler/innen, Kolleg/innen und Mitarbeiter/innen erinnern, wenn sie sich an Martin Limbach erinnern und sich mit ihm bleibend verbunden fühlen. Er war ein so lebensfroher und lustiger Mensch – und genau das hat er uns immer wieder auf seine Art vermittelt und mit uns geteilt. Umso wichtiger ist es, dass wir gerade jetzt die Freude, ja das Lachen mit ihm nicht verlernen. Auch wenn es uns im Hals stecken bleiben will: Er will ganz gewiss, dass wir den Kloß überwinden und trotzdem weiter lachen mit ihm. Er wird uns wünschen, dass wir das Frohe in unserem Leben als kostbares Geschenk bewahren und pflegen. Eine Schülerin aus seiner Klasse 7a hat´s wie mir erzählt worden ist, genauso auf den Punkt gebracht: „Wenn ich an ihn denke, dann muss ich im Weinen lachen.“

 

Der Tod ist groß.

Wir sind die Seinen

lachenden Munds.

Wenn wir uns mitten im Leben meinen,

wagt er zu weinen

mitten in uns.

 

Dieses Rilke-Gedicht habe ich im heute erscheinenden „Marienstatt aktuell“ zitiert. Ja, nun weint Martin Limbachs unfassbarer früher Tod mitten in uns. Nach den schmerzlichen Verlusten unserer Lehrer und Kollegen Angelika Miller und Erhard Mörsdorf im Mai innerhalb von nur zehn Tagen müssen wir nun mit dem dritten Verlust eines lieben Menschen im Laufe eines halben Jahres umgehen. Unsere Schulgemeinschaft ist arg gebeutelt in diesem Jahr, das nun hoffentlich bald und ohne weitere Schicksalsschläge zu Ende gehen mag. Und wir sind einmal mehr gefordert – jede und jeder mit sich und wir alle miteinander. In aller Fassungslosigkeit und Trauer ist es aber wunderbar erleben zu dürfen, wie wir miteinander versuchen uns in diesen schweren Tagen zu stützen, zu tragen und zu verarbeiten. Von Herzen Dank an Sie und euch alle dafür! Es sind gerade die ganz kleinen Zeichen der geschenkten Zuwendung, die jedem und jeder von uns helfen können.



So unverständlich und furchtbar Martin Limbachs Tod auch ist – für uns in der Schulgemeinschaft und genauso für Sie, seine Eltern, und seinen Bruder, und für Sie, Simona, seine Freundin, die er bald heiraten wollte, und für alle seine Freunde – besonders die seiner Band „Noisic“: Wenn wir aneinander denken und füreinander beten, wenn wir uns tragen und ertragen, wird uns das näher zueinander bringen. Die Brücke, die uns alle verbindet, ist die dankbare Erinnerung an Martin Limbach. Sie ermöglicht auch und gerade jetzt, wenn auch in anderer Gestalt, den Weg zu ihm und weiter mit ihm. Und sie ermöglicht uns den Weg zueinander und miteinander über alle Hürden hinweg.

 

Je schöner und voller die Erinnerung,

desto schwerer ist die Trennung.

Aber die Dankbarkeit verwandelt

die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.

Man trägt das vergangene Schöne

nicht wie einen Stachel,

sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

 

Dieses Wort von Dietrich Bonhoeffer steht in der Traueranzeige unserer Schule und auf dem Gedenkblatt für Martin Limbach.

 

Schöne und dankbare Erinnerungen …

 

- In drei Tagen in der Zeitung neun Traueranzeigen …

- seine Schulzeit am Gymnasium Westerburg, wo man sich bis heute gut an ihn erinnert

- Er war kein zurückhaltender, sondern ein sehr engagierter Schüler: Gitarren-AG,

Schul-Band, Handball-AG, Schülersprecher, …

- aus der Schul-Band gründete er zusammen mit zwei Freunden die Band „Noisic“



- Handball TuS Westerburg

- Anekdote: C-Jugend Rheinlandmeister 1997 – Halbfinale in Trier gegen Fortuna Saarburg - Martin Limbach war 15 und ich 28 – er hat für Westerburg gespielt –

und ich war der Schiedsrichter … zudem selbst auch C-Jugend-Trainer in Trier – Saarburg hatte gegen uns im entscheidenden Spiel mit einem Tor gewonnen – danach bin ich als Trainer gefeuert worden … bekam dann das Spiel als Schiri zugeteilt – eine ganz eigene Konstellation … Westerburgs Torwart hielt in der letzten Sekunde den entscheidenden Siebenmeter – und Westerburg wurde im Endspiel in Idar-Oberstein gegen Bad Sobernheim nach zweimaliger Verlängerung Rheinlandmeister!

 

- Er war ein Fußball-Begeisterter: Werder Bremen!

- „Limbos“ Fußball-Adventskalender (der für 2015 ist schon fertig!): knifflige Fußball-Fragen – „Och, Martin, das kann man doch nicht wissen!“ – „Doch, streng dich mal ein bisschen an, das kriegst du raus!“

Zu jedem Tag auch eine „Tageslosung“ - z. B. eine von Rudi Völler: „Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!“

 

- Er war ein begeisterter Jongleur: (vergeblicher) Kurs in unserer Theater-AG (mit Lutz Giltjes) in der Arbeit an „Krabat“ – zwar vergeblich, aber allein der Wille zählt …

 

- Er hat für seine Fächer Sozialkunde und Englisch gelebt:

- sein großes Interesse an und Engagement für die Politik und die Bewahrung der Schöpfung

- sein Lieblingsbuch von Randy Pausch: „Last Lecture“ – sein Englisch-Grundkurs 11 als seine persönliche “Last lecture” am letzten Mittwoch in der 10. und 11. Stunde ...






Unsere Schülersprecherin Lisa Rosinski - Mitglied dieses Englisch-Kurses - schrieb dazu: "Dieses Buch hat viel für Martin Limbach bedeutet - er hat es mit so vielen Kursen thematisiert. Und wir waren dann letztendlich seine persönliche Last Lecture am Mittwoch. Keiner von uns hat geahnt, dass es diese ist, aber im Endeffekt hat er uns jetzt schon allen durch das Buch so viel zur Trauerbewältigung mitgegeben. Der Autor und gleichzeitig die Hauptperson stirbt nach seiner letzten Lesung - allein diese Überschneidung ist von Bedeutung und da es sein Lieblingsbuch war bedeutet sie, für uns auf jeden Fall, noch einmal mehr."

 

Jetzt im Gedenkgottesdienst unserer Schulgemeinschaft bauen wir weiter an der Brücke der bleibenden und dankbaren Verbindung zu Martin Limbach. Und auch wenn wir ihn am Freitag beerdigen müssen, werden wir das weiter tun können. Unser Gott, dessen Wege für uns oft so unverständlich sind, lasse ihn aufleben in seinem Leben. Als Zeichen, dass wir das glauben dürfen, haben wir für ihn die Osterkerze entzündet. Unser Gott lasse ebenso uns alle aufleben in unserem Leben. Denn das Leben verbindet uns gegen jeden Tod – mit Martin und miteinander.

 

Am Martinstag werden die Kinder mit kleinen Zeichen der Zuwendung und Liebe beschenkt. So schwer uns das jetzt zu sehen fällt: Martin Limbach hat für uns vorgesorgt und beschenkt uns auch an diesem Tag: damit, dass wir uns dankbar und frohen Herzens an ihn erinnern können. Weil es die beidseitig begehbare Brücke gibt …Als Zeichen seiner gewiss dankbaren Verbindung zu uns haben Sie, seine Eltern, uns eben zwei Körbe mit Martins-Brezeln ins Lehrerzimmer gebracht – so wie Martin es in den letzten Jahren immer getan hatte.

 

Martin, wir sagen dir von Herzen Danke für dein Leben mit uns. Lebe du weiter mit uns bei Gott, wo wir dich fest glauben dürfen. Und wir wollen weiterleben mit dir im Herzen und weiter Ja sagen zum Leben und zur Liebe.

 

P. Jakob Schwinde


Besucher:008269


Login


Benutzername:


Password:




Jahresterminplan

Jahresterminplan-20180116.pdf


Schriftliches Abitur

Abiturienten, die wegen der angekündigten Schneefälle unsicher sind, ob sie die Schule an den Prüfungstagen pünktlich von ihrem Wohnort aus erreichen können, bietet das Gästehaus des Kloster (Telefon 02662/9535-255 oder 9535-0) eine Übernachtungsmöglichkeit an.



Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



Aktueller Speiseplan
und weitere Infos zur Schulmensa

Hier finden Sie alle Informationen zur Mensa



Besucher:20357399