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Das Private Gymnasium Marienstatt ist Mitglied in der Vereinigung katholischer Schulen in Ordenstradition (ODIV – Ordensdirektoren-vereinigung).


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Passionsspiele Oberammergau 2010

von Christoph Roth (9a)

 

Oberammergau löst alle zehn Jahre ein Gelübde ein und veranstaltet die Passionsspiele, so wie dieses Jahr. Sie dauern von Mai bis Oktober und dürfen nur von den Einwohnern, die schon 20 Jahre in der Stadt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen leben, gespielt werden.

 

1633 gelobten die Bürger im 30-jährigen Krieg aufgrund einer Pest, dass sie alle zehn Jahre die Passionsspiele aufführen würden, wenn das Leiden ein Ende nehme. Laut einer Legende forderte ab dann die Krankheit keine Opfer mehr. Seitdem bereiten sich die Einwohner monatelang auf die Passionsspiele vor. Tägliches Üben gehört genauso dazu wie das Wachsenlassen des Haares und des Bartes seit dem Aschermittwoch des vorherigen Jahres. Dieses Jahr finden die Spiele vom 15. Mai bis zum 3. Oktober statt und werden zum ersten Mal bis in die Abendstunden dauern. Dadurch kommen manche Szenen, wie zum Beispiel „Jesus am Ölberg“ auf der 70 Meter langen Bühne besser zur Geltung und wirken realistischer. Doch die Schauspielerei ist nicht gerade ein Zuckerschlecken. So ist laut Spielleiter Christan Stückel die Figur des Jesus eine Zumutung. Zwar wird er nicht wirklich gekreuzigt, muss aber ziemlich lange Reden halten und in gebogenen Nägeln hängen. Der diesjährige Jesus (Christan Mayet) sagte, dass man den Schmerz nicht spielen muss, da er nach kurzer Zeit von selbst auftritt. Aber er muss seine Rolle nicht immer spielen, da alle Hauptrollen doppelt besetzt sind. Wer allerdings bei der Eröffnung spielt, entscheidet das Los. Es sind insgesamt etwa 2500 der 5000 Bürger hinter oder auf der Bühne beteiligt. Doch so ein Mammutspektakel ist nicht gerade billig. 33 Millionen Euro kostet es und konnte nur mit einer Bürgschaft des Freistaates Bayern über zehn Millionen Euro gestemmt werden. Doch die Einwohner der Stadt Oberammergau hoffen auch auf hohe Einnahmen. 28 Millionen Euro erhoffen sie sich von dem Verkauf der Karten, um Freizeitbad, Skilifte und Museen zu erhalten, die dem Ort ein jährliches Defizit von etwa fünf Millionen Euro bescheren. Dazu müsste allerdings mindestens eine 85-prozentige Auslastung der rund 5000 Sitzplätze eintreten. Doch leider kommt es auch zu Problemen. Die Arrangements (Spiele und dazu Hotelzimmer/Übernachtungen) verkaufen sich nicht gut. Aber es sollten möglichst alle Karten verkauft werden, da sie sonst nicht die geplante Summe erhalten. Deshalb werden einige Arrangements zurückgezogen und die Eintrittskarten einzeln verkauft.

Wie man sieht, ist das Vorbereiten eines solchen Festes gar nicht so einfach. Es kostet viel Zeit und Geduld. Was daraus geworden ist, berichte ich nach den Sommerferien.

 


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Das Schullogo des Gymnasiums Marienstatt zeigt ein graues Quadrat und zwei geschwungene Linien, die über die Grenzen dieses Quadrats hinausgehen. Diese, so Abt Andreas, sollen das Schulmotto symbolisieren: „Über die Grenzen bloßen Wissens hi-naus.“ Gerade in Zeiten von Social Media, Fake News und „Alternativen Fakten“ lohnt es sich, dass wir als Schulgemeinschaft uns der Bedeutung dieses Mottos noch einmal bewusst werden. mehr



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