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Der Sozialfonds

Der Förderverein unterstützt alljährlich Schüler und Schülerinnen, deren Eltern Schwierigkeiten bei der Finanzierung außerunter-richtlicher Aktivitäten, z.B. Schulfahrten, Wandertage, etc., haben.

Die zuständige Kontaktperson an unserer Schule ist Herr Pulfrich (marienstatt@pulfrich.com) .

Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt.





Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Marienstatter Schüler bringen Kristalle zum Leuchten



„Kristalle zum Leuchten bringen“ - unter diesen Motto stand das siebte Treffen der deutschsprachigen benediktinischen Jugend (DeBeJu), bei dem sich 300 Schüler aus 5 Nationen von Schulen in benediktinischer oder zisterziensischer Trägerschaft trafen. Erstmals fand DeBeJu in der Schweiz statt; die Abtei Disentis war so auch für 35 Schüler des Privaten Gymnasiums Marienstatt vier Tage sympathischer Gastgeber im wunderschönen Quellgebiet des Rheins.

 

„Kristalle zu suchen, bedeutet Arbeit", erklärt Abt Vigeli Monn den Jugendlichen in der prächtigen Barockkirche. „Aber wenn man fündig wird, ist die Freude groß". Wie ein roter Faden zog sich das Bild vom Kristallsuchen durch die Tage: in verschiedenen Kleingruppen gruben die Jugendlichen in einem Steinbruch, um Bergkristall zu finden. Im übertragenen Sinne begaben sich die Schüler auf die Suche nach den Kristallen in ihnen selbst: „Kristalle sind für uns die Talente und Fähigkeiten, die in uns schlummern und die die Liebe Gottes widerspiegeln", erklärte der Abt. Es gehe darum, die äußere Fassade zu durchbrechen: „Lasst euch freilegen und legt in eurem Umfeld frei – seid wertvoll wie Kristalle und helft anderen, ihren Wert zu entdecken", rief Abt Vigeli den Jugendlichen zu. Wenn die Kristalle aus dem Berg kämen, seien diese noch schmutzig und müssten gereinigt werden: „Ihr seid dazu da, andere Menschen zum Leuchten zu bringen". Zehntklässler Lucas Bender fasziniert dieses Bild: „Durch die Gebete und das gemeinschaftliche Zusammensein die ganze Tage hindurch haben wir unsere Kristalle entdeckt". Für Paul Kempf (11.Klasse) bedeutet das Motto Kristalle zum Leuchten zu bringen, in der Kälte unserer Gesellschaft „durch Gemeinschaft und Nächstenliebe Wärme zu spenden sowie durch barmherziges Handeln Liebe weiterzugeben.“

 

 









Das Leben des heiligen Benedikt und die Benediktsregel, nach der sowohl die Benediktiner als auch die Zisterzienser leben, den DeBeJu-Teilnehmern näher zu bringen und ins Heute zu übersetzen ist seit Beginn der Treffen im Jahre 2003 in der Abtei Königsmünster in Meschede Ziel der gemeinsamen Tage. So erwanderten die Jugendlichen in Disentis den Lukmanierpass, wo der Ordensgründer als Einsiedler drei Jahre in einer Höhle gelebt hat. Während einer nächtlichen Fackelwanderung durch verschiedene Kirchen des Disentiner Tals nahmen die Mönche ihre Gäste mit auf eine Zeitreise durch das Leben des großen Heiligen. Die Schüler erlebten so, dass das Leben nicht immer geradlinig verläuft und dass man auch im Scheitern vor Gott aufrecht stehen kann. „Das ‚Ja‘ Gottes trug Benedikt durch sein Leben, so wie er auch euch trägt: ihr seid keine Nummer, sondern jemand, den Gott beim Namen kennt“. Saskia Schmidt (Klasse 9c) bringt dies auf den Punkt: „Beim Lichterlauf in Verbindung mit den Geschichten haben wir Disentis für eine Nacht wortwörtlich zum Leuchten gebracht“.

 

In der Begegnung mit der Schöpfung den Schöpfer zu erkennen, war für Benedikt essenziell: "Mit jedem Höhenmeter, den wir bei der schönen Wanderungen zur Quelle des Rheins auf 2400 Meter gestiegen sind, sind wir Gott einen Schritt näher gekommen.", beschreibt Benedikt Hardieß (MSS 11).

 

Nationalrat Martin Candinas freute sich im Rahmen eines festlichen Fondue-Abendessens über das „Rekord-DeBeJu-Treffen“: „Es ist eine Ehre für die gesamte Region, dass das größte aller Treffen bei uns stattfindet“. Auch die Marienstatter Schüler stießen ins selbe (Alp-)Horn: „DeBeJu ist für mich faszinierend, weil dort viele Jugendliche aus benediktinischen Klosterschulen aus verschiedenen Ländern zusammenkommen, um ein unvergessliches Wochenende zu erleben. Bei den vielen Aktivitäten, beispielsweise bei Wanderungen und beim Singen von christlichen aber auch weltlichen Liedern, hat man die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und näher kennenzulernen", erklärt Zehntklässler Lucas Bender. Saskia Schmidt ergänzt: „DeBeJu bedeuten für mich vor allem neue Freundschaften zu schließen. Man hat die Möglichkeit, Menschen aus fünf verschiedenen Ländern kennenzulernen, um mit ihnen im Wortsinne über ‚Gott und die Welt' zu reden". Lucas Bender wirbt daher schon heute für das nächste Treffen: „Dieses Erlebnis und die Erfahrung, ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden, kann ich nur empfehlen: Die Chance dazu ist 2018 beim nächsten DeBeJu-Treffen im österreichischen Benediktinerkloster Seitenstetten allen gegeben". Neuntklässler Simon Weber ergänzt: „Da sind wir mit Sicherheit wieder dabei".

 

Sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt nutzten die Marienstatter für Zwischenstopps. Auf dem Hinweg besuchte der Tross Freiburg: Dort führte der ehemalige Marienstatter Schüler Clemens Wagner, der mittlerweile in Freiburg studiert, die Gruppe durch „seine“ Stadt. Ebenfalls am Hinweg machte man in Luzern Halt: Wilhelm Tell – das Schiller’sche Werk lesen derzeit die Neuntklässler – wurde zum Leben erweckt. Die Rückfahrt war für einen Besuch des Marienstatter Mutterklosters Mehrerau in Bregenz am Bodensee reserviert. 1888 besiedelten Mehrerauer Marienstatt wieder, deswegen gehört die Abtei zur Mehrerauer Kongregation.

 

Text & Bilder: Christian Pulfrich









Fotos: Christian Pulfirch

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Westerwälder Zeitung, 8.11.2016

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