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Abi-Aktion 2018

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Gymnasium im Dialog“ – Kommunalpolitiker treffen auf neugierige Schüler Marienstatts



Zum „Gymnasium im Dialog“ am 27. Oktober 2017 begrüßten erfreut Schulleiter Andreas Wiemann-Stuckenhoff und Schülersprecher Fabrizio de Bartolo vom Privaten Gymnasium Marienstatt die Hachenburger Kommunalpolitiker Johannes Kempf (CDU), Michael Birk (SPD), Matthias Verbeck (FDP), Siggi Hardieß (Bündnis 90/Die Grünen) und als Vertreter des Verbandsbürgermeisters Helmut Kempf, die sich vor der gesamten Oberstufe zu aktuellen Fragen der Lokalpolitik der Schülerinnen und Schüler äußerten.

 

Politik werde nicht nur in Berlin, Brüssel oder Washington gemacht, sondern auch in unserer Heimat, dem Westerwald selbst, stellte Wiemann-Stuckenhoff einleitend fest und dankte den Gästen für ihr Kommen und der Schülervertretung für die Organisation dieser Veranstaltung. Schule vermittle nicht nur Unterrichtsstoff, sondern wolle auch das Interesse der Schüler am politischen Geschehen wecken, damit diese selbst aktiv werden, betonte der Schulleiter. Das Schulmotto „Marienstatt ist – und bleibt – bunt“ wolle das friedliche Miteinander aller unterstreichen. Der Schülersprecher beklagte, dass für viele Schüler Kommunalpolitik unbekannt sei, obwohl diese ihr unmittelbares Umfeld betreffe.

 

Die Schülermoderatoren Hamza Mohammed und Caja Schuhen baten die Politiker, sich den Schülerinnen und Schülern vorzustellen. Als Vertreter des Verbandsbürgermeisters erinnerte sich der Beigeordnete und Mündersbacher Ortsbürgermeister Helmut Kempf gerne seiner Schulelternbeiratszeit in Marienstatt und lobte die „vertrauensvolle, sehr gute Zusammenarbeit“ im Hachenburger Verbandsgemeinderat. Das CDU-Ratsmitglied Johannes Kempf, Direktor des Amtsgerichtes in Altenkirchen und Mitglied des Kreistages, kam gern nach Marienstatt, einem Ort, mit dem er vielfältig verbunden sei. Matthias Verbeck (FDP) war selbst bis 2007 Schüler in Marienstatt und bezeichnete als jetziger Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Marburg das Einbringen in die Politik für „eine super Sache“. Das erwähnte freundliche Miteinander im Verbandsgemeinderat sollte auch auf anderen Ebenen bestehen, wünschte sich der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Michael Birk. Siggi Hardieß (Bündnis 90/Die Grünen) forderte mehr politische Bildung und bemerkte nebenbei die „sehr schöne, grüne Decke in der Schulmensa“.

 

Die Digitalisierung stellte das erste Diskussionsthema des Vormittags dar. Alle Politiker befürworteten die Digitalisierung der Lehrmittel. CDU-Politiker Johannes Kempf verwies auf die besondere Situation des Privaten Gymnasiums Marienstatt, dessen Schulträger für Derartiges verantwortlich sei. Trotzdem bestehe die Möglichkeit zur Beantragung von Fördermitteln. Ohne digitale Ausstattung in Schulen funktioniere es nicht mehr, betonte der Sozialdemokrat Michael Birk. Zusammen mit dem Liberalen Matthias Verbeck, der mehr Kompetenz der Lehrer für digitale Geräte forderte, machte er den beachtlichen Fortschritt der digitalen Ausstattung von Hachenburger Schulen deutlich.

 

Auf die Nachfrage eines Schülers, was mit den zahlreichen Arbeitnehmern geschehe, wenn die Digitalisierung sie vom Arbeitsmarkt verdränge, entgegnete Johannes Kempf (CDU), der auf eine Anschlussbeschäftigung mit weiterer Qualifizierung der Betroffenen abzielte, mit den Worten: „Wir müssen uns den Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, stellen!“. Außerdem betonte Kempf, dass er eher einen zukünftigen Mangel an Arbeitsplätzen in Bereichen wie dem Gesundheitswesen sehe. Matthias Verbeck ergänzte: „Viele Arbeitsplätze fielen zwar durch den technischen Fortschritt weg, jedoch kämen auch beachtlich viele hinzu.“ „Ein vernünftiger Umgang mit der nicht mehr aufzuhaltenden Digitalisierung“ ist nach Michael Birk nötig. Er appellierte an alle Anwesenden, sich Gedanken über den persönlichen Umgang mit dem örtlichen Handwerk und den Läden zu machen, insbesondere im Hinblick auf den Internethandel und die persönliche Beratung. Überraschend sprach der Bündnisgrüne Hardieß ein bedingungsloses Grundeinkommen an, das auch von Parteien des eher linken Spektrums befürwortet werde, er betonte aber, dass er dieses Vorhaben gegenwärtig noch für „science fiction“ halte. Aber es könne in ferner Zukunft durchaus ein Thema werden. Der Christdemokrat Johannes Kempf hob hervor, dass es sich bei diesem Thema um ein gesamtgesellschaftliches handle und die Erfahrung von Arbeit auch zur Erfüllung des Lebens beitragen könne.

 

Im Publikum kam die Frage nach der Monopolstellung der KEVAG-Telekom in unserer Verbandsgemeinde auf. Helmut Kempf betonte, dass das Internet eine Grundversorgung sei und bedauerte die zögerliche Verbreitung des schnellen Internets. Ambivalent thematisiert wurde der reelle Nutzen von öffentlichen WLAN-Hotspots in Westerwälder Dörfern; einig waren sich alle Politiker über die Vor- und Nachteile des digitalen Zeitalters. Der Grüne Siggi Hardieß griff die sogenannten „alternativen Fakten“ – oder schlichtweg Lügen – auf, die sich durch das Internet rasant ausbreiten können. Einen größeren Einfluss der Digitalisierung auf die Politik und Verwaltungsdienstleistungen wünschte sich der Freidemokrat Verbeck.

 

Ein ebenfalls aktuelles Thema, nämlich das der Flüchtlingsintegration, sprach der Vertreter des Verbandsbürgermeisters an und nannte folgende Fakten: Den rund 260 im Umkreis von Hachenburg lebenden, meist aus Syrien, Afghanistan oder Pakistan stammenden Flüchtlingen würden u.a. durch Kostenübernahme der Verbandsgemeinde Sprachkurse angeboten. 70 der Geflüchteten würden bei ihren Asylanträgen aktuell begleitet. Dem Merkelbacher Sportverein und allen Hilfsbereitschaft Zeigenden dankte Kempf und fügte hinzu: „Flüchtlinge kosten uns unumstritten Geld!“ Jedoch könne man diese, als ein Staat mit rund 80 Millionen Einwohnern und einer sehr guten wirtschaftlichen Situation, problemlos unterstützen. Hardieß sprach sogar von „vorbildlicher Integration“ in unserer Verbandsgemeinde. Michael Birk hob das ehrenamtliche Engagement vieler hervor und Johannes Kempf sah in der dezentralen Unterbringung der Geflüchteten die „richtige Lösung“. Der Liberale Verbeck hofft, dass die Flüchtlinge weiterhin unterstützt werden. Einig waren sich alle Diskussionsteilnehmer über die Notwendigkeit des Erlernens der deutschen Sprache für eine gelungene Integration.

 

Auch wurden die Politiker nach ihrer persönlichen Meinung zum Rechts- und Linksradikalismus befragt. Der allgemeinen Maxime entsprechend hielt Johannes Kempf (CDU) beide Extreme für ein "No-Go" und fügte im Laufe der Diskussion hinzu, dass Rechts- und Linksradikalismus gleichgestellt werden müssten, da sie gemeinsam den aktuell bestehenden demokratischen Rechtsstaat ablehnten. Die AfD sei laut Matthias Verbeck (FDP) sicher "keine Bereicherung für den Bundestag". SPD-Politiker Michael Birk hielt die Beachtung des Grundgesetzes und der UN-Menschenrechtskonvention als Handlungsgrundlage aller Parteien für unabdingbar.

Helmut Kempf gestand nach heftigem Einwand eines diskussionsfreudigen Schülers zu, dass sicher nicht alle AfD-Wähler rechtsradikal seien. Exemplarisch nannte er sogenannte Großgemeinden, die dazu führen könnten, dass sich viele Bürger politisch abgehängt fühlten und aus Protest eine Partei wie die AfD wählten.

Alle Politiker waren sich einig, dass die AfD in ihrem Parteiprogramm den islamischen Glaubensgemeinschaften die in Deutschland bestehende Religionsfreiheit ganz klar abspreche. Dadurch bewege sich die AfD außerhalb des Grundgesetzes. Beigeordneter Helmut Kempf betonte auch, dass AfD-Politiker Gauland offen und eindeutig Rassismus vertrete.

Der Aussage, die AfD sei eine demokratische Partei, wurde deutlich widersprochen. Die Politiker mutmaßten, dass es allein wegen der Langwierigkeit und der juristischen Komplexität eines entsprechenden Verfahrens noch nicht zum Verbot der Partei gekommen sei. Dieser politische Konsens zur Frage der Bewertung der AfD wurde durch den großen Applaus der Schülerschaft unterstrichen.

 

Mit einer freien Fragerunde schloss die Veranstaltung, in der die Drogenpolitik und die mögliche Entkriminalisierung von Cannabis, Ursachen des Rückgangs der unter 30-jährigen Wähler, der Persönlichkeitswahlkampf zwischen Schulz und Merkel und die Vermögenssteuer thematisiert wurden.

 

CDU-Politiker Johannes Kempf äußerte, dass er aufgrund der psychisch verändernden Inhaltsstoffe Cannabis nicht befürworten könne. Den Aspekt der staatlichen Geldeinnahme betonte Matthias Verbeck (FDP), der die Eigenverantwortung des Einzelnen hervorhob. Sozialdemokrat Michael Birk forderte zwischen „harten und weichen Drogen“ zu unterscheiden. Hardieß sprach sich offen für eine Cannabis-Legalisierung unter staatlicher Kontrolle aus. Helmut Kempf sah den Schutz der Kinder und Jugendlichen als unbedingt nötig an, erwähnte auch, dass vermutlich weitere Kosten im Gesundheitswesen mit einer Legalisierung einhergingen.

 

Als Ursache für den Rückgang der Wahlbeteiligung der unter 30-Jährigen sprach der Christdemokrat Johannes Kempf das nachlassende Interesse der Bürger an der Politik an und appellierte an seine Kollegen, man solle die politischen Diskurse für die Jugendlichen interessanter und lebhafter gestalten. „Entscheidungen über lebenswerte Gemeinden werden vor Ort getroffen!“, ergänzte Birk (SPD).

 

Übereinstimmend wurde der Persönlichkeitswahlkampf der deutschen Spitzenpolitiker bedauert und mit der US-Präsidentschaftswahl letzten Jahres verglichen. Die Vermögenssteuer führe, so Johannes Kempf (CDU), nicht unbedingt zu mehr Gerechtigkeit. Dies unterstrich auch FDP-Mitglied Verbeck mit dem Hinweis auf die wahrscheinlich damit verbundene Steuerflucht. Auch der Sozialdemokrat tendierte eher zu einer Ablehnung einer Vermögenssteuer.

 

Beigeordneter Kempf sprach zum Schluss das Brexit-Referendum an und mahnte die Jugendlichen mit einem Blick nach Großbritannien, Gebrauch von dem Privileg, wählen zu dürfen, zu machen.

 

Abschließend dankte Schülersprecher Fabrizio de Bartolo allen Diskussionsteilnehmern für die vielfältigen Beiträge. Die Veranstaltung „Gymnasium im Dialog“ sei „sehr interessant und abwechslungsreich“ verlaufen.

 

David Lemle

 






Fotos: Hauke Bietz

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Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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