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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Horst rebelliert

 

Helen Müller (8c)

 

Horst ist Reichsbürger und fühlt sich wohl dabei, denn er denkt, er sei, so wie er und seine Freunde sich nennen, ein „natürlicher Mensch“. Er denkt, der Holocaust sei eine Erfindung der BRD GmbH. Der junge Mann mit den Springerstiefeln ist stolz auf seinen Reichsausweis, denn er ist kein Personal der BRD und möchte daher auch keinen PERSONALausweis haben. Doch Horst hat Glück: Sein Reichsausweis ähnelt in keiner Form einem Personalausweis und er kann deshalb nicht wegen Urkundenfälschung angeklagt werden.

Schon seine Eltern haben sich an den deutschen Gesetzen gestört und heute denkt er, dies hätten sie getan, weil die BRD GmbH sich einfach zu viele Rechte herausnehmen würde, dafür, dass sie nur eine Firma sei. Seine Eltern jedoch fragen sich, wie aus ihrem Sohn solch ein gesetzloser Mensch werden konnte. Doch dies merkt Horst nicht, der Glatzköpfige ist in seiner eigenen Welt versunken. Er begründet seinen Glauben durch verschiedene, noch aus Reichszeiten bestehende, Gesetze, deren Abänderungen zur Vereinigung Deutschlands von Horst nicht anerkannt wird. Außerdem glaubt er, dass z. Bsp. das Grundgesetz nicht gültig ist, da es zu Zeiten der DDR und BRD für die BRD galt und als Geltungsbereich die BRD hatte, zusätzlich galt es für alle anderen Teile Deutschlands, die der BRD beitreten wollten. Als die DDR sich diesem jedoch anschloss, wurde der alte Artikel, der diesen Geltungsbereich bestimmte, in seiner alten Fassung aufgehoben. Daraus schließen Horst und andere Reichsbürger, dass das Grundgesetz nicht gelten würde, da es keinen Geltungsbereich habe.

Horst hasst Flüchtlinge, weil die Afd ihm erklärt hat, dass diese ihm seine Arbeit wegnehmen und er dadurch weniger Rente bekommt. Deshalb kommentiert er auf Facebook unter Aktionen gegen Schlepperbanden solche Dinge wie „Trauer um solche „Menschen“? Deren Tod war eine Erleichterung für Deutschland!“ Aber auch bei dieser Ansicht ist Horst leider nicht allein, seine Freunde unterstützen ihn in seinem Denken. Denn wenn jemand gegen Horst Meinung ist, weiß er nicht damit umzugehen. Für ihn ist es schwer Argumente zu finden, die andere nicht mit Leichtigkeit widerlegen können. Doch davon lässt Horst sich nicht abbringen, er bleibt starr bei seinem Gedankengut.

Doch all dies ist nur Fassade, eigentlich weiß Horst, dass die Bundesrepublik Deutschland als Staat existiert und nicht nur als Firma, aber Horst möchte dies nicht wissen; er möchte, dass die BRD nicht existiert. Denn wenn er einfach alles boykottiert, muss er sich für nichts verantworten. Er muss sich nicht angesprochen fühlen, wenn die BRD Probleme damit hat Flüchtlinge unterzubringen. Denn jeder weiß, dass er Flüchtlinge hasst. Er muss sich an keine Gesetze halten, denn diese gibt es ja laut ihm nicht. Allerdings funktioniert diese Logik meist nur in seinem Kopf, Horst wurde schon mehrfach wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Doch dies hat er einfach jedes Mal ignoriert, er mochte das Gefühl von Macht, welches er bekam, wenn er die gerichtlichen Vorladungen zerriss. Jedoch kennt er die Folgen nicht, in ein paar Wochen wird Horst von der Polizei abgeholt werden und realisieren, dass seine Engstirnigkeit ihm nichts außer Problemen gebracht hat.

 


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Der Ansprechpartner für diesen Fonds ist Herr Pulfrich, den sie gerne mit marienstatt[a]pulfrich.com kontaktieren können.

Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt.

 



Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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