„Zusammen geht was – Caritas verbindet Generationen“ lautet die Jahreskampagne der Caritas 2026. In den drei Caritas-Altenzentren Haus Helena in Hachenburg, St. Josef in Arzbach und St. Martin in Lahnstein wird dieser Gedanke jeden Tag mit Leben gefüllt. Generationenübergreifende Angebote gehören dort seit vielen Jahren zum Alltag und sind für Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für Kinder, Jugendliche und Mitarbeitende eine echte Bereicherung.
Acht Schülerinnen und Schüler sitzen gemeinsam mit acht Bewohnerinnen des Caritas-Altenzentrums Haus Helena an einem großen Tisch. Erdbeeren werden geschnitten, Bananen geschält, Törtchen belegt und kleine Waffelbecher mit Obst und Sahne gefüllt. Hier wird gezeigt, dort erklärt, dazwischen gelacht und erzählt. Jeder junge Mensch hat einen festen Platz an der Seite einer Seniorin. Heute steht „Fingerfood“ auf dem Programm – eine von vielen Aktionen, die aus einem gewöhnlichen Donnerstagnachmittag etwas Besonderes machen.
Freundschaften, die wachsen
Im Haus Helena in Hachenburg hat die intergenerative Begegnung längst Tradition. Bereits seit 2014 besteht eine Kooperation mit dem Gymnasium Marienstatt. Einmal pro Woche kommen Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis sieben in die Einrichtung. Für ein ganzes Schuljahr bilden sie feste Tandems mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. So entstehen Vertrautheit, Nähe und manchmal sogar echte Freundschaften. Die Aktivitäten reichen von gemeinsamen Gesprächen und Spielen über Bastelaktionen bis hin zu Koch- und Backnachmittagen. Die Ideen gehen dabei nie aus.
„Die AG ist ein sehr wichtiges Angebot. Damit wird die Einrichtung geöffnet, sie verbindet Generationen. Der Austausch zwischen Jung und Alt ist für beide Seiten sehr wichtig“, sagt Quartiersmanagerin Nina-Kristin Bäcker, die das Projekt begleitet.
Auch die Jugendlichen schätzen die Begegnungen. „Ich finde es toll, mit älteren Menschen in Kontakt zu kommen. Es ist schön, wenn sie sich freuen“, sagt Finn-Levin aus der sechsten Klasse. Marie aus der fünften Klasse erinnert sich vor allem an das gemeinsame Plätzchenbacken, das Steinebemalen und das große Spielfest der Generationen. Für Isla war die Entscheidung zur Teilnahme selbstverständlich: „Mein Opa lebt hier. Ich unternehme gerne etwas mit älteren Menschen. Das ist sehr interessant.“ Und Bewohnerin Helga Hilger ergänzt: „Der Umgang mit den Schülerinnen und Schülern macht viel Spaß. Der Kontakt mit den Kindern hält fit.“
Wie wertvoll diese Begegnungen sind, zeigt eine besondere Geschichte: Zwischen einer Schülerin und ihrer Seniorin entstand über das gemeinsame Schuljahr hinaus eine enge Freundschaft. Noch heute besuchen sich beide regelmäßig und stehen in Kontakt. Ein schönes Beispiel dafür, wie aus einer gemeinsamen Aktivität eine echte Verbindung entstehen kann.

