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Panoptikum

the critical view

Nr. 37

 

 

Dezember 2019

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

die diesmalige Ausgabe unserer Marienstatter Schülerzeitung dreht sich rund um den Klimawandel. Wir haben über die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere im Rheinland, dort in Pfalz, im Hunsrück und im Hochsauerland, über Greta Thunberg, die Gründerin von Fridays for Future, über Mängel des Klimawandels und über Tipps, wie man klimafreundlich leben kann, geschrieben.
Viel Spaß beim Lesen!

Euer Schülerzeitungsteam!

 

 

Klimawandel in den Regierungsbezirken Neustadt/Weinstraße, Koblenz und Arnsberg

Klimawandel in den Regierungsbezirken Neustadt/Weinstraße, Koblenz und Arnsberg

Svante Orthey (7a) und Tizian Eutebach (8b)

Rheinland-Pfalz ist vom Klimawandel im Vergleich zu den anderen deutschen Bundesländern am stärksten betroffen. Dass der Klimawandel gerade in Rheinland-Pfalz so stark auftritt, hat mehrere Gründe: Erstens liegt das Bundesland ziemlich in der Mitte zwischen Atlantik und Mittelmeer. Dadurch treffen hier viele Hoch- und Tiefdruckgebiete zusammen. Da es sich in Rheinland-Pfalz um eine Mittelgebirgsregion handelt, gibt es auch einige tiefe Flusstäler wie Rhein und Mosel. In diesen Tälern staut sich die Luft und es kommt zu Gewittern. Seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881 ist das Klima durchschnittlich um 1,6 Grad Celsius angestiegen. Noch vor ein paar Jahren gab es im Sommer in der Hocheifel oft Minustemperaturen oder in der Pfalz wie in Speyer und Landau wurden es 30 Grad. Heute gibt es nur noch selten Minustemperaturen im Sommer in der Hocheifel und die Temperaturen in der Pfalz steigen auf über 40 Grad an. Es gab auch einen außergewöhnlich milden Winter 2018. Das Kompetenzzentrum für Klimafolgen in Trippstadt in der Südwestpfalz beobachtet den Klimawandel. Die Böden werden sich in den nächsten Jahren erwärmen, wodurch sich Nutzpflanzen wie Zuckerrüben nicht mehr anbauen lassen. Auch die Fischwelt wird sich insbesondere durch die Erwärmung der Gewässer verändern. Letztendlich wird es auch die Zugvögel betreffen. Im Bodensee sind letzten Herbst in der Nähe von Konstanz Flamingos gesichtet worden.  Auch die Forstwelt kann sich von Veränderungen nicht frei sprechen. Im Beobachtungswald in Merzalben in der Südpfalz werden seit mehreren Jahren die Bäume beobachtet. Es werden z. B.  die Dicke des Stammes oder der Wasserhaushalt des Baumes gemessen. Die wärmste Region im Land ist die Südpfalz mit den Regionen Weinstraße und Wasgau. Die Flusstäler von Rhein und Mosel sind auch erwärmt. Kältere Regionen sind die Hocheifel, der Hochwald oder der Hohe Westerwald. Man merkt zudem den Klimawandel am Rhein. Der Pegelstand war letztes Jahr so tief, dass Fähren z.B. zwischen Bingen und Rüdesheim nicht fahren konnten. Auch große Öltanker konnten nicht fahren, wo durch es beinahe zu einem Dieselmangel in den Bezirken Koblenz, Köln, Düsseldorf und Arnsberg gekommen wäre. Insbesondere für die großen Städte ist der Klimawandel ein Problem. In Städten wie Worms und Mannheim staut sich noch in Septembertagen die Hitze auf bis zu 28 Grad.

Südwestfalen umschließt das Sauerland mit dem Siegerland und Wittgensteiner Land. Gerade die Städte im Hochsauerland wie Marsberg und Winterberg sind riesige Schneemengen gewohnt. Auch der Ort Willingen im hessischen Ausläufer des Sauerlandes ist darauf angewiesen. Winterberg ist die höchstgelegenste Stadt nördlich der Alpen in Mitteleuropa. Man lebt hier vom Tourismus. Im Sommer von den Touristen, die zur Ruhrquelle und zu den Fachwerkhäusern kommen, aber vor allem ist man auf den Winter angewiesen. Viele Urlauber aus Holland, dem Ruhrgebiet und Norddeutschland fahren gerne nach Winterberg zum Skifahren, um nicht in die Alpenskiorte wie Serfaus und Saalbach fahren zu müssen. Vor hundert Jahren war es noch normal, dass es über 2 Meter geschneit hat. Dies nimmt stetig ab. Schon Ende der Neunziger Jahre hatte es manchen Winter nur 5 Tage geschneit. Mittlerweile ist man auf Schneekanonen angewiesen. In anderen Orten des Sauerlandes wie Schmallenberg wurde es im Sommer nie über 20 Grad. Letztes Jahr erreichten die Temperaturen im Sommer bis zu 30 Grad und im Winter fielen sie auf gerade mal 7 Grad. Der Tourismus nimmt damit zwar nicht ab, aber er wird teurer. Auch in Oberhof am Rennsteig, was auch vom Skitourismus lebt, muss man auf alternative Maßnahmen umsteigen. Orte wie Marienberg im Erzgebirge und Funtensee in Oberbayern, die als die Orte Deutschlands gelten, können ihre Kälterekorde nicht mehr steigern.

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulstreik fürs Klima – Greta Thunberg

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Schulstreik fürs Klima – Greta Thunberg

Johanna Brecher und Matilda Müller (beide 7a)

 

Wir können die Welt nicht retten, indem wir uns an die Spielregeln halten. Die Regeln müssen sich ändern. ALLES MUSS SICH ÄNDERN, und zwar heute.

 

GRETA THUNBERG - Mädchen mit Asperger

Wer kennt sie nicht? Greta Thunberg ist das Gesicht der Klimabewegung „Fridays for Future“. Die 16-Jährige streikt seit dem 20. August 2018 jeden Freitag. Aber dafür bekommt sie nicht nur Lob, sondern auch krasse Kritik. Nicht selten wird sie als krank bezeichnet, da sie mit dem Asperger-Syndrom lebt. Dieses ist eine abgeschwächte Art des Autismus. Sie selbst empfindet ihre Krankheit nicht als negativ, ganz im Gegenteil. In einem Interview sagte sie dazu: „Ich denke, wenn ich kein Asperger hätte, wäre das hier nicht möglich gewesen. Ich hätte einfach weiter so gelebt und gedacht, wie jeder andere auch. Ich sehe die Welt aus einer anderen Perspektive – Schwarz und Weiß.“

 

Wie fing alles an?

Sobald Greta vom Klimawandel hörte, wurde sie aktiv. Sie schaltete das Licht im ganzen Haus aus und fing an, sich vegan zu ernähren. Ihre Familie musste mitmachen. Ihr Vater Svante Thunberg berichtet darüber, dass es ganz schön hart gewesen sei. Auch Reisen wurden ab da nicht mehr mit dem Flugzeug unternommen, sondern nur noch mit Elektroauto oder Zug. Am 20. August 2018 fing Greta dann schließlich an zu streiken. Es wäre eigentlich ihr erster Schultag nach den Sommerferien gewesen, doch sie setzte sich mit einem Schild vor den schwedischen Reichstag. Dieses Schild trug die Aufschrift: „Skolstrejk för klimatet“, was übersetzt „Schulstreik fürs Klima“ heißt.

 

Trump und Thunberg - Ewige Feinde?

Auch Donald Trump kritisiert Greta Thunberg mit Ironie: „Sie scheint ein sehr glückliches Mädchen zu sein, das sich auf eine wundervolle Zukunft freuen kann. So nett anzusehen!“  Ihre Reaktion darauf überrascht. Sie änderte ihre Selbstbeschreibung auf Twitter: „Ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut“.

 

Der Wandel

Bevor Greta anfing zu streiken, litt sie laut ihren Eltern an Essstörungen und Depressionen. Sie sprach nur mit ihrer Familie und ihrem Lehrer. Sie sagt, durch den Streik habe sie einen Sinn gefunden. Denn jetzt ist sie viel fröhlicher.  Außerdem hat sie keine Essstörungen mehr, seit sie vegan lebt.

 

Berühmte Mutter

Nicht nur Greta ist eine Berühmtheit, auch ihre Mutter ist bekannt. Malena Ernman ist eine schwedische Opernsängerin, welche ihr Heimatland 2009 beim Eurovision Song Contest in Moskau vertrat und es mit ihrem eigens geschriebenen Lied „La Voix“ auf den 21. Platz schaffte. Zusätzlich schrieb Malena das auch auf deutsch erhältliche Buch: „Szenen aus dem Herzen“.

 

Gretas Organisation

Greta hat mit ihrem Streik eine Organisaton ins Leben gerufen: Fridays for Future, kurz FFF, findet immer Freitags statt. Greta fing damit an, weil sie denkt, es bringt nichts in die Schule zu gehen, wenn man keine Chance auf eine Zukunft hat. Teilnehmende Schüler und Studenten gehen an diesem Tag nicht in die Schule oder Uni, sondern demonstrieren friedlich für den Klimaschutz. Anfangs saß Greta  nur vor dem schwedischen Reichtag, jetzt findet Fridays for Future weltweit statt!

 

 

 

 

Mängel wegen des Klimawandels

Mängel wegen des Klimawandels 

(Paula Mittler 8b, Jule Muhr 7b)

Seit der Klimawandel immer extremer geworden ist, kommt es zu einigen verschiedenen Mängeln, wie man an folgenden Beispielen sehen kann:

Männermangel: Meeresschildkröten vergraben ihre Eier am Strand. Der Sand ist ihre Bruthöhle, seine Temperatur bestimmt die Geschlechterverteilung der Nachkommen: Die oberen Eier im aufgewärmten Sand werden zu Weibchen, die Eier im kühleren, darunter liegenden Sand zu Männchen. Ein System, das sich über Jahrmillionen bewährt hat. Doch wissenschaftliche Studien warnen davor, dass sich bei weiterer Erderwärmung das Geschlechterverhältnis stark verschieben wird. Kurz gesagt: Wenn es zu warm wird, kommt es bei Meeresschildkröten zum Männermangel, also auch zu weniger Schildkröten

Kältemangel: Afrikanische Wildhunde sind vom Aussterben bedroht – nur noch etwa 6.000 Tiere gibt es. Hauptursachen sind die Zersiedelung ihres Lebensraumes und durch Haushunde eingeschleppte Krankheiten. Doch neueste Studien zeigen: Auch der Klimawandel droht, dass diese Tiere vom Aussterben gefährdet sind. Denn bei höheren Temperaturen gehen die Wildhunde weniger auf die Jagd – mit schlimmen Folgen für ihre Reproduktion: Weniger Jungtiere, die zudem geringere Überlebenschancen haben.  

Eismangel: Der Eisbär ist „DAS Symbol“ für die Folgen des Klimawandels. Bilder von ausgezehrten Eisbären auf winzigen Eisschollen sind herzzerreißend – aber sie werden sich mehren. Denn der König der Arktis ist auf eine dicke, zusammenhängende Eisdecke angewiesen, um erfolgreich auf Robbenjagd gehen zu können. Nur dann kann er auch seinen Nachwuchs aufziehen. Doch die Klimaerwärmung ist ausgerechnet in der Arktis doppelt so stark wie anderswo auf der Erde. Forscher warnen, dass bis 2050 zwei Drittel der Eisbären verschwunden sind, die Art bis zum Ende des 21. Jahrhunderts gar aussterben könnte.

Zeitmangel: Die Erderwärmung bringt den natürlichen Rhythmus und die innere Uhr der Zugvögel durcheinander. Buchfinken, Mönchsgrasmücken und Rotkehlchen kehren inzwischen deutlich früher aus ihrem südlichen Winterquartier zurück als noch vor wenigen Jahrzehnten. Für sie gibt es genug zu fressen, denn viele Insekten schlüpfen durch die Wärme früher. Spätheimkehrer wie Gartenrotschwanz, Mauersegler, Störche oder Küstenseeschwalbe hingegen legen Langstreckenflüge von über 4.000 Kilometer zurück. Sie finden bei ihrer Rückkehr nicht nur ein reduziertes Futterangebot: Andere Vogelarten haben bereits die besten Reviere besetzt.

Futtermangel: Auch für die Tierwelt am Südpol ist der Klimawandel eine große Gefahr: Die eisigen Gewässer der Antarktis sind äußerst Krill- und fischreich. Doch die Erderwärmung führt zu häufigeren und stärkeren warmen Meeresströmungen wie dem El Nino, die den Krill- und Fischbestand reduzieren – und damit die Futterquelle von Robben, Pinguinen und Blauwalen. Antarktis-Forscher befürchten, dass bis zum Ende des 21. Jahrhunderts 60 Prozent der Kolonien der Adelie-Pinguine verschwinden könnten.

Nährstoffmangel: Pflanzliche Lebensmittel verlieren durch zu viel Kohlendioxid in der Luft viele Nährstoffe. Auch beim Menschen führt es zu der sogenannten  Mangelerscheinung. 2050 kann es sogar  dazu kommen, dass Mais, Weizen und Reis 17 Prozent weniger Eisen, Zink und Eiweiß enthalten.

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An diesen verschieden Beispielen sieht man, dass dringend etwas gegen den Klimawandel  unternommen werden muss, sogar nur weniger Plastik kaufen kann einiges ausmachen

 

Wie wirkt sich der Klimawandel aus?

Wie wirkt sich der Klimawandel aus?

Giulia Purschke (8b), Hannah Petmecky (6c)

Der Klimawandel hat viele Auswirkungen auf Menschen und die Umgebung, wie z.B.:

Folgen innerhalb Europas:

  • In Süd- und Mitteleuropa kommt es häufiger zu Hitzewellen, Waldbränden und Dürren.
  • Im Norden Europas ist es jedoch viel feuchter und Überschwemmungen können zur Gewohnheit werden.

 

Auswirkung auf die Gesundheit der Menschen:

  • Durch Veränderungen der Temperatur kommt es in vielen Regionen zu Todesfällen o. Ä.
  • Es kann zu vielen Erkrankungen kommen wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankung, Hautkrebs, Depression, Angstzustände o. Ä.

 

Welche Kosten werden mit sich getragen?

  • Zwischen 1980 und 2011 waren mehr als 5,5 Millionen Menschen Opfer von Überschwemmungen, die einen wirtschaftlichen Schaden von ca. 90 Millionen Euro verursachten.
  • Am stärksten betroffen waren Branchen wie Land- und Forstwirtschaft, Energie und Tourismus, für die bestimmte Temperatur- und Niederschlagsniveaus besonders wichtig sind.

 

Gefahren für die Wildnis

  • Das Klima steigt stetig an, sodass sich Pflanzen und Tiere kaum noch anpassen können.
  • Verschiedene Arten von Tieren müssen ihre Heimat wegen Futtermangel oder des erhöhten Klimas verlassen.

 

Auswirkung auf die Wälder

Das erhöhte Klima führt erstmals zu einem positiven Effekt: Die Bäume können mehr schädliche Stoffe filtern und somit mehr Sauerstoff produzieren, doch durch das abnehmende Wasser in manchen Regionen wird dieser Vorteil zum Nachteil.

 

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