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Sozialfonds

Der Förderverein unterstützt alljährlich Schüler und Schülerinnen, deren Eltern Schwierigkeiten bei der Finanzierung außerunterrichtlicher Aktivitäten, z.B. Schulfahrten, Wandertage etc., haben.

Der Ansprechpartner für diesen Fonds ist Herr Pulfrich, den sie gerne mit marienstatt[a]pulfrich.com kontaktieren können.

Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt.




Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Kein Himmel über Berlin?



Lesung und Gespräch über Glauben in der Metropole mit Thomas Brose in Marienstatt

 

Zur bereits 16. Veranstaltung in der Reihe „Gymnasium im Dialog“ hatte der Förderverein des Privaten Gymnasiums Marienstatt am 9. Oktober 2015 eingeladen. Zu Gast war der Religionsphilosoph und Publizist Dr. Thomas Brose aus Berlin. Die Veranstaltung kam mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Dey und der St. Hildegard-Schulgesellschaft im Bistum Limburg, vertreten durch Martin Ramb (Abteilungsleiter Religionspädagogik im Dezernat Schule und Bildung) und Ralf Machnik (Pädagogischer Leiter der St.-Hildegard-Schulgesellschaft), zustande. Wie bereits in vorhergegangenen Dialog-Veranstaltungen traf der Gast aus der Hauptstadt Berlin am Vormittag zunächst auf Schülerrinnen und Schüler des Gymnasiums. die mehr als 100 kommenden Abiturienten der MSS 13 lauschten seinem spannenden Vortrag und kamen im Anschluss daran mit Brose ins Gespräch. Am Abend fanden sich leider nur 25 Interessierte zum Dialog mit dem Publizisten ein, erlebten aber eine seine dichte Begegnung mit dem Zeitzeugen der Wendezeit. Beide Veranstaltungen waren bereits auf dem Podium dialogisch angelegt: Prof. Dr. Dr.Holger Zaborowski, Lehrstuhlinhaber für Geschichte der Philosophien und Philosophische Ethik an der Philosophisch-Theolgischen Hochschule Vallendar, moderierte nicht nur, sondern gab über Fragen an Thomas Brose Impulse und den Dialogen eine Struktur. Brose las in beiden Veranstaltungen Passagen aus seinem im September 2014 erschienenen Werk.



Berlin – eine gottlose Stadt? Vorurteile gibt es viele, auch öffentlich ausgesprochen, auch aus kirchlicher Sicht. Dass das nicht stimmt, zeigt Thomas Brose mit seinem Buch „Kein Himmel über Berlin?“

Thomas Brose ist überzeugter, wenn auch nicht geborener Berliner. Er ist in der DDR aufgewachsen und hat die Wendezeit intensiv erlebt. Brose war Mitarbeiter der Berliner Studentenseelsorge und ist heute Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaft und Künste. In seinem Buch führt er durch die kulturprägende Auseinandersetzung von Christen und Atheisten in der Metropole Berlin und zeigt auf, wie Gott, Glaube und die Großstadt verbunden sein können und welches Potenzial christlicher Glaube heute in der „Hauptstadt der Heiden” entfalten kann.

 





Thomas Brose gab den Marienstattern Einblick in seine bewegte Lebensgeschichte: Als Katholik war er in seiner Schulklasse ein Exot und der Häme ausgesetzt. "Schule in der DDR war eine beständige Erziehung gegen die Religion", führte Brose aus. Oft habe er das „Sonnenhaus Ziegler“ besucht, einen 1925 im laut Inhaber ganz und gar unkatholischen Berlin gegründeten katholischen Buch- und Werkladen, der als einzige privat geführte christliche Buchhandlung dem staatlich reglementierten Buchhandel entgehen konnte. Sein Abitur legte er mit Griechisch und Latein am Norbertinum in Magdeburg ab, einer Schule in katholischer Trägerschaft, „die im System nicht vorgesehen war“. Studieren konnte er mit diesem Abitur ausschließlich Katholische Theologie in Erfurt. „Erfurt war ein Ort der Freiheit, mit vielen Gastvorlesungen aus dem Westen, und die Ökumene klappte dort sehr gut“, erinnerte sich Brose an diese Stationen, die die prägende Erfahrung mit sich brachte, zu einer Minderheit zu gehören, die sich immer wieder der Gefahr des Mitläufertums im sozialistischen System ausgesetzt sah.

 

Dies bewog ihn auch, mit seinem Buch der Situation der Christen und insbesondere der katholischen Christen in Berlin nachzuspüren. „Kein Himmel über Berlin?“ ist ein auf Zeit und Raum abhebender Streifzug Broses durch eine Metropole, in der Religion nur eine unbedeutende Rolle zu spielen scheint. Dennoch sei, so Brose, das Christentum eine Religion der Städte, die sich in ihrer zweitausendjährigen Geschichte gerade in den Metropolen entwickelt habe.

„Etwa 60 Prozent der Berliner sind heute konfessionslos“, erklärte Brose. Neben 10 Prozent Muslimen, 20 Prozent evangelischen Christen sind lediglich neun Prozent der Berliner katholisch. Katholiken seien erst nach dem ersten Weltkrieg in Preußen kein Fremdkörper mehr gewesen und stellten auch heute "eine schöpferische Minderheit" dar. Und doch sei die geteilte Stadt gerade über eine katholische Institution zusammengehalten worden: Das Bistum Berlin habe den Ost- und den Westsektor umfasst, der im Ostsektor ansässige Kardinal Alfred Bengsch habe sich der Teilung seines Bistums erfolgreich widersetzt.




Der Religionsphilosoph und Theologe Romano Guardini (1885 bis 1968), der Maßstäbe für die Liturgische Bewegung und Liturgische Erneuerung setzte, lehrte bis 1939 an der Humboldt-Universität. Der Priester Carl Sonnenschein (1876 bis 1929) habe als rastlos aktiver Vertreter des sozialen Katholizismus seine Spuren in Berlin hinterlassen, ging Brose auf sein Buch ein. Darin weist er auch auf bedeutsame Bauwerke wie die zu Beginn der 60er-Jahre in Plötzensee errichtete Gedenkkirche der deutschen Katholiken, Maria Regina Martyrum, hin – um zu belegen, dass es einerseits Glaubensansätze gibt und Berlin andererseits „ein prädestinierter Ort für das Nachdenken über Religionskritik, Agnostizismus und Atheismus“ ist.

„Ich wollte mit dem Buch einen Dienst leisten, zu der Stadt Berlin etwas aufschreiben, was nicht vergessen werden sollte“, erklärte der Autor seine Intention. Die Neugierde war geweckt, sowohl die Schüler als auch die erwachsenen Interessierten am Abend dankten ihm sein beeindruckendes Engagement mit Nachfragen, die in die Tiefe gingen.




Besonders beeindruckend zu hören war, wie der Zeitzeuge der Wendezeit anlässlich des Jubiläums von 25 Jahren deutscher Einheit spiegelte, wie er den 9. November 1989 in Berlin erlebt hatte: "Der Mauerfall war Wahnsinn - und ein Wunder!", ließ er die Zuhörer teilhaben. Er betonte die eminent wichtige Rolle der Kirchen als Träger der Veränderung in der Wendezeit, ohne die die friedliche Revolution in der DDR nicht möglich gewesen wäre.

Sein abschließender Blick auf die Zukunft "seiner Stadt" ließ Bewegtheit und Optimismus erkennen: Die Stadt Berlin sei immer schon dazu verdammt, stets zu werden und nie zu sein, so Brose. Doch gerade darin sehe er für diese Stadt und die Menschen, die in ihr und mit ihr leben, große Chancen. Aber ohne den Blick auf die eigene Gewordenheit wie auch ohne den optimistischen Blick nach vorn und ohne Vertrauen werde es keine Zukunft geben.

Nach der Abendveranstaltung dankte der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Frank Grieß, dem Gast aus der Hauptstadt für die spannenden Dialoge mit den Marienstattern. In noch länger andauernden Gesprächen bei "Brot & Wein" klang ein Tag aus, der thematisch sicherlich auch für Menschen, die "auf dem Lande leben" interessant und relevant war.





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Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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