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Marienstatt im Dialog über die Renaturierung der Nister

Beim zweiten Abend der Reihe „Gymnasium im Dialog“ stellte die Stiftung Natur und Umwelt (SNU) spannende Einblicke in das geplante Projekt zur Renaturierung der Nister im Bereich Marienstatt vor. Im Anschluss entstand ein reger Austausch mit dem Publikum, bei dem Fragen gestellt und verschiedene Aspekte diskutiert wurden.

Linda Müller von der Stiftung gab zunächst einen Überblick über das Projekt. Dabei erläuterte sie die Bedeutung von Auen als vielseitige „Kraftwerke der Natur“ und zeigte auf, wie die geplante Renaturierung der Nisteraue dazu beitragen kann, den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Hier wird die Nister in diesem Abschnitt wieder in ihren alten Verlauf zurückgeführt, um so die Auenlandschaft als natürlichen Wasserspeicher wiederherzustellen. Eine intakte Aue bietet nicht nur natürlichen und effektiven Hochwasserschutz, sondern fördert auch die Grundwasserbildung und schafft wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Das Projekt gliedert sich in drei Bausteine:

  1. Initialmaßnahmen zur Unterstützung der natürlichen Entwicklung
  2. ein begleitendes Monitoring zur Erfolgskontrolle über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren
  3. Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit

Auch unsere Schule hatte sich bereits im Vorfeld intensiv mit dem Thema beschäftigt. So stellte Marlie aus der Klasse 7c vor, wie ihre Klasse gemeinsam mit Herrn Stuckenhoff im Rahmen eines Erdkundeprojekts vor Ort die Funktionen und Bestandteile einer Aue untersucht haben. Anschließend präsentierte Lasse, stellvertretend für den Biologie-Leistungskurs der MSS 11, die Untersuchungen der Nister, die unter der Leitung von Frau Neufurth durchgeführt wurden. Dabei wurden unter anderem die Gewässerstruktur, die Wasserqualität sowie die im Gewässer lebenden Tiere analysiert.

Im anschließenden Dialog standen Frau Müller und Herr Krebühl von der SNU sowie Frau Runkel, Leiterin des Forstamts Hachenburg, für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Dabei wurde auch die Sorge vieler Bürgerinnen und Bürger thematisiert, durch die Renaturierung könne der Standort seine Bedeutung als Naherholungsgebiet verlieren. Die Expertinnen und Experten betonten jedoch, dass sich das Gebiet aufgrund der klimatischen Veränderungen ohnehin wandeln werde. Ziel der Renaturierung sei es daher, den Wald langfristig zu erhalten und gleichzeitig eine vielfältige Auenlandschaft wiederherzustellen. Der bekannte Naherholungsraum werde sich zwar verändern, jedoch als solcher weiterhin erhalten und vor allem auch durch geplante Aussichtspunkte erlebbar bleiben.

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