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Marienstatter Geschichtskurse besuchten im Rahmen einer Stadtführung in Hadamar auch die dortige Euthanasie-Gedenkstätte

Bereits seit einigen Jahren besuchen Schülerinnen und Schüler des Privaten Gymnasiums Marienstatt die Euthanasie-Gedenkstätte in Hadamar bei Limburg. Die Geschichtskurse des derzeitigen Abschlussjahrganges fuhren in Begleitung ihrer Fachlehrerinnen und -lehrer am 27. September 2022 in die hessische Kleinstadt.

Im Mittelpunkt der Exkursion stand die etwa dreistündige Führung durch die Gedenkstätte am Mönchberg, die an die an diesem Ort in der Zeit des Dritten Reiches durchgeführte Ermordung von etwa 15.000 vor allem psychisch kranker und behinderter Menschen erinnert. Die Schülerinnen und Schüler legten auf dem Gelände nach einer kurzen Einführung den Weg zurück, den auch die Opfer kurz vor ihrer Ermordung zurücklegen mussten: Zunächst eine beinahe fensterlose Garage, in die die Opfer mit Omnibussen gebracht wurden, dann die Räume, in denen sich die Opfer entkleiden mussten und in denen sie von Ärzten zur Festsetzung einer dann falschen Todesursache für den Totenschein untersucht wurden. Einige der Opfer wurden hier auch für spätere Organentnahmen und das Herausbrechen ihrer Goldzähne markiert. Die Schülerinnen und Schüler wurden danach die Treppe hinunter in den Keller geführt, wo sich noch heute die kaum größer als zehn Quadratmeter große Gaskammer befindet, in die bis zu fünfzig Menschen gedrängt wurden, um sie zu töten. Beendet wurde die Führung auf einem Friedhof, auf dem ca. 5000 Opfer in Massengräbern ihre letzte Ruhe fanden.

Teil zwei der Exkursion bestand aus einer historischen Stadtführung, die von einem ehemaligen Schulleiter der Hadamarer Gesamtschule durchgeführt wurde. So wurden die Marienstatter Gymnasiasten durch das Stadtschloss in Hadamar geführt und konnten dort u.a eine bemerkenswerte Ausstellung von Glasexponaten, hergestellt von der staatlichen Glasfachhochschule Weilburg-Hadamar, bestaunen. Ferner wandelten die Jugendlichen auf den Spuren bedeutender historischer Persönlichkeiten, die sich rund um das Stadtschloss verdient gemacht haben. An dieser Stelle sei der Regent Johann Ludwig von Nassau-Hadamar genannt, der zum Namensgeber des Anwesens wurde. Ein besonderes Highlight der Stadtführung bildete der Besuch der spätgotischen Liebfrauenkirche am Ufer des Elbbaches. Vielen kunsthistorischen Besonderheiten sowie der aus England gestifteten Orgel gingen die angehenden Marienstatter Abiturient*innen nach. Gespräche der Ausflügler*innen auf der Heimfahrt zeigten, dass mit dieser Exkursion ein wichtiger Beitrag für die Erinnerungskultur im Westerwald geleistet wurde.

Demnächst

01.12.22 – Annakapelle, 19.30 Uhr

Informationsabend Oberstufe für Externe

03.12.22 – TU Kaiserslautern

Tag der Physik

08.12.22 – Marienstatt

Klassentag 7b

09.12.22 – Kirchähr

Probenwochenende Band, Chor

FSJ 2022/23

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