Vom 8. bis 11.November 2019 fand bereits zum dritten Mal die internationale Jugendkonferenz der Kindernothilfe in Duisburg statt. Besucht wurde sie von Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren aus Marienstatt und ganz Deutschland, Südafrika und Kolumbien.
Workshops
Unter dem Motto „Schule global“ gab es über das Wochenende drei Workshop- Blocks, etwa zu Schule der Träume, Townshipschulen in Südafrika, Graffiti, Videoanruf mit geflüchteten Jugendlichen im Libanon, Kunst aus Müll sowie Ausgrenzung im deutschen Schulsystem und vieles mehr.
Austausch und Freundschaften schließen
Besonders interessant war der Austausch mit den verschiedenen Jugendlichen. Es gab einige freundliche und bereichernde Gespräche bis hin zur Knüpfung neuer Freundschaften. Die Englisch-Kenntnisse konnten auch mal angewandt werden. Außerdem gab es abends verschiedene Sportangebote, wie einen afrikanischen Tanzworkshop und Volleyball, welche begeistert angenommen wurden.
Resultate
Das Ergebnis des Wochenendes war eine Petition für das Bundesministerium mit einigen genauen Forderungen und Vorschlägen für die Verbesserungen von Schulen weltweit. Außerdem wurde den Jugendlichen an diesem Wochenende bewusst, wie fortschrittlich deutsche Schulen, beispielsweise Marienstatt, doch in den meisten Bereichen sind. Im Vergleich dazu muss sich in den Schulsystemen der Entwicklungsländer wie Südafrika noch einiges ändern.
Text: Clara Stehle
Da den eingeladenen Jugendlichen aus dem Libanon und den dort lebenden syrischen Flüchtlingen die notwendigen Visa für eine Einreise nach Deutschland verweigert wurden, wollten die Organisatoren der Konferenz aber nicht auf die Meinungen der Jugendlichen verzichten und versuchten, ihre Meinungen wenigstens aus der Ferne miteinzubeziehen. So wurde ganz kurzfristig eine interessierte Schulklasse gesucht, die sich 2 Stunden mit den Themen Schule global, Flucht und Migration, Libanon, Kindernothilfe-Projekt "Youth Media Club" auseinandersetzen und ihre Botschaften und Fragen an die Jugendlichen im Libanon schicken wollte. Dankenswerterweise erklärte sich die Klasse 9b dazu bereit.
Deshalb besuchten uns Lennart Wallrich und Lea Kulakov von der Kindernothilfe in Duisburg im Vorfeld der Konferenz. Sie informierten die 9b über die gegenwärtige Situation im Libanon und im Besonderen über das dortige Schulsystem. Im Anschluss zeichnete Lea Kulakov mit den SchülerInnen der 9b einige Bodymaps, die Auskunft darüber gaben, was ihnen an unserer Schule gefällt und was nicht. Ihre Ansichten wurden später mit den Meinungen der Jugendlichen aus dem Libanon und der geflüchteten Jugendlichen aus Syrien verglichen. Außerdem wurden Interviewfragen zum Thema Flucht und Migration erarbeitet, die die Jugendlichen im Libanon dann per Video beantwortet haben. Die Ergebnisse wurden dann in einem Workshop thematisiert, wie Clara Stehle in ihrem Bericht (s.o.) erwähnte.
Hanne Thomas


