Sekretariat: 02662 / 9 69 86-0

Besuch bei Yakge Aakash, dem Patenkind der 7b

Im Februar 2020 reisten Ulrike Becher-Sauerbrey, die über 3 Jahrzehnte am Gymnasium in Marienstatt die Fächer Chemie und Erdkunde unterrichtete und dort die Oberstufe koordinierte, und ihr Mann nach Sri Lanka. U.a hatten sie dort am 14.2.2020 die Möglichkeit, das Patenkind der Klasse 7b, das in einer Stadt 40 km südlich von Colombo lebt, kennenzulernen. Sie berichteten davon Folgendes:

Den Besuch hatten wir vor der Reise mit der Kindernothilfe abgesprochen. Diese Region war vom Tsunami im Jahr 2014 stark betroffen. In Strandnähe findet man immer noch Ruinen dieser Naturkatastrophe. Auch die Familie von Yakge Aakash verlor ihre Hütte und wohnt seit dieser Zeit in einem großen Wohnblock, in dem auch andere Tsunamiopfer untergebracht sind. In der kleinen 2-Zimmer-Wohnung (Wohnzimmer, 1 Schlafzimmer, kleine Küche und Toilette) leben Yakge, seine Eltern - sein Vater ist Obstverkäufer in Colombo -, seine Großmutter und seine 3 Monate alte Schwester. Bei unserem Besuch wurden wir von einem Sozialarbeiter der Partnerorganisation SERVE begleitet, da das Wohnumfeld der Familie nicht unproblematisch ist. So lässt die Mutter ihren Sohn nicht auf der Straße spielen, sondern nur in dem der Wohnung vorgelagerten Treppenhaus. Ansonsten darf Yakge maximal 1 Stunde am Tag Kindercomics im Fernsehen anschauen. In der Schule ist sein Lieblingsfach Geschichte und im Moment würde er gerne Polizist werden.

Die Partnerorganisation der Kindernothilfe SERVE kümmert sich um benachteiligte Familien, besonders aber um die Kinder und die Mütter. Die Kinder haben die Möglichkeit nach der Schule an Freizeitbeschäftigungen wie z.B. Sport, Kunst, Musik, Computer ...und vielem mehr teilzunehmen. Die Sozialarbeiter von SERVE fungieren auch in der Schule als Ansprechpartner, unterstützen die Familien durch Hausbesuche und führen Kurse für die Mütter durch z.B. Hygiene, Ernährung, Bewältigung von Problemen etc. Neben dieser Arbeit kümmert sich SERVE  auch um die Kinder, die zusammen mit ihren Müttern im Gefängnis leben.

Die Organisation SERVE machte auf uns einen sehr guten, kompetenten Eindruck. Sie leistet sehr viel für benachteiligte Familien. Sie freut sich auch über Freiwillige aus der ganzen Welt, die ihre Arbeit für 2 bis 12 Monate unterstützen z.B., indem sie Englisch, Sport, Musik, Kunst, Computer oder andere Stunden geben. Ein Freiwilliger muss 100 Euro pro Monat für Kost und Logis bezahlen. Wer sich näher über die Arbeit von SERVE informieren möchte, kann dies unter workforchildren[@]gmail.com, servelk.org (facebook) tun oder mich über das Schulsekretariat anrufen: 02662/96986-0

Text und Bilder: Ulrike Becher-Sauerbrey

 

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