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Sozialfonds

Der Förderverein unterstützt alljährlich Schüler und Schülerinnen, deren Eltern Schwierigkeiten bei der Finanzierung außerunterrichtlicher Aktivitäten, z.B. Schulfahrten, Wandertage etc., haben.

Der Ansprechpartner für diesen Fonds ist Herr Pulfrich, den sie gerne mit marienstatt[a]pulfrich.com kontaktieren können.

Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt.




Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Randsportart Skiakrobatik: Karriere einer Athletin, von Ihren Anfängen bis heute

 

Interview mit Skiakrobatin Manuela Müller

 

von Robin Schmidt (8b)

 

Die Schweizer Skiakrobatin Manuela Müller erzählt von ihrem Sport. Dem schnellen Anfang, der hervorragenden Karriere, bis zu ihrem erzwungenen Ende. Manuela Müller machte auf sich aufmerksam. Spätestens ab dem Weltcup 2006, sie wurde dritte der Gesamtwertung, obwohl sie durch zahlreiche Verletzungen ausgebremst wurde.

 

Frage: Wie kamen sie zur Skiakrobatik?

Manuela: Ich war mit meinem Kunstturnverein an einem See für einen Spaßtag und hatte dort die Möglichkeit, Skiakrobatik im Wasser kennenzulernen. Ein Jahr später wollte der Verein wieder an den See. Leider hatte ich keine Zeit. Da ich aber unbedingt wollte und mein Trainer vom Turnverein den Trainer der Schweizer Nationalmannschaft für Skiakrobatik kannte, hatte er für mich einen Spezialtermin vereinbart. Ich durfte mit der Nationalmannschaft trainieren. Es hat mir extrem gefallen und da der Trainer für seine Mannschaft auf der Suche nach Mädchen war und er bei mir Talent gesehen hat, konnte ich am nächsten Tag angefangen.

 

Frage: Wie alt waren sie, als sie angefangen haben?

Manuela: Ich war 18 Jahre alt und das ist ziemlich alt für diese Sportart. Aber da ich schon Skifahren und Turnen als Grundlage konnte, hat das sehr gut funktioniert.

 

Frage: Wie bereiten sie sich im Sommer für die Winterturniere vor?

Manuela: Im Sommer sind die Grundlagen die Wasserschanzen. Um die Sprünge auf der Wasserschanze umsetzen zu können, üben wir sie erstmals auf dem Trampolin. Es gibt auch ein spezielles System, nämlich ein Bungee, damit kann man höher springen und so auch besser die Sprünge trainieren.

 

Frage: Ist es denn schwierig oder gefährlich auch auf dem Trampolin die Sprünge zu üben?

Manuela: Nein, weil wir auch mit Seilen gesichert sind und damit kann nichts passieren. Deswegen ist das auch die Grundlage. Wenn du das beim Bungee kannst, dann gehst du ins Wasser und musst versuchen, die Sprünge umzusetzen und zu probieren.

 

Frage: Dabei haben Sie sich bestimmt auch schon mal verletzt oder sich weh getan, oder?

Manuela: Ja, also das Wasser tut auch weh, aber verletzen tust du dich nicht richtig. Aber wenn du auf dem Rücken oder Bauch aufkommst, ist das nicht so lustig (lacht). Also das Wasser kann auch ziemlich hart sein, aber es sind auch Luftblasen im Wasser, die die Oberfläche brechen. Außerdem lernt man im Wasser, besser die Höhe einzuschätzen.

 

Frage: Gestürzt sind Sie wahrscheinlich auch schon oft?

Manuela: Jo(lacht), da müssen alle durch, ganz ohne geht´s nämlich nicht.

 

Frage: Was war ihr größter persönlicher Erfolg?

Manuela: Also was soll ich jetzt sagen, da gibt es ein paar, das war bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin der 7. Rang, als ich ein Diplom geholt habe, das war ein großer Anlass, aber es war nicht meine persönliche Bestleistung. Im selben Jahr hatte ich auch noch andere Wettbewerbe und war Dritte im Gesamtweltcup, aber ich denke, das war so mein Jahr von den Resultaten mit den Highlights. Ansonsten ist es vielmehr in dem Moment, in dem du einen neuen Trick machst, wenn du das erste Mal im Schnee gesprungen bist. Da spielt das Adrenalin mit. Das sind dann die Highlights, an die du dich erinnerst.

 

Frage: Ist es denn schwer, in der Luft die Orientierung zu behalten?

Manuela: Also ich sag es mal so, in 99% der Fälle wissen wir, wo wir sind, es ist zwar schwer nachzuvollziehen, aber wir sehen immer den Boden, also wenn ich einen Salto mit Schraube springe, kann ich den Boden immer sehen, aber wenn ich die Doppel-Schraube springe, sehe ich ihn kurz nicht, aber ich sehe ihn ja davor und danach.

 

Frage: Und im Normalfall landet man dann immer auf den Füßen, oder?

Manuela: Ja, im Normalfall schon und wenn du mal nicht auf den Füßen landest, ist es ein anderes Problem, aber man weiß trotzdem, wo man ist.

 

Frage: Als Sie den Erfolg hatten bei Olympia, was war das für ein Gefühl?

Manuela: Die Olympischen Spiele sind schon überwältigend, gerade weil wir nicht so eine große Sportart sind und nicht so viel Medienpräsenz haben und wir sonst nicht so viele Zuschauer haben. Es ist sehr überwältigend und wenn du dir das mal anschaust, dann sind die Wenigsten das erste Mal bei den Olympischen Spielen erfolgreich, weil es einfach so überwältigend ist. Auch wegen der Zuschauer, weil sonst sind es nur 2000 und auch mit den Kameras, die sind dann ein bis zwei Meter vor deinem Gesicht, das ist man überhaupt nicht gewohnt. Dann bist du mit denjenigen da, die du bewundert hast und die Leute zu Hause, die vor dem Fernsehen sitzen und einen anfeuern, das ist dann sehr emotional.

 

 

Frage: Was macht eigentlich einen guten Skiakrobaten oder eine gute Skiakrobatin aus?

Manuela: Entscheidend ist eigentlich das Mentale, weil es eine sehr mentale Sportart ist und natürlich brauchst du auch eine perfekte Technik, weil du bist dann circa zwei Sekunden in der Luft und muss dann auch alle Details für diesen einen Moment abrufen, das ist dann Präzision und Körperarbeit. Man kann die Technik und das Mentale trainieren und lernen. Zum Schluss ist das Mentale nämlich auch das entscheidende, weil die Technik so automatisiert ist und wenn du dann mental nicht in der richtigen Verfassung bist, klappt es nicht.

 

Frage: Und wie bringen Sie sich dann in diese richtige Verfassung? Gibt es da irgendein Verfahren?

Manuela: Es gibt ganz viele Verfahren und Techniken, die du machen kannst. Du kannst deine Gedanken kontrollieren über Bilder und über die Atmung, positive Sätze, die du dir sagst. Die Techniken trainierst du dir an.

 

Frage: Sie haben dann auch mehrere Techniken oder nur eine?

Manuela: Nein, ich hatte auch schon verschiedene. Aber ein Problem war z. B. in Turin bei der Qualifikation, da waren wir draußen und wir begannen, doch durch den starken Schneefall wurde zwischenzeitlich abgebrochen, dann wieder angefangen und dann komplett verschoben. Dann begann das Ganze ein drittes Mal, du musstest wieder trainieren und nochmal deine ganze Energie bündeln auf diesen Moment. Nach dem Sprung, als das geschafft war, war ich so müde im Finale und ausgelaugt. Ich hatte im Finale das Gefühl, es wäre ein Film und ich wäre gar nicht da. Dies war für mich ein ganz neues Gefühl, weil ich in den letzten acht Jahren davor das noch nie erlebt habe. Ich habe mir auf meine Wangen geschlagen, um mich zu aktivieren und mich wach zu halten. Normal war ich immer leicht nervös und hellwach bei einem Wettkampf und ich musste mich eher beruhigen. Das war völlig ungewohnt.

 

Frage: Was bereitet ihnen Freude an ihrem Sport?

Manuela: Das eine ist das Gefühl vom Adrenalin, aber auch die Freude an der Präzisionsarbeit, wenn ich meinen Körper wahrnehmen kann, um die einzelnen Details noch zu bearbeiten. Sich kopfüber irgendwie in die Luft rauszukatapultieren und das ist auch ein spezielles Gefühl, das muss man irgendwie mögen.

 

Frage: Das ist dann bestimmt auch das Gefühl der Freude, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat?

Manuela: Ja klar, das auf jeden Fall. Wenn man die Sprünge trainiert hat und dann gesprungen ist und im Schnee wieder gelandet ist, ist da auch ein Gefühl von Erfolg und Stolz und ein Gefühl der Freude.

 

Frage: Konnten Sie denn alleine vom Einkommen der Skiakrobatik leben?

Manuela: Nein, keine Chance. Im Sommer habe ich neben dem Sport 40 bis 60% gearbeitet. Das war ziemlich happig alles zusammen. Aber im Winter habe ich nicht gearbeitet, weil wir immer unterwegs waren. Ich habe zu Hause bei meinen Eltern gewohnt, weil ich mir keine andere Wohnung leisten konnte, weil wir mit dem Sport auch nichts verdient haben.

 

Frage: Das ist ja dann auch schade, aber es geht ja auch größtenteils um den Spaß oder?

Manuela: Ja natürlich, bei so einer kleinen Sportart sind wir wie eine kleine Familie über alle Nationen. Klar, bei dem Wettkampf kämpft jeder für sich, doch danach können wieder irgendwo zusammen hingehen und jeder hilft jedem, das geht nicht in jeder Sportart.

Frage: Wie haben Sie denn eigentlich Misserfolg verarbeitet?

Manuela: Tja, also das ist eine gute Frage (lacht), ich muss das nämlich loswerden, weil ich ein sehr emotionales Mädel bin, was dann auch weint: Ich muss mit den Leuten sprechen, was mich ärgert und was nicht geht und über eine kommunikative Ebene verarbeiten. Mit dem Trainer wird der Misserfolg auseinandergenommen. Es wird geschaut, was passiert ist und was man beim nächsten Mal wieder besser machen kann. Das gehört halt auch dazu, um es möglichst schnell wieder auf die Seite zu schieben.

 

Frage: Wie sehen sich selbst bezogen auf ihren Charakter?

Manuela: Als Athletin. Also, ich bin sehr ehrgeizig im Sinne von perfektionistisch. Ich wollte unbedingt die perfekten Sprünge hinkriegen. Ich war aber auch eine sehr hilfsbereite Athletin, die überall geholfen hat, was vielleicht zu viel Energie gezogen hat, aber ich war nie die egoistische Athletin, weil das nicht zu meinem Charakter gepasst hätte. Entweder kann ich so gut werden und freundlich und sozial, ansonsten würde ich nicht gerne eine ganz Topathletin sein.

 

Frage: Und warum haben Sie eigentlich ihre Karriere beendet?

Manuela: Am Schluss waren der Grund die vielen Verletzungen. Nach dem Weltcup im März in Turin 2006 hat es mit der ersten größeren Verletzung begonnen und danach war ich jeden Frühling bis 2009 im Spital, weil ich irgendeine Verletzung hatte, die operiert werden musste. Dann konnte ich erst im September, Oktober wieder mit dem Training beginnen. Der Sommer war dann fürs Training sehr kurz. Es fehlt einem immer Training. Man ging dann wieder in den Schnee und zum Schluss waren es einfach zu viele Verletzungen. Ich hatte durchgehend Schmerzen, weil ich Knorpelschäden hatte. Meine Oberschenkelmuskulatur hat auch nicht mehr wirklich gearbeitet und dann wurde es auch zu gefährlich.

 

Frage: Haben Ihnen dann Ihre Ärzte gesagt, dass Sie aufhören sollen?

Manuela: Nein, mir hat das dann mein Trainer gesagt, dass er dem Ganzen nicht mehr zuschauen möchte, dass das einfach zu gefährlich wird und er mich dann auch nicht mehr unterstützt, wenn ich weiter mache. Ich hätte mir also einen neuen Trainer suchen müssen. Aber es war auch das Richtige. Ich wollte es halt einfach nicht akzeptieren, aber die Schmerzen wurden auch immer größer. Bei einem dreifachen Salto im Schnee wird das ja auch zu gefährlich, wenn du die Oberschenkel so belastest. Ich hatte ja schon Schmerzen bei einem Einfach-Salto. Ich konnte die Oberschenkel nicht mehr stabilisieren.

 

Frage: Und wie kamen Sie schlussendlich zum jetzigen Trainerstand?

Manuela: Eineinhalb Jahre habe ich in einem Fitnesscenter gearbeitet und Fitnessinstruktoren ausgebildet. Nach anderthalb Jahren ist der damalige Nachwuchstrainer der Schweizer Nationalmannschaft zurückgetreten. Sie haben mich angerufen und gefragt, ob ich das übernehmen möchte.

 

Frage: Sie haben erst die Schweizer Nationalmannschaft trainiert und dann sind Sie nach Australien gegangen,oder?

Manuela: Ja, ich habe erst 7 Jahre die Schweizer Nationalmannschaft trainiert und dann haben mich die Australier angerufen, die mich ja auch kannten, und gefragt, ob ich zu Ihnen kommen möchte, weil die gehört haben, dass ich in der Schweiz zurückgetreten bin. Es gibt halt nicht sehr viele Trainer, die diese Sportart trainieren.

 

Frage: Sie waren ja auch gerade mit der australischen Nationalmannschaft in Kanada trainieren?

Manuela: Ja, in Australien gibt es keine gute Wasserschanze. Es ist auch ein politisches Problem, sie wollen sie seit Jahren bauen, aber es ist im Moment schwierig, deswegen haben wir dann in Kanada trainiert.

 

Frage: Wie viele Athleten trainieren Sie dann?

Manuela: Im Moment besteht unser Team aus fünf Athletinnen. Eine ist allerdings leicht verletzt und eine andere muss hin und wieder zur Uni. In Australien ist diese Sportart ziemlich speziell, weil die keine Männer trainieren. Sie sagen, dass es schneller geht, eine Frau an die Weltspitze zu bringen, weil die Frauen körperlich schneller am Anschlag sind. Über die komplette Karriere hinweg müssen die Frauen weniger verschiedene Sprünge lernen. Von der Kraft und der Dynamik her kommen die Frauen schneller an ihre Grenzen. Der Dreifachsalto kann sich nicht 100% durchsetzen bei den Frauen, nicht mehr als 80 % des Feldes der Frauen setzen diesen um. Frauen können die Stöße, wenn man von so weit oben kommt, nicht so gut wegstecken und es ist auch eine Sache des Mutes. Männer benötigen für das Erlernen der Sprünge vier Jahre mehr und das lohnt sich finanziell nicht, sagen die Australier. Es ist also auch eine Sache des Geldes.

 

Frage: Meine letzte Frage wäre dann, ob sie über sich als Skiakrobatin noch etwas erzählen wollen?

Manuela: Ja, das ist eine gute Frage, eine lange offene (lacht), ich kann sicher sagen, dass es eine spezielle Sportart, weil du bei dem Springen in einem Moment von zwei bis sechs Sekunden alles hinkriegen musst und das andere ist, dass du sehr viel Mut brauchst. Außerdem bringt es einen ziemlich ans Limit, jeden Morgen aufzustehen und Dich über diese Schanze hinauszukatapultieren. An manchen Tagen ist es nicht so einfach, wegen Wind oder schwierigen Schneeverhältnissen oder man ist am Vortag gestürzt. Man muss sich immer wieder ans Limit puschen. Deswegen ist unsere Sportart so speziell und das können nicht so viele. Wenn man über die Sportart mehr erfahren will, kann man sich einen Film von meiner Kollegin anschauen, der heißt: The Will to fly! Sie ist zur gleichen Zeit gesprungen wie ich.

 

 

 

 



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Die MSS 11 + 12 fahren nach Taizé



Die diesjährige Reise nach Taizé findet vom 10. bis 18. August 2019, also am Ende bzw. nach den Sommerferien statt.

Anmeldeschluss: 1.6.2019


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Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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