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Abi-Aktion 2018

Die Abi-Aktion 2018 möchte die Diakonie im Westerwald sowie die Familien von zwei Mitschülern unterstützen - nähere Informationen finden Sie hier.

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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).








Compassion -
Das Sozialpraktikum der MSS 11

Zwischen dem ersten und zweiten Schulhalbjahr verbringen Marienstatter Schüler aus der Jahrgangsstufe 11 zehn Arbeitstage in verschiedenen sozialen Einrichtungen unserer Region, z.B. in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen usw., um dort Einblick zu gewinnen in die Arbeit mit Menschen unserer Gesellschaft, die besonderer Hilfe und Fürsorge bedürfen; mehr noch: um durch tätige Mithilfe eine auf eigenen Erfahrungen beruhende persönliche Beziehung zu diesem Teil der sozialen Welt aufzubauen.

In diesem Zusammenhang der näheren Beschreibung des Projekts sei zunächst ein Blick auf den Leitbegriff des Sozialpraktikums vorangestellt: Das englische Wort COMPASSION steht für „Mitleiden“ oder „Mitfühlen“; gemeint ist also die Haltung der „Mitleidenschaft“, der Solidarität mit den Menschen, die in unserer Gesellschaft aus eigenen Kräften wegen Krankheit, Behinderung, Sucht oder altersbedingter Einschränkungen nicht mithalten können. Somit bedeutet „Compassion“ eine Haltung sozial verpflichtenden Engagements; diese ist zwar durch Recht und Gesetz weder vorgeschrieben noch einklagbar, ohne sie funktioniert aber keine Gesellschaft. Daher wird in diesem Projekt insofern ethisches Handeln geweckt, entwickelt und gefördert, als es darum geht, „die Not und das Leid hilfsbedürftiger Menschen wahrzunehmen (Erkenntnis und Einsicht), die Bedeutung eigener caritativer Dienstleistungen unter dem Aspekt von Sozialverpflichtung zu reflektieren (Werturteilsfähigkeit) und die persönlichen Möglichkeiten und Grenzen des Dienstes am Mitmenschen unter dem Aspekt von Selbstverpflichtung, d.h. persönlicher Entscheidung, einzuschätzen (Handlungsdisposition).“ (Zitiert nach Rekus, Jürgen: Compassion – ein erlebnisbezogenes Bildungskonzept. In: Compassion. Weltprogramm des Christentums. Soziale Verantwortung lernen, hg. v. Metz, J. B.; Kuld, L.; Weisbrod, A., Freiburg 2000, S. 75)

 

Der besondere pädagogische Wert dieses Projekts liegt also darin: Der junge Mensch wird aufgerüttelt, ihm werden die Augen für das Leiden seiner Mitmenschen geöffnet und er wird zur tätigen Hilfe herausgefordert. Es geht ferner darum, die Würde des Anderen zu achten und sich selbst in Mitmenschlichkeit zu engagieren. Dies ist eine Lebenswelt, die real in der Schule so nicht vorkommt und deshalb den 16-17jährigen Gymnasiasten nun neue, die eigene Persönlichkeit prägende Dimensionen eröffnet.

 

Der Schulelternbeirat (SEB) unserer Schule nahm den Gedanken „Compassion“ auf und gab den Anstoß dazu, dieses Projekt auch am Gymnasium Marienstatt zu realisieren. Nach Absprache mit Pater Andreas recherchierten die Vertreter/innen des SEB zunächst, ob unsere ländliche Gegend überhaupt genügend Praktikantenstellen – denn pro Jahrgangsstufe 11 werden um die 120 Stellen benötigt – bietet. Dank sehr engagierter Tätigkeit hatte der SEB schließlich ca. 140 Stellen zusammengetragen, unter anderem in Krankenhäusern, bei Pflegediensten, in Schulen für Behinderte, in Kindergärten mit sozialem Brennpunkt und in Alten- und Pflegeheimen.

 

Nachdem das Projekt in der Gesamtkonferenz die volle Zustimmung des Lehrerkollegiums gefunden hatte, erklärten sich spontan einige Lehrer/innen bereit, gemeinsam mit Vertretern des SEB Organisation und Planung zu erarbeiten. Seitdem treffen sich diese Lehrer und die Elternvertreter in unregelmäßigen Abständen zur gemeinsamen Arbeit. Die Sitzungen werden auf Lehrerseite von Frau Fritzinger einberufen und geleitet; sie koordiniert das Sozialpraktikum am Privaten Gymnasium Marienstatt.

 

Um in einer Schule, die auf ein bereits mehrfach durchgeführtes Sozialpraktikum zurückblicken kann und somit gewisse Erfahrungen mit „Compassion“ gewonnen hat, Informationen und Denkanstöße zu holen, fuhr das gesamte Lehrerkollegium unserer Schule im September 2001 im Rahmen eines Studientages nach Mainz zum „Theresianum“. Dieses Gymnasium ist ein Ganztagsgymnasium in Trägerschaft des Johannesbundes mit Sitz in Leutesdorf. Der Koordinator des Sozialpraktikums am „Theresianum“, Herr Neufurth, informierte uns ausführlich und gewinnbringend über seine Art der Organisation und Durchführung. Auch berichteten einige Schüler der dortigen Jahrgangsstufe 11, die das Praktikum in verschiedenen Institutionen (Intensivstation eines Krankenhauses, Kindergarten, Obdachlosenheim) abgeleistet hatten, über ihre anfänglichen Ängste und Vorbehalte, über ihren Einsatz, über ihre Tätigkeit und über Erfahrungen aus dieser Praktikumszeit. Spätestens nach unserem Besuch im „Theresianum“ waren wir von dem Projekt „Compassion“ überzeugt. Uns war vor allem klargeworden, dass wir unseren Schüler/innen diese wertvolle soziale Erfahrung nicht würden vorenthalten dürfen. Wir waren uns der Notwendigkeit bewusst, dass wir bei dem ich-bezogenen und materiell orientierten Geist unserer Zeit dem jungen Menschen unbedingt die Möglichkeit gewähren müssen, die Nöte und Bedürfnisse seines Mitmenschen nicht nur bloß zu erkennen, sondern sich in einem solchen Praktikum der Herausforderung zu stellen, seinem Mitmenschen zu helfen, auf dessen Gefühle und Probleme aktiv zu reagieren, eben nicht tatenlos in Vorurteilen und Gleichgültigkeit zu versinken. Am 20. Februar 2002 fuhren dann Schüler/innen unserer 10. Klassen mit ihren Klassenleitern und Vertretern des „Compassion“- Teams nach Mainz ins „Theresianum“. Die Mainzer Schüler, die das Praktikum gerade in ihren Praktikumsberichten aufgearbeitet und nachbereitet hatten, standen in kleinen Gruppen den unsrigen sozusagen als „Zeugen“ für die Beantwortung von Fragen, für die Besprechung von Vorbehalten und zu Berichten über ihre Tätigkeit zur Verfügung. Spontan waren hinterher viele unserer Schüler von dem Gedanken „Compassion“ angetan bis begeistert, auf jeden Fall so sensibilisiert, dass sie sich durchaus vorstellen konnten, ein solches Praktikum auch an unserer Schule einführen und ableisten zu lassen. Inzwischen ist am Gymnasium Marienstatt das Sozialpraktikum Bestandteil des Schulvertrags und somit verpflichtend für jeden Schüler der Jahrgangsstufe 11. Aus schulorganisatorischen Gründen (die Noten für das Halbjahreszeugnis stehen fest; das neue Halbjahr hat offiziell noch nicht begonnen) ist die zweite Januarhälfte (zwei Wochen) für die Absolvierung des Praktikums festgelegt, wobei die genauen Daten von Jahr zu Jahr variieren.

 

Schon ab Klasse 10 bereiten die Lehrer in einigen Fächern „häppchenweise“ auf das Sozialpraktikum vor. Es gibt zu „Compassion“ inzwischen für mehrere Fächer didaktische Wegweiser; diese zeigen auf, welcher Beitrag jeweils zur Vorbereitung geleistet werden kann, und beinhalten bisweilen konkrete Unterrichtsvorschläge. Somit begleiten Theorie und Unterricht das Projekt und machen es darüber hinaus fächerübergreifend relevant. Die Sensibilisierung für das Praktikum in den einzelnen Unterrichtsfächern läuft in der Jahrgangsstufe 11 weiter, sodass die Schüler, die von anderen Schulen zum Gymnasium Marienstatt wechseln, keine Nachteile haben. Vor den Herbstferien beginnt bereits die konkrete Organisation des Praktikums:

- Die Schüler entnehmen zunächst einer Liste, welche Einrichtungen Praktikanten nehmen und in welchen Ortschaften sich die jeweiligen Praktikantenstellen befinden.

 

- Die Schüler wählen drei Institutionen aus (durch Nummerierung machen sie Prioritäten deutlich) und geben auf dem Wahlzettel an, ob eine private Fahrgelegenheit zum Praktikumsort besteht oder ob öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden müssen. Das Problem der Fahrmöglichkeit darf in unserer ländlichen Gegend nicht unterschätzt werden.

 

- Vertreter des Compassion-Teams werten diese Wahlzettel aus und teilen nun jedem Schüler eine Praktikumsstelle zu. Dabei werden die Wünsche des Schülers nach einer bestimmten sozialen Einrichtung genauso berücksichtigt wie seine Fahrmöglichkeiten.

 

- Danach kann jeder Schüler aus einer neu erstellten Liste ersehen, welcher Institution er zugewiesen wurde. Ferner informiert diese Liste darüber, welche Arbeitszeit in den einzelnen Institutionen üblich ist, ob eine Impfung notwendig ist, ob von der Praktikantenstelle ein Lebenslauf verlangt wird oder ob ein Vorstellungsgespräch gewünscht ist.

 

- Diejenigen Lehrer, die in der 11. Jahrgangsstufe unterrichten, betreuen entsprechend ihrer Wochenstundenzahl in der MSS 11 eine bestimmte Anzahl von Schüler/innen. Sie tragen sich nun auch in die Liste ein und übernehmen somit die individuelle Betreuung einzelner Teilnehmer.

 

So haben die Schüler lange vor dem Praktikumstermin Gelegenheit, das Gespräch mit ihrem betreuenden Lehrer zu suchen und alle das Sozialpraktikum betreffenden Fragen, Probleme, Unklarheiten, Erwartungen zu erörtern und zu klären. Diese Lehrer sind als permanente Ansprechpartner zugleich das „Bindeglied“ zwischen Schüler, Schule und Institution. Während des Praktikums „besuchen“ sie „ihre“ Praktikanten in der Institution, stehen in Kontakt mit der Praktikumsleitung, wachen darüber, dass das Praktikum vom Schüler ordnungsgemäß abgeleistet wird, und darüber, dass die Institution den Praktikanten ausschließlich zu sozialen Aufgaben am Mitmenschen heranzieht. Natürlich stehen diese Lehrer dann besonders bei, falls ein Schüler psychisch allzu belastet und seiner Aufgabe nicht gewachsen sein sollte. In einem Gottesdienst am letzten Unterrichtstag vor dem Praktikumsbeginn wurden die Schüler in ihre neue Lebens- und Arbeitswelt „ausgesandt“. Die Praktikanten 2003 gestalteten ihren Gottesdienst, der als Thema die Frage der „Zu-mut-ung?“ stellte, selbst aktiv mit. Jeder Schüler z.B. formulierte, ohne seinen Namen anzugeben, seine eigenen Ängste, Befürchtungen, Erwartungen, Hoffnungen; diese Äußerungen wurden dann gesammelt, vorgelesen und später in die Fürbitten einbezogen. Diese gemeinsame Unternehmung und die Tatsache, dass eine ganze Jahrgangsstufe ähnliche Gedanken und Gefühle hatte, förderte besonders intensiv das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler/innen. Nach der Ableistung des Praktikums müssen die Teilnehmer einen Bericht abfassen. Der festgelegte Abgabetermin ist für alle verbindlich. Auf diese Weise werden sie dazu angehalten, das im Praktikum Erlebte intensiv aufzuarbeiten und zu reflektieren. Außerdem müssen die Schüler/innen bei Abfassung des Berichtes sowohl inhaltliche Kriterien als auch die Regeln für die äußere Gestaltung einhalten. Der Bericht wird von dem betreuenden Lehrer begutachtet. Wenn das Praktikum ohne nennenswerte Zwischenfälle (z.B. häufiges Fehlen des Schülers, Versäumnisse usw.) durchlaufen wurde und wenn der Praktikumsbericht zufriedenstellend abgefasst ist, wird dies dem Schüler in Form eines Testats bescheinigt. Eine Benotung nach der in der Schule üblichen Notenskala wird nicht vorgenommen.

 

Nachdem die Schüler wieder in den schulischen Alltag zurückgekehrt sind, werden ihre Erlebnisse und sozialen Erfahrungen in den Religionskursen zum Thema gemacht und so in der Gruppe aufgearbeitet: Die Teilnehmer des Praktikums 2003 hielten ihre Eindrücke, Gedanken, Meinungen, Erfahrungen und kritischen Anmerkungen auf Plakaten fest. Diese wurden dann auf Stelltafeln ausgestellt und der gesamten Schülerschaft präsentiert. Dabei galten als besondere Zielgruppe natürlich die Schüler/innen der Klassenstufe 10 als die Absolventen des nächsten Sozialpraktikums. Insgesamt wurde das Sozialpraktikum 2003 sowohl seitens der Einrichtungen als auch der teilnehmenden Schüler/innen als äußerst positiv und gewinnbringend empfunden und beurteilt. Etliche Schüler bedauerten sogar, dass die Praktikumszeit nur zwei Wochen gedauert habe; sie wären gerne noch länger in ihren Institutionen tätig geblieben. Die Vetreter des Compassion-Teams am Gymnasium Marienstatt hoffen, dass auch in den kommenden Jahren genügend Praktikantenstellen für die Jahrgangsstufe 11 zur Verfügung stehen, sodass das Sozialpraktikum zur dauerhaften Einrichtung am Gymnasium Marienstatt werden kann.

 


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Jahresterminplan

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AGs 2018/19

Die AG-Listen des kommenden Schuljahres finden sich im Schüler-Login-Bereich. Beachtet bitte den Anmeldeschuss am Freitag 18.5.2018!



Die MSS 11 + 12 fahren nach Taizé

Die diesjährige Reise nach Taizé findet vom 4. bis 12. August 2018, also am Ende bzw. nach den Sommerferien statt.

Anmeldeschluss: 1.6.2018


Download

Taize-Flyer_2018.pdf

Weitere Informationen >>



Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



Aktueller Speiseplan
und weitere Infos zur Schulmensa

Hier finden Sie alle Informationen zur Mensa



Sozialfonds

Der Förderverein unterstützt alljährlich Schüler und Schülerinnen, deren Eltern Schwierigkeiten bei der Finanzierung außerunterrichtlicher Aktivitäten, z.B. Schulfahrten, Wandertage, etc., haben.

Der Ansprechpartner für diesen Fonds ist Herr Pulfrich, den sie gerne mit marienstatt[a]pulfrich.com kontaktieren können.

Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt.

 



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