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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


Abt Andreas' letzter Tag als Schulleiter


Gymnasium Marienstatt sagte Danke - Erstmals weltlicher Rektor möglich

 

Mit einem ganz herzlichen Dankeschön der gesamten Schulfamilie wurde Abt Andreas als Schulleiter des Privaten Gymnasiums Marienstatt verabschiedet. Direkt nach seiner Wahl zum Abt im vergangenen Februar hatte er seinen Rück­zug aus dieser Position ange­kündigt.

 

MARIENSTATT. Elf Jahre lang war Abt Andreas Range Schulleiter des Gymnasiums Marienstatt, elf Jahre, in denen er wesentlich dazu beigetragen hat, der Schule ein eigenes Gesicht, ein eigenes Profil zu geben. Für diese Leistung und für seine stets offene Art dank­ten ihm alle Wegbegleiter - Schüler, Lehrer, Eltern sowie Vertreter des Fördervereins, des Kreises und der Schulbe­hörde. Nun kann sich Abt Andreas ganz auf sein Amt an der Spitze der Zisterzienserabtei konzentrieren.

 



Die Nachfolge dürfte ein Novum mit sich bringen: Erstmals können sich auch "weltliche" Lehrer auf den Schulleiterposten bewerben, der bislang Mönchen der Abtei vorbehalten war. Aussichtsreichster Kandidat, so viel verrieten die Schülersprecher Kathrin Giehl und Tobias Leicher, ist der amtierende stellvertretende Schulleiter Klemens Schlimm. Bis jedoch das Verfahren der Stellenausschreibung ordentlich abgeschlossen ist, wird das Gymnasium vom Trio Klemens Schlimm, Stephan von den Benken und P. Jakob Schwinde kommissarisch geleitet.

 

Letzterer moderierte auch die große Abschiedsfeier für den scheidenden Schulleiter, die viel Musik in die Sporthalle brachte. Big Band, die beiden Chöre, das Querflötenensemble sowie die Gruppe Popcorn" der Tanz-AG lockerten die Veranstaltung wohltuend auf.

 

 



Hubert Luszczynski, Leitender Regierungsschuldirektor, sprach von einer „produktiven und überaus angenehmen Zeit der Zusammenarbeit.“ Als Schulleiter habe Abt Andreas die Gabe gehabt, „Leben zu wecken“ und andere Menschen für neue Ideen zu gewinnen. Bewusst entschied er sich zum Beispiel, bei der schulischen Qualitätsentwicklung mitzumachen. Zudem habe er sich auch allgemein um die gymnasiale Bildung in Rheinland-Pfalz gekümmert.

 

Seine kölsche Herkunft, so befand der Personalratsvorsitzende Martin Kläsner, war Abt Andreas hilfreich, die Aufgaben zu bewältigen. Wichtige Impulse habe er etwa bei den Schulpartnerschaften und den Projekten des sozialen Miteinanders gegeben. Dem Kollegium gehöre er seit 25 Jahren an und bleibe ihm erhalten. Daher sei es letztlich „nur ein kleiner Abschied“, sprach auch die Vorsitzende des Schulelternbeirates, Christel Borgmann-Strunk, dem scheidenden Direktor Dank und Anerkennung aus. Mehr als seine Vorgänger habe Abt Andreas die Eltern aktiv einbezogen. Sie wünschte ihm Gesundheit, geistige Kraft und Gottes Segen für die neue Aufgabe.

 



Ein wichtiges Bindeglied sei Abt Andreas für den Förderverein gewesen, betonte Sylvia Westhoff-Adrian. Humorvolle Dankesworte richtete auch Günter Follmann, Sprecher der Bezirksdirektorenvereinigung, an den „erfrischenden, offenen und unkomplizierten Kollegen.“ Als „Flaggschiff der Bildungslandschaft“ bezeichnete Landrat Peter Paul Weinert das Gymnasium Marienstatt. Die Vermittlung von Wissen und Menschlichkeit gingen dort Hand in Hand.

 

Abt Andreas dankte „allen guten Geistern des Hauses“, erkannte aber im Rückblick noch manches Unvollkommene, zum Beispiel die Cafeteria oder die Arbeit der Ehemaligen. Schule nach seinem Sinn sei „kreativ nach allen Seiten“, nicht zuletzt im weltweiten Netzwerk der Benediktinerschulen.

 

(Quelle: RZ-Ausgabe F vom 15.7.06, S. 21)

 

Text: Elmar Hering

Fotos: Ulrich Persch

 

 

 

 

 



Weitere Bilder der Abschiedsfeier:


















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Marienstatt bleibt bunt

Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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