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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Aufnahmefeier in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am 12.05.2026

Nach langer Vorbereitungszeit war es am 12.05.26 endlich so weit: unsere Schule wurde in das bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen. Zur feierlichen Aufnahmeveranstaltung waren zahlreiche Gäste erschienen, darunter Frau Kaap als Landeskoordinatorin, der Hachenburger Bürgermeister Stefan Leukel, sowie der Landtagsabgeordnete Hendrik Hering, Vertreter des SEB sowie der MAV, die Schulleitung, der Pate unserer Schule, Rainer Meutsch, Klassen- und Stammkurssprecher aller Stufen, sowie natürlich die jeweilige Arbeitsgruppe, bestehend aus Schülern der Jahrgangsstufen 8-11, sowie Herrn Deml, Herrn Marenbach und Frau Gruber, anwesend.

Die Veranstaltung umfasste ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm. Jeremy Sonnenschein (8c) eröffnete die Veranstaltung eindrucksvoll mit einem selbstkomponierten Klavierstück, woraufhin Herr Stuckenhoff die Anwesenden in seiner Rede begrüßte, in der er darauf hinwies, dass der Grundstein für unser Projekt bereits 2017 gelegt wurde. Außerdem betonte er, dass die Bedeutung der christlichen Werte unserer Schule - wie Nächstenliebe - eng mit dem Kampf gegen jegliche Form von Rassismus und Ausgrenzung verbunden sind. Daraufhin erläuterte Herr Leukel in seiner Rede, wie wichtig es ist, sich immer wieder gegen Ungerechtigkeit einzusetzen und wies darauf hin, dass auch die kürzliche Schließung der so genannten „Fassfabrik“ in Hachenburg als Treffpunkt Rechtsextremer ein langer und beschwerlicher, aber dennoch lohnenswerter Weg war. Auch die politische Lage in Deutschland und weltweit zeige, wie entscheidend es sei, immer wieder Haltung gegenüber Rassismus und Intoleranz zu zeigen. Dies könne und müsse nicht nur im Kollektiv geschehen, vielmehr sei jeder Einzelne dafür verantwortlich.

Die Vorstellung und Umsetzung des Projekts übernahm unser Schülersprecher Theo am Zehnhoff (9a), indem er kurz den Prozess erläuterte, wie der Wunsch zur Aufnahme ins Netzwerk während des SV-Seminars vergangenen September konkrete Formen annahm. Anschließend berichteten Ida Marenbach und Marie Groß (beide MSS 11) stellvertretend für die Arbeitsgruppe kurz von der Arbeit, die seit deren Bildung stattgefunden hat. Dazu gehören die Information der gesamten Schulgemeinschaft über das Vorhaben am Tag der Demokratie sowie in den darauffolgenden Wochen, die Abstimmung der Schulgemeinschaft am 19.12.25 und schließlich die Organisation der heutigen Aufnahmeveranstaltung. Es folgten ein eindrucksvoller Zusammenschnitt aus verschiedenen Videostatements aus der Schülerschaft zu dem Thema „Courage ist für mich, wenn…“, ein Theaterstück der Stufen 8 und 11, welches zeigte, wie tiefgreifend scheinbar harmlose Fragen wie „Wo kommst du wirklich her?“ sind, sowie die Vorstellung des Projekts „Herzenswünsche“, welches an der letzten BiNi entstanden ist.

Schließlich erläuterte die Landeskoordinatorin Alina Kaap verschiedene Formen von Rassismus und betonte, dass die heutige Aufnahme keine Auszeichnung sei, da es auch an unserer Schule (wie an allen anderen Schulen auch) weiterhin Formen von Rassismus gibt und geben wird. Wichtig sei aber vielmehr unsere Selbstverpflichtung, sich diesem durch entschlossenes Handeln und entsprechende Aktivitäten entgegenzustellen. Im Anschluss an ihre Rede überreichte Frau Kaap dann feierlich die Urkunde sowie die beiden Schilder, die demnächst an unserem Schulgebäude angebracht werden.

Unser Pate, Rainer Meutsch, unterstrich im Anschluss die enorme Bedeutung von Bildung im Kampf gegen Rassismus. In seinen zahlreichen Reisen und im Rahmen seiner Arbeit in der Stiftung Fly and Help habe er immer wieder eines erfahren: den Wunsch aller Menschen nach Respekt. Darüber hinaus machte er deutlich, dass es in der Verantwortung jedes Einzelnen von uns liegt, unser Privileg – nämlich unsere Bildung – dafür zu nutzen, uns Rassismus entgegenzustellen und zu helfen, Vorurteile abzubauen.  Er beendete seinen Impuls mit einem eindrucksvollen Vergleich: „Jede mutige Entscheidung, die man trifft, ist wie ein Stein, den man ins Wasser wirft. Er zieht Kreise. Manchmal kleine, manchmal große. Aber er bewegt etwas. Und genau darum geht es.“ Damit hob er noch einmal hervor, wie entscheidend es ist, dass jeder etwas beim Kampf gegen Rassismus und Ausgrenzung und für Menschlichkeit und Respekt beitragen kann und muss, egal wie klein dieser Beitrag auch ist.

Im Anschluss an die Reden gaben zwei Schüler aus der Arbeitsgruppe einen kleinen Ausblick auf zukünftige Projekte, wie z.B. die Einladung von Zeitzeugen, Poetry-Slams und Kunstprojekte sowie die Bildung einer Menschenkette am internationalen Tag gegen Rassismus am 21.03.2027.

Die Veranstaltung wurde durch das bemerkenswerte Klavierspiel von Emin Cansiz (10c) mit verschiedenen türkischen Stücken abgerundet.

Mit der Aufnahme in das Netzwerk setzt unsere Schule ein deutliches Zeichen für Respekt, Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung.

 

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