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Sozialfonds

Der Förderverein unterstützt alljährlich Schüler und Schülerinnen, deren Eltern Schwierigkeiten bei der Finanzierung außerunterrichtlicher Aktivitäten, z.B. Schulfahrten, Wandertage etc., haben.

Der Ansprechpartner für diesen Fonds ist Herr Pulfrich, den sie gerne mit marienstatt[a]pulfrich.com kontaktieren können.

Alle Anfragen werden streng vertraulich behandelt.




Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


„Manchmal fragt man sich, was in diesen Köpfen vorgeht. Und dann sind diese auch noch aus der eigenen Partei.“

Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag (SPD) steht PPP-Stipendiaten Rede und Antwort

 

von Lovre Milic 10c

 

Aufgrund des PPP – Stipendiums bekam ich die Möglichkeit, mit weiteren Mitstipendiaten die Bundestagsabgeordnete Frau Dagmar Freitag zu interviewen. Das PPP (Parlamentarisches Patenschafts-Programm) ist ein Stipendium zum kulturellen Austausch zwischen den USA und Deutschland. Es wird versucht, dies durch einen bezahlten, einjährigen Aufenthalt bei einer Gastfamilie zu erreichen.

Frau Dagmar Freitag ist Abgeordnete der SPD im deutschen Bundestag, neben diesem ist sie noch ehrenamtliche Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletikverbandes. Seit 1996 ist sie Berichterstatterin für das PPP und das IPS (jährliches Stipendienprogramm des Deutschen Bundestages). In ihrem Wahlkreis organisiert AFS (eine andere Austauschorganisation neben YFU) das PPP.

 

Anfangs kamen zwei sympathische Referenten Frau Freitags, Ryan und Kevin, zu uns und unterhielten sich mit uns, während wir auf Frau Freitag warteten.

Es stellte sich heraus, dass beide US-Amerikaner waren und über das IPS bei der Abgeordneten arbeiten. Beide kamen aus Texas, Ryan lebt in Berlin-Kreuzberg, unterrichtet Teilzeit Englisch und arbeitet Teilzeit als Referent. Kevin war schon mit dem PPP in Deutschland, macht aber im Vergleich zu seinem Arbeitskollegen nur für eine kurze Zeit ein Praktikum bei Frau Freitag.

 

Nachdem die ebenso wie ihre Referenten sympathische Dagmar Freitag in den Raum hereinkam, stellte sie sich nach einer kurzen, schmerzlosen Begrüßung vor. Zudem erklärte sie uns, dass wir als PPP-ler durchaus einen guten Ruf in den USA haben, deswegen aber auch gleichzeitig mehr von uns erwartet werde.

 

Die erste Frage, welche gestellt wurde, war, ob Kontakt mit seinem Abgeordneten erwünscht sei und wie oft man in Kontakt treten sollte.

Ganz klar wurde gesagt, dass der Kontakt mit dem Abgeordneten sehr wichtig sei, aber der Umfang von Abgeordneten zu Abgeordneten unterschiedlich ist. Für sie persönlich sei das PPP eine Herzblutsache, für manch Anderen nicht.

Bei ihrer Auswahl finde sie es wichtiger, ihre Bewerber persönlich kennenzulernen als diese über das Papier zu wählen.

Uns wurde auch versichert, dass nicht immer Abgeordnete selbst schuld seien, weil im Büro der Brief an den Abgeordneten verloren ging. Nichts desto trotz passiere es oder könne es passieren, dass man nichts von seinem Abgeordneten hört.

Eine Vierergruppe von Abgeordneten (parteiübergreifend) kümmere sich intensiv um die PPP-Stipendiaten.

 

Auch wollten wir wissen, wie sich ihrer Meinung nach die deutsch-amerikanischen Beziehungen unter dem Präsidenten Barack Obama entwickeln werden.

Sie fand, dass die deutsch-amerikanische Beziehung unter Barack Obama eine große Chance habe, sich zu verbessern.

Allerdings sagt sie, dass der neue Präsident zu viele Baustellen habe, als dass er sich um alle kümmern könne. Trotzdem erwarte Dagmar Freitag von ihm neue Wege in der Innen- und Außenpolitik. Auch wünsche sie sich, dass Amerika zukünftig mehr Programme wie das PPP mit Deutschland einrichtet.

Zudem betonte Frau Freitag, dass der „American Dream“ nur noch schwer zu erreichen sei, da im Vergleich zu Deutschland die sozialen Sicherungen in Amerika fehlen.

 

Wir fragten die Abgeordnete, ob das PPP von allen Parteien unterstützt werde.

Und ja, alle Parteien stehen hinter dem PPP, nur der Abgeordnete Herr Ströbele der Grünen lehne es ab. Im schlimmsten Falle könne es tatsächlich passieren, dass das Programm von amerikanischer Seite abgebrochen wird.

 

Eine spannende Frage, die gestellt wurde, war ob Frau Freitag auch das Auslandsjahr machen würde, wenn sie noch einmal die Chance dazu hätte.

Die Antwort war kurz und knapp: „Es war ein großer Fehler, kein Austauschjahr zu machen.“

 

Oft begegnet einem die Frage, warum sich Deutschland weltweit so wenig engagiert. Die Ansichten zu diesem Thema sind breitgefächert.. Nun wollten wir die Meinung Frau Dagmar Freitags dazu hören.

Frau Freitag meinte auch, dass viel gemacht werde, aber nur wenig wahrgenommen werde. Zum Beispiel werde viel im Sport gemacht, aber es werden auch via Entwicklungshilfe Schulen in Afrika aufgebaut.

Nur Deutschland versuche eher, sich in zivilen Bereich als in militärischen zu engagieren. Und dies werde im Ausland nicht so sehr wahrgenommen. Nichts desto trotz sei Deutschland neben Großbritannien und Frankreich eine der tonangebenden Staaten der EU.

 

Wir wollten uns auch nochmals versichern was genau von uns als PPP-Stipendiaten verlangt wird. Und was sich die Regierung dadurch erhofft.

Zum Einen solle der kulturelle Austausch zwischen den beiden Ländern gefördert werden, zum Anderen solle dieser Austausch der Kulturen eine kriegsvorbeugende Maßnahme sein.

Es sei zum Teil auch ein idealistischer Versuch, auf einem Teil der Erde die Menschen zu verstehen.

 

Wir wollten wissen, wie sie die Entscheidung für den Afghanistan-Einsatz fand, ob sie mit Ja oder Nein gestimmt hat und warum.

Sie betonte, dass es keine leichte Entscheidung gewesen sei, sie aber trotzdem mit Ja gestimmt habe, da internationale Verträge sie beziehungsweise die gesamten Abgeordneten gewissermaßen gezwungen hätten zuzustimmen. Allerdings finde sie den militärischen Weg der Amerikaner in Afghanistan falsch. Der zivile Aufbau – oder auch die Hilfe zur Selbsthilfe – stehe für sie im Vordergrund. Doch trotz Allem sei Frau Freitag sich nicht sicher, wie der Konflikt in Afghanistan ausgehen wird. Und sie sei sich auch bewusst, dass man solche Entscheidungen und die Auswirkungen nicht einfach rückgängig machen kann - „sterbende Menschen kann man nicht einfach wieder lebendig machen.“

 

Nach diesem Thema wandten wir uns wieder dem PPP zu und wollten wissen, warum der Bundestag das PPP nicht auch auf andere Länder ausweitet.

Als Abgeordnete erklärte sie, dass das PPP historisch mit den USA zusammenhänge und deswegen nicht auf andere Länder übertragen werden könne.

 

Gerne fragten wir sie auch danach, wie sie in die Politik gekommen ist und ob sie wieder in die Politik gehen würde.

Ja, meinte Frau Freitag, sie würde wieder in die Politik gehen und zwar in der Reihenfolge wie sie es gemacht hatte: Nämlich dass sie anfangs einen ganz normalen Beruf ausüben würde, um Erfahrung zu sammeln und dann in die Politik gehen würde.

Sie persönlich halte wenig von Abgeordneten, die direkt nach dem Abitur in den Bundes- oder Landtag gewählt werden, da diesen eine gewisse Lebenserfahrung fehlt.

Als große Probleme in der heutigen Politik seien ihrer Meinung nach der Lobbyismus und die Zweitjobs vieler Abgeordneten.

 

Wegen der Antwort wollten wir dann doch wissen, ob sie nicht auch von Lobbyisten des Leichtathletikverbandes gelenkt wird, da sie dort immerhin die Vizepräsidentin ist.

Ihre Argumente waren – meiner Meinung auch sehr schlüssige –, dass sie nur ein Ehrenamt ausfülle und die Leichtathletik nur wenige Schnittpunkte mit der Politik habe. Somit sagte Frau Freitag, dass sie nicht vom Lobbyismus beeinflusst sei.

 

Die nächste Frage war auf die Emanzipation der Frauen bezogen. Wir fragten, wie viele Frauen prozentual im Bundestag sitzen.

Die meisten Frauen habe die Linke, wo über die Hälfte der Abgeordnete Frauen seien. Bei den Grünen sei es ausgeglichen, bei der SPD liege der Frauenanteil knapp unter 40%, Schlusslicht stellen die CDU/CSU und die FDP mit einem Frauenanteil um die 14% dar.

 

Die Klimapolitik Deutschlands und der USA interessierte uns auch.

Frau Freitag betonte, dass es vor Obamas Zeit sehr schwierig gewesen sei, mit den USA über Klimapolitik zu verhandeln (siehe Kyoto-Abkommen ). Erst seit Obama stehe Umweltpolitik auf der Tagesordnung, aber trotzdem sei es dort eher ein geringer wichtiges Thema. Aber nichts desto trotz werde dieses Thema die amerikanische Innen- und Außenpolitik bestimmen.

 



Auch ganz witzig fanden wir die SPD-Plakate für die Europawahl. Wir wollten auch die Meinung Frau Freitags dazu erfahren.

Sie fand, dass ihre Plakate auf jeden Fall Hingucker-Plakate seien. Die CDU-Plakate seien zum Einschlafen und die FDP-Plakate würden einfach mit einer Person werben. Allerdings sei ein Wahlkampf mit solchen Wahlplakaten sehr risikoreich, aber ihrer Meinung nach bleibe der SPD bei den momentanen Umfragewerten nichts anderes übrig.

 

Wichtig war für uns, zu erfahren, wie es ist als Politiker Entscheidungen zu treffen, welche gegen die eigene Überzeugung sprechen, aber notwendig sind.

Einen Satz fand ich persönlich als sehr gut: „Manchmal fragt man sich, was in diesen Köpfen [bezogen auf andere Abgeordnete] vorgeht. Und dann sind diese auch noch aus der eigenen Partei.“ Aber keine Partei überschneide sich in allen Punkten mit seiner eigenen Meinung. Manchmal müsse man halt „Entscheidungen mit der Faust in der Tasche mittragen.“

 

Unsere vorletzte Frage war, wie Frau Freitag in die SPD gekommen sei. Und wie ihre politische Karriere begann.

Sie wurde 1975 Mitglied der SPD und für sie sei dies ein Selbstläufer gewesen. Denn sie habe erstens die damalige Bildungspolitik – nach dem Prinzip „Aufstieg durch Bildung“ – im Gegensatz zur Linken, die den Leuten irgendwie – ohne Eigeninitiative – ein bequemes Leben bieten wollte, bevorzugt. Zweitens habe sie die damalige Ostpolitik sehr gut gefunden (Kniefall von Willy Brandt und ähnliches). Trotzdem sei sie während des Studiums jahrelang politisch untätig gewesen. Später arbeitete sie als Lehrerin, immer noch politisch untätig.

Erst allmählich habe sie Fuß in der Kommunalpolitik gefunden, aber richtig intensiv habe sie erst begonnen, sich mit der Politik zu beschäftigen, als ein Ex-Abgeordneter sie fragte, ob sie an seiner Stelle für den Bundestag kandidieren wolle. Frau Freitag habe erst lange überlegt, dann aber doch zugestimmt und sei letztendlich in den Bundestag gewählt worden.

 

Unsere letzte Frage des Gesprächs mit Frau Freitag war, ob es in Berlin Ghettos gibt und vielleicht sogar ein „weißes Ghetto“.

Da sie sich nicht in Berlin auskenne, beantwortete uns diese Frage ihr Referent Ryan, der in Berlin-Kreuzberg wohnt. Er meinte, dass es in Deutschland im Vergleich zu den USA keine Ghettos gebe, allerdings gebe es mehrere Stadtviertel, welche wegen vielen Migranten, Junkies und Ähnlichem auf dem Weg zu einem Ghetto seien. Die Situation in Deutschland sei aber dank der Sozialsicherungen besser als die in den USA.

 

Frau Freitag sagte abschließend, dass viel von der Regierung für die Migration von Ausländern getan werde. Migranten müssten der Regierung aber auch entgegen kommen und die Hilfen annehmen. Vor allem haben sie die Pflicht, die deutsche Sprache zu lernen.


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Diese neue (auch als App verfügbare) Form des digitalen Stundenplans ist zunächst nur für das Kollegium verfügbar und wird nach einer Testphase auch für die Eltern und Schüler eingeführt.



Jahresterminplan

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Die MSS 11 + 12 fahren nach Taizé



Die diesjährige Reise nach Taizé findet vom 10. bis 18. August 2019, also am Ende bzw. nach den Sommerferien statt.

Anmeldeschluss: 1.6.2019


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Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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