Platz 9 beim Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia im Tischtennis
Nach Platz 4 beim Bundesfinale im Vorjahr war die Zielsetzung in diesem Jahr nach erfolgreicher Qualifikation klar: Das Erreichen der Endrunde (Viertelfinale) und dann schauen, wie weit es geht.
Die Anreise am Dienstag, 05.05.26, mit dem ICE verlief reibungslos und wurde nach dem Einchecken im Meininger Hotel, nahe des zoologischen Gartens, mit einem Besuch im Automobilmuseum und einem gemeinsamen Abendessen abgerundet.
Am Mittwoch morgen machte sich die kleine Delegation auf den Weg in das Horst-Kolbe-Sportzentrum, wo seit Jahren die Tischtenniswettbewerbe an knapp 60 Tischen über 2 Tage stattfinden. Nach den hervorragenden Ergebnissen der letzten Jahre, hatte die Mannschaft aus Marienstatt sich in diesem Jahr wieder einiges vorgenommen und zumindest das Viertelfinale im Visier.
Im ersten Gruppenspiel ging es gegen das Gymnasium aus Finow (Brandenburg). Nach einer schnellen 3:1 Führung durch die Doppel Schweitzer/Schulz, Weber/Hein und dem Einzelsieg von Phil Schweitzer sah alles nach einem souveränen Auftaktsieg aus. Doch der Gegner, sehr ausgeglichen besetzt, ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. So wenig, dass die nächsten 5 Spiele überraschend allesamt verloren gingen und die Schüler aus Marienstatt in Schockstarre versetzte. 3:6 lautete das Endergebnis, wodurch das Minimalziel Viertelfinale damit schon gefährdet schien, da der nächste Gegner Düsseldorf der große Turnierfavorit war. Beim 1:8 gegen das Lessing Gymnasium Düsseldorf zeigte sich deren ganze Klasse auf allen Positionen. Lediglich Phil Schweitzer konnte beim 3:0 über Jugendnationalspieler Samuel Kuhl an Position 1 ein Ausrufezeichen setzen. Immer noch gefrustet über die Auftaktniederlage kam die Mannschaft nun immer besser in Schwung und dominierte im letzten Vorrundenspiel den Gegner aus Bremen klar mit 9:0. Doch mit dem 3. Gruppenplatz gab es keine Chance mehr auf die vorderen Plätze, da nur die ersten beiden aus jeder Gruppe ins Viertelfinale einzog. Schnell waren sich die Jungs einig, dass es nun in der Endabrechnung der 9. Platz sein sollte, auch wenn dafür jedes Spiel im weiteren Turnierverlauf gewonnen werden musste.
Im letzten Spiel des ersten Tages zeigte die Mannschaft aus Marienstatt eine Reaktion auf das bittere Ausscheiden in der Vorrunde. So wurde das Gymnasium Wismar klar mit 5:0 besiegt.
Am zweiten Wettkampftag stand man im ersten Platzierungsspiel um die Plätze 9-12 dem Gymnasium Jena gegenüber. Nach einer sehr überzeugenden Leistung wurde der Gegner mit 5:0 bezwungen. Somit ging es im letzten Spiel des Turniers gegen das Gymnasium Sarstedt (Niedersachsen). Auch dieser Gegner wurde souverän mit 5:0 bezwungen, was in der Gesamtabrechnung Platz 9. bedeutete.
In der Gesamtbetrachtung. hört sich das mit Platz 9 von 18 Teilnehmern zunächst ernüchternd an, zumal das schlechteste Ergebnis der letzten Jahre ein 6. Platz war. Jedoch hat die Mannschaft in 6 Einsätzen 4x gewonnen und ein Spiel gegen den späteren deutschen Meister Düsseldorf verloren. Nur das allererste Spiel gegen Brandenburg ging gegen eine ausgeglichene Mannschaft etwas überraschend verloren, weshalb eine bessere Platzierung nicht mehr möglich war. Hervorzuheben ist die Leistung von Phil Schweitzer, der an Position 1 gegen teils sehr starke Konkurrenz im gesamten Turnierverlauf kein Spiel verlor und ungeschlagen im Einzel blieb.
Abgerundet wurde die Reise am Freitag mit dem Besuch der Endspiele im Basketball sowie der Teilnahme an der traditionellen Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle bei Musik, Show und der offiziellen Siegerehrung, bevor es Samstag morgens wieder Richtung Heimat ging.
Ob es im nächsten Jahr wieder nach Berlin geht, wird sich zeigen, da vier Spieler der Mannschaft im Jahr 2027 altersbedingt nicht mehr teilnahmeberechtigt sind und eine neue Mannschaft aufgebaut werden muss.






