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Schüler feiern Bernhardstag mit Mönchen und Bischof: „Habt Mut, Schwestern und Brüder!“

Auf Einladung Abt Andreas‘ nahmen zwei achte Klassen unserer Schule am Pontifikalamt anlässlich des diesjährigen Bernhardtags in der Basilika teil. Festprediger war der Limburger Bischof Georg Bätzing, der in seiner Predigt den Gläubigen trotz und wegen der unruhigen Zeiten in der Kirche zurief: „Habt Mut, Schwestern und Brüder“.

Schon vor dem Hochamt trafen die Schülerinnen und Schüler den Bischof in der Allee vor der Basilika. Dieser zeigte sich begeistert, dass die Verbindung zwischen Kloster und Schule so eng ist, dass Abt Andreas die Klassen eingeladen habe. „Ihr wisst aber, dass viel auf Latein gesagt werden wird“, wollte der Oberhirte die Schülerinnen und Schüler vorwarnen: „Macht nichts, haben wir schon seit Jahren in Unterricht“, erwiderten die Marienstatter Gymnasiasten augenzwinkernd.

In der übervollen Basilika ging der Bischof in seiner Predigt auf das Leben des großen Zisterziensers Bernhard von Clairvaux ein. „Ich habe im Urlaub in Südtirol die Biografie des Heiligen gelesen und war beeindruckt“, erklärt Bätzing, der zuvor die Gläubigen in Kirchener Dialekt begrüßt hatte. Der Lebensweg Bernhards sei faszinieren. Der große Charismatiker habe unzählige junge Männer in die Kloster gebracht und auf in der heimischen Region die Zisterzienser heimisch gemacht. „Wenn wir uns  - wie Bernhard – auf den Weg des Glaubens begeben, werden wir das Himmelreich erben“, erklärt Bischof Georg.

Der Todestag des Heiligen Bernhards wird in Zisterzienserklöstern als Hochfest gefeiert. Auf der Homepage der Abtei ist zu lesen:

Aus der benediktinischen Reformbewegung von Cîteaux und durch prägende Persönlichkeiten wie Bernhard von Clairvaux entstand der Orden der Zisterzienser, der bereits in seiner Anfangszeit europaweit wirkte. Bernhard von Clairvaux war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Unter seiner Führung erlebte der Zisterzienserorden eine Blütezeit. Nach harten Jahren des Aufbaus und ausbleibenden Neuzugängen war der Eintritt des burgundischen Adeligen Bernhard von Fontaines und seiner dreißig Gefährten im Jahr 1113 das entscheidende Ereignis. Seine Berufung, seine charismatische Persönlichkeit und sein Wirken zogen so viele Gleichgesinnte an, dass in kurzer Zeit vier Neugründungen vorgenommen werden mussten, nämlich La Ferté (1113), Pontigny (1114) sowie Clairvaux (1115) und Morimond (1115).

Bernhard wurde 1115, erst 25-jährig, erster Abt von Clairvaux. Er machte „clara vallis“ – das lichte Tal – zum Ausgangspunkt eines weitverzweigten Filiationssystems. Bernhard selbst gründete 68 Klöster, davon in Deutschland der Überlieferung nach Eberbach im Rheingau und im Jahre 1134 das Kloster Himmerod in der Eifel. Durch sein kirchenpolitisches Wirken öffnete er seinen Orden bald aber auch für ganz Europa. Die Zisterzienser breiteten sich in den folgenden Jahrzehnten geradezu explosionsartig aus. Bernhard von Clairvaux setzte sich nicht nur für die Ausbreitung seines Ordens ein, sondern betätigte sich auch kirchen- und weltpolitisch. Er beriet Päpste, Könige und den Kaiser und war am Zustandekommen des Zweiten Kreuzzugs beteiligt.

Bei Bernhards Tod am 20. August 1153 gehörten zum neuen Orden insgesamt etwa 350 „Zisterzen“ in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, der Schweiz, Österreich, England, Schweden und Polen. Ende des 12. Jahrhunderts zählte der Orden 530 Klöster. Bereits 1174 wurde Bernhard von Papst Alexander III. heiliggesprochen. 1830 erfolgte die Ernennung zum Kirchenlehrer durch Papst Pius VIII.

Bernhard galt als der größte Prediger seiner Zeit, der sowohl durch das gesprochene als auch durch das geschriebene Wort viele Menschen begeisterte und zum Glauben an Jesus Christus führte. Später bezeichnete man ihn auch als „Doctor melifluus“, als ein Lehrer, dessen Worte süß wie Honig waren. Noch heute haben seine Aussagen Einfluss auf viele Menschen.

In der christlichen Frömmigkeitsgeschichte leitete Bernhard einen Paradigmenwechsel ein. Über Jahrhunderte hatte man Jesus Christus als den Gott-König und Weltenherrscher (Pantokrator) verehrt. Bernhard setzte sich nun dafür ein, dass jeder einzelne Gläubige in eine persönliche Beziehung mit Jesus treten konnte, und wurde damit sozusagen zum Begründer persönlicher „Jesus-Frömmigkeit“.

Für Bernhard war gerade der leidende Christus in seiner Menschlichkeit den Menschen nahegekommen. Eine häufige Darstellung zeigt, wie sich der gekreuzigte Jesus zu Bernhard hinabneigt und ihn liebevoll umarmt. Mehr als alles andere war Bernhard ein Lehrer der Liebe, der die Beschreibungen für diese Liebe zwischen Gott und dem einzelnen Menschen aus dem Hohelied Salomos übernahm und es wagte, statt bislang traditionell in der Kirche nun in der einzelnen Seele die Braut zu sehen.

Auch der Gottesmutter galt seine innigste Liebe, weshalb man ihn auch „Doctor marianus“ nannte. Alle Zisterzienserkirchen sind Maria geweiht.

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