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Abi-Aktion 2018

Die Abi-Aktion 2018 möchte die Diakonie im Westerwald sowie die Familien von zwei Mitschülern unterstützen - nähere Informationen finden Sie hier.

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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Konzertreise zur Partnerschule in Pécs, 01.04.-08.04.2017

Seit Februar 2002 gibt es eine Partnerschaft mit dem Zisterzienser-Gymnasium „Nagy Layos“ (König Ludwig) in Pècs, der mit 160.000 Einwohnern fünftgrößten Stadt Ungarns, nahe der kroatischen Grenze gelegen. Diese Schule wird von Schülern ab der 7. Klasse besucht und trägt den Namen des ungarischen Königs Ludwig des Großen, der 1367 die erste Universität des Landes in Pécs gründete, in der heute mehrere hundert deutsche Studenten die Medizinische Fakultät besuchen.

Alle zwei Jahre findet ein ungarisch-deutscher Austausch der jeweiligen musikalischen Ensembles der Schulen statt, der von gemeinsamen Proben, Exkursionen und Konzerten geprägt wird.

 

Samstag, 01.04.2017 Anreise über Wien

 

Wir starteten die erste Etappe unserer Fahrt nach Ungarn am frühen Morgen des ersten April um etwa 5:30 Uhr, nachdem wir das gesamte Gepäck, die Instrumente und die Technik verstaut hatten. Die ersten Stunden der Busfahrt verliefen wie erwartet sehr ruhig, da die meisten schliefen. Danach fuhren wir eine Raststätte an und versorgten uns mit Kaffee. Zu diesem Zeitpunkt erschien uns die noch bevorstehende Strecke schrecklich lang, aber jetzt waren mittlerweile alle halbwegs ausgeschlafen. Wir haben uns die Zeit mit Lesen, Musik, Kartenspielen und anderen Spielen vertrieben und sie verging tatsächlich viel schneller als gedacht. Dazu kam das schöne, sonnige Wetter, welches wir an diesem Tag hatten, und sicherlich die Stimmung zusätzlich hob. Am frühen Abend, gegen 18:30 Uhr, erreichten wir dann unser Zwischenziel Wien. Dort bezogen wir daraufhin unsere Hotelzimmer, aßen zu Abend und machten uns danach auf den Weg zur Karlskirche, dem wunderschönen Bau aus dem frühen 18. im Stil des Barock. Dort durften wir Mozarts Requiem erleben und - obwohl die meisten von uns sicherlich keine begeisterten Fans von Klassik im Allgemeinen sind - hatte diese Darbietung in der Kombination mit dem majestätischen Ambiente der Kirche eine beeindruckende Wirkung auf uns, die wohl nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Auf dem Weg zurück zum Hotel konnten wir die Schönheit Wiens, welche durch die Dunkelheit und die gezielte Beleuchtung der Gebäude zusätzlich betont wurde, auf unserem Spaziergang unter anderem durch das Diplomatenviertel und entlang des Schlosses Belvedere betrachten und bewundern. Danach ließen wir den Abend beim Billardspielen ruhig ausklingen und bereiten uns auf die nächste Etappe unserer Fahrt und die Ankunft in Pécs vor.

 

Sonntag, 02.04.2017 Eine abenteuerliche Busreise

 

Frisch gestärkt durch das Frühstück im Hotel brachen wir auch schon bald auf und ließen Wien hinter uns.

Nun hieß es: Auf nach Pécs! Wir kamen auch sehr gut voran, bis auf einen Zwischenfall: Ein liegengebliebener LKW versperrte die Abfahrt von der Autobahn. Unsere Busfahrer fanden daraufhin eine abenteuerliche Lösung: Wir setzten rückwärts mit dem Bus auf die Autobahn zurück! Eine Herausforderung, die die beiden Busfahrer mit Bravour meisterten, sodass wir unsere Fahrt bald fortsetzen konnten.

Nach einigen weiteren Stunden Fahrt kamen wir dann in Pécs an. Dort wurden wir von unseren Gastfamilien vor der Schule empfangen. Nachdem der Bus ausgeladen war, wurden wir mit toller Musik eines Streichensembles der Schule und netten Worten im Namen der Schulleitung empfangen. Anschließend war der spannende Moment da: Wir lernten unsere Gastschüler/innen endlich persönlich kennen. Von ihnen bekam jeder und jede von uns ein kleines Geschenk: zwei Flyer mit Informationen über Pécs und ein Armband mit dem Motto der Zisterzienser, zu deren Kloster das Gymnasium gehört: Ardere et lucere – Flammt und leuchtet.

Dann trennten sich unsere Wege und den Abend verbrachten wir mit unseren Gastfamilien.

 

Montag, 03.04.2017 Erstes Kennenlernen – die Bands spielen auf

 

Die erste Nacht in fremden Betten und neuer, aber gastlicher Umgebung gut überstanden, galt es die Stadt und seine Menschen näher kennen zu lernen. Dabei half uns der Historiker und passionierte Stadtführer Johann auf amüsante und kurzweilige Art. Mit ihm erkundeten wir einige der Spuren, die verschiedene Kulturen in der rund 2000-jährigen Stadt hinterlassen haben. Wie viele europäische Städte auch hat Pécs unter dem Siedlungsnamen " Sopianae" (später „Quinque Ecclesiae") römische Wurzeln und seine spätantiken, frühchristlichen Denkmälern gehören seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Teilweise über diesen Spuren der ersten Christen erhebt sich nun mit der imposanten Kathedrale St. Peter und Paul die Bischofskirche des Bistums Pécs.

Im historischen Zentrum der Stadt, gleich neben dem 300 Jahre alten Schulgebäude, steht seit dem Jahr 1585 der Kuppelbau der Khassim-Moschee und legt ein Zeugnis von der rund 150-jährigen osmanischen Herrschaft (ca. 1550 - 1700) ab.

In der Region um Pécs, während der Zeit der Habsburger Monarchie auch Fünfkirchen genannt, finden sich noch heute die Dörfer der Nachkommen jener „Donauschwaben“, die im Anschluss an die Herrschaft der Osmanen zur Besiedlung des Landes hierher kamen.

Unser Stadtführer Johann führte uns aber nicht nur an historisch bedeutsame Orte, sondern zeigte uns etwa auch die Stelle, wo seit Anfang der 1980er-Jahre Paare als Zeichen der „ewigen Liebe“ Vorhängeschlösser an einen schmiedeeisernen Zaun bzw. an einen für diesen Zweck geschaffenes Kunstwerkt anbringen.

Nachdem die Schule und Stadt in dieser vormittäglichen Erkundungstour Eindrücke hinterlassen hatte, war es an der Big Band und der Band ihrerseits im Prunksaal der Schule zu signalisieren, dass Marienstatt in Pécs zu Gast ist. Wie schon in den vergangenen Besuchen wurde die Big Band von den ungarischen Schülerinnen und Schülern begeistert empfangen und sorgte für eine beschwingte Stimmung. Überrascht wurde das Publikum von den Klängen der Band, als sie z.B. ein Stück der 90-er-Jahre Punk-Trash-Band Rage against the machine interpretierten. Nach großem Applaus der Pécser Schulgemeinschaft begannen die Vorbereitungen für das erste große, gemeinsame Konzert mit den beiden Schulchören am Abend. Nach vorbildlichen Einsatz stand in kurzer Zeit alle Technik am Konzertort, dem Dommuseum, bereit. Mit der Band und dem Querflötenensemble bildete das Volksmusik-Ensemble Zengetö das Instrumentalprogramm des Abends, bevor der gemeinsame Auftritt von Schulchor Laudate und MOC, dem Mittel- und Oberstufenchor, den Abend mit Kodálys Abendlied Esti dal unter großem Beifall ausklingen ließen.

 

Dienstag, 04.04.2017 Die musikalische Eroberung von Siklós

 

Nach dem Beladen des Busses ging es am Dienstagmorgen auf eine kleine Reise durch den Süden Ungarns und das Umland der Stadt Pécs. Unser erstes Ziel war dabei eine kleine Dorftöpferei, in der der Töpfermeister das für die Region charakteristische schwarze Steingut herstellte. Wir hatten die Ehre dem Meister bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen und zu betrachten, wie er mit einfachen Holzwerkzeugen und einer klassischen Drehscheibe feine Muster in den Ton eingravierte. Im Anschluss an die Vorführung gab es die Chance einige der Erzeugnisse als Souvenirs zu erwerben.

Die zweite Station auf unserem Weg war eine 200 Jahre alte Mühle, die von einem sog. Ungarndeutschen, also einem Nachfahren der Auswanderer des 18. Jahrhunderts, aufgekauft und restauriert wurde. Heute erfüllt die Mühle zwar nicht mehr ihren ursprünglichen Zweck, dafür bietet sie aber ein lauschiges Plätzchen, um einen Kaffee oder Tee und ein Stück Kuchen zu genießen. Dort erhielten wir als Stärkung Baumkuchen, der vom Hausherren und Mitgliedern der Gruppe frisch gebacken wurde.

Nach dieser Stärkung machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zu unserer letzten Station, dem Städtchen Siklós und seiner mittelalterlichen Burg, in deren Kapelle unser Konzert stattfinden sollte. Doch dazu mussten die Instrumente und Anlage zunächst den Weg hinauf zur Burg transportiert werden. Was sich zunächst als echte Herausforderung darstellte, konnten wir durch echtes Teamwork, bei dem alle mitanpackten, letztlich problemlos meistern.

In der Burg allerdings stellte sich heraus, dass die Kapelle für ein Konzert mit Hauptanlage viel zu klein war, sodass ein Großteil des Equipments gleich wieder zum Bus transportiert werden konnte. Am Ende des Tages hatten wir erneut ein gelungenes Konzert zusammen mit dem ungarischen Schulchor „Laudate“ an einem eindrucksvollen Ort. Nachdem die Ausrüstung in Windeseile wieder im Bus verstaut war, ging es für uns wieder nach Pécs zu den Gastfamilien.

 

Mittwoch, 05.04.2017 Proben und Erkundungen

 

Am Anfang des Tages gab es einen Einblick in eine wohl eher untypische Musikstunde am Nagy Lajos - zu den über 30 Schüler/innen (es gibt teilweise Klassen mit über 40 Schüler/innen) der 9. Klassen gesellten sich 47 weitere deutsche Schüler/innen. Sie lernten eine musikalisches Wissensspektrum kennen, das von Bachs Matthäus-Passion bis zum gemeinsam angestimmten Kanon „Hejo, spann den Wagen an“ reichte.

Der Rest des Tages stand ganz im Zeichen der Proben aller Ensembles, die durch zwei Exkursionen durch die Stadt(geschichte) unterbrochen und aufgelockert wurden.

Stadtführer Johann führte uns an vielen repräsentativen Gebäuden vorbei und lenkte unsere Blicke auf die Giebel und darüber. Viele Dächer tragen noch heute bunte, gebrannte und lasierte Ziegel aus der Porzellan- und Keramikmanufaktur Zsolnay, die Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet wurde, in ihrer Geschichte verschiedene Einschnitte und Systeme überstand und heute in verschlankter Form fortbesteht. Auf Teilen des ehemaligen, nun denkmalgeschützten Firmengeländes entstand im Rahmen der Bauprogramme für die Kulturhauptstadt Europas 2010 ein Kulturzentrum mit Ausstellungsräumen und Universitätsgebäuden.

Wie in einem übergroßen hölzernen Musikinstrument kam man sich dagegen im Konzerthaus von Pécs vor, das ebenfalls im Kontext der Kulturhauptstadt realisiert wurde und den Namen des Komponisten und Musikethnologen Zlotán Kodály trägt. Als kleiner Einblick in die große Musikwelt durften die Schüler/innen des MOC hier selbst die Akkustik erproben und auf der Bühne stehen.

Was vielleicht dem ein oder anderen als lästiges Pflichtprogramm erschien, entpuppte sich als krönender Abschluss des Tages und einer der gemeinsamen Höhepunkte des Austauschs: Der Tanzabend mit ungarischer Volksmusik!

Dem Leiter der Volkstanzgruppe der Schule gelang es Gastgeber und Austauschschüler zu traditioneller Musik zusammen ausgelassen feiern zu lassen.

 

Donnerstag, 06.04.2017 Wenige Proben, viel Freizeit und ein großes Abschlusskonzert

 

Nach nur kurzen, letzten gemeinsamen Proben der Chöre, in denen es unter anderem um die „Feinabstimmung“ bei den diversen sprachlichen Hürden in der so konsonantenreichen ungarischen Sprache ging, war der Nachmittag des vorletzten Tages dem Shoppen, Umherstreifen oder Kaffeetrinken vorbehalten.

Für das Abschlusskonzert hatte die Schule eigenst ihren alljährlichen „Bunten Abend“, auf dem sich die Schulgemeinschaft in verschiedenen kulturellen Facetten präsentiert, auf den musikalischen Austausch mit Marienstatt fokussiert. Der äußerst kurzweilige Abend mit Tanz und viel Musik, in dem unsere Ensembles mit und neben den ungarischen Gruppen auftraten, endete erst nach über drei Stunden und unterstrich eindrucksvoll das langjährige Motto des Austausch: „Musik verbindet“!

Im Anschluss an das offizielle Programm trafen sich alle Schüler und Gastschüler, um die gemeinsame Zeit feierlich ausklingen zu lassen.

 

Freitag, 07.04.2017 Abschiede, Abstecher und Ankunft

 

Denn schon morgens um 8.00 Uhr hieß es Abschied nehmen, was vielen sehr schwer fiel und auch durch das vom Chor Laudate angestimmte traditionelle Irische Segenslied nicht leichter wurde.

Nach einigen Impressionen, die man beim Zwischenstopp in Ungarns Hauptstadt Budapest sammeln konnte, und einer langen Nachtfahrt kamen wir morgens wohlbehalten wieder in Marienstatt an.

Rückblickend war es wohltuend zu sehen wie gut und wertvoll es ist, wenn Menschen verschiedener Ländern miteinander sprechen und voneinander lernen - gerade in Zeiten fragwürdiger politischer Tendenzen, die die demokratische Kultur des Miteinanders auf die Probe stellen.

 

Ergänzte Texte von: Anna-Lena Brecher, Ben Kohlhaas (beide MSS 11), Lara Weller (MSS 12)

 

























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Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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