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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Thomas Taxacher feiert Primiz in Marienstatt









Am 19. Juni war Thomas Taxacher von Joachim Kardinal Meisner im Kölner Dom zum Priester geweiht worden. Nun feierte der gebürtige Müschenbacher und Marienstatter Abiturient des Jahres 1996 Primiz – seine erste Heilige Messe – in der Pfarr- und Abteikirche Marienstatt in der Kirche, in der er auch getauft worden war, zur Kommunion ging, das Sakrament der Firmung empfangen hatte und als Messdiener und im Kirchenchor „Cäcilia“ aktiv war.

 

Nach dem Abitur hatte er seinen Zivildienst im Caritas Alten- und Pflegeheim „Haus Helena“ in Hachenburg absolviert, bevor er in Bonn zunächst Katholische Theologie, Germanistik und Pädagogik für das Lehramt studierte und dies 2002 mit dem Ersten Staatsexamen abschloss.

 

Insbesondere geprägt durch das Leben in seiner Studiengemeinde St. Maria Magdalena in Bonn-Endenich entschied er sich dann für den Weg der Nachfolge als Priester und trat ins Erzbischöfliche Theologenkonvikt „Collegium Albertinum“ in Bonn ein. Er setzte das Studium der Theologie fort und schloss es 2007 mit dem Diplom ab. Dem folgte ein Praktikum in Schule, Gemeinde- und Jugendpastoral in Düsseldorf. Nach seiner Diakonenweihe am 18. Mai 2008 in Düsseldorf-Oberkassel wurde er innerhalb des Pastoralkurses in der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt in Altenberg eingesetzt. Im dortigen Seelsorgebereich Altenberg-Odenthal-Burscheid rund um den Altenberger Dom im Bergischen Land wird der Neupriester jetzt noch ein weiteres Jahr als Kaplan arbeiten.

 

Lange 77 Jahre ist es her, als 1932 der letzte „Müschenbacher Junge“ Primiz feiern konnte. Um so freudiger feierten zusammen mit Thomas Taxacher das Dorf, seine Familie und Freunde, die Pfarrgemeinde Marienstatt und der Zisterzienserkonvent seine Primiz. Das Blasorchester Marienstatt und der Marienstatter Kirchenchor gestalteten den festlichen Gottesdienst musikalisch mit. Pfarrer P. Theobald Rosenbauer begrüßte „sein Pfarrkind“ sehr herzlich und der Aachener Kaplan und Studienfreund Marc Zimmermann hielt eine persönliche Festpredigt. Mit Bezug auf das Tagesevangelium stellte er die Frage in den Mittelpunkt, woran man einen Priester heute erkennen könne. „Im Evangelium sagt Jesus: am Wanderstab, an den Sandalen. Der heutige Priester wird ein Pilger, ein Grenzgänger sein. Einer der aufbricht, Neues zu suchen.“ An Taxacher gewandt fuhr er fort: „Zu dir, Thomas, passt das. Du warst viele Wochen auf dem Jakobsweg unterwegs. Du hast erfahren: Große Vorräte kann man auf einen langen Weg nicht mitnehmen, sie verderben, sie sind ein Hindernis. Und nicht selten bist du tatsächlich in Sandalen unterwegs. In dir haben viele Menschen einen lieben und zugewandten Weggefährten erfahren.“ Zimmermann schloss die Predigt mit dem Wunsch: „Bewahre dir die Neugierde an den Menschen und sei gewiss, dass dich immer einer begleitet: Jesus Christus, der zugleich Weg und Ziel ist.“

 

Am Nachmittag hatte der Primiziant alle Gäste zur Mitfeier des Vespergottesdienstes eingeladen. Hier erläuterte er auch die Gestaltung seines Primizgewandes mit einer symbolischen Darstellung der österlichen Szene: „Jesus sagte zu ihr: Maria! – Da wandte sie sich ihm zu und sagte zu ihm: Rabbuni!“

 

Die große Anzahl der Menschen, die bis zu drei Stunden lang in einer Schlange quer durch die Kirche geduldig darauf warteten, vom Neupriester den persönlichen Primizsegen zu erhalten, bewahrheitete nicht nur die alte Weisheit, dass es sich für einen Primizsegen lohnt, ein paar Schuhsohlen abzulaufen, sie verdeutlichte auch auf eindrucksvolle Weise, wie froh und lebendig der Glaube auch heute noch bei den Menschen im Westerwald gelebt wird.

 

Die Marienstatter Schulgemeinschaft freut sich mit Thomas Taxacher und wünscht ihm von Herzen Gottes Glück und reichen Segen für seinen priesterlichen Dienst!



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Presseecho

16.07.09

Primiziant aus Müschenbach

Thomas Taxacher feierte seine erste Heilige Messe in der Pfarrkirche in Marienstatt


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